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Phoebe Locke: Rachemädchen

Fischer/SCHERZ

Rachemädchen“ ist das Erstlingswerk der Autorin, die durch einen Zeitungsartikel über einen wahren Kriminalfall zu diesem Psychothriller inspiriert wurde.
In verschiedenen Zeitebenen wird der Buchinhalt erzählt:
1990: Der Leser und auch vier junge Mädchen, zu denen auf Sadie gehört, erfahren etwas über den Mythos des „Großen Mannes“. Auf Sadies Frage an ihre Freundinnen, wer das denn sei, bekommt sie Folgendes erzählt: Der Große Mann lebt im Wald, er sieht alles. Er ist ein Mörder, er kommt in der Nacht und holt dich….
Aber der Große Mann kann auch jemanden zu etwas Besonderen machen, wenn man ihn darum bittet…
Dass so eine Geschichte furchteinflößend für junge Mädchen ist, daran besteht ja wohl kein Zweifel und der Untertitel auf dem Cover „Eine ist verschwunden, eine ist angeklagt, wer ist das Opfer?“ lässt nichts Gutes ahnen…
Im Verlauf der folgenden Jahre lernt Sadie Miles kennen, 2000 haben die beiden eine kleine Tochter mit Namen Amber, kurz nach der Geburt der Kleinen verschwindet Sadie spurlos….
2016 passiert dann etwas ganz Gravierendes und Amber muss sich vor Gericht verantworten…
2018 will ein Filmteam die Hintergründe aufdecken, warum Amber wegen Mordes angeklagt, aber freigesprochen wurde…
Lange Zeit bleibt der Leser im Ungewissen, was der Mythos um den Großen Mann mit Sadie, Miles und Amber zu tun hat. Auch was sich hinter dem Verschwinden von Sadie verbirgt, darüber kann man auch zuerst nur spekulieren, was letztendlich für eine Auflösung die Autorin hier parat hat, war in keiner Weise vorhersehbar, so dass es dafür schon mal einen Pluspunkt gibt.
Eine unheimliche Stimmung durchzieht das ganze Buch, allerdings kamen ein paar „Mitwirkende“ darin vor, die mir psychisch nicht „ganz in der Spur“ zu sein schienen, so dass man nie genau sagen konnte, es ist real oder doch eine „optische/akustische Sinnestäuschung“ die gerade passiert…
Bis auf ein paar kleine „Wackler“ in der Handlung hat mir das Buch gut gefallen, man liest sich ohne Mühe durch die Zeitebenen und kann auch die mitwirkenden Personen darin gut einordnen/wiedererkennen, so dass ich hier vier von fünf möglichen Punkten geben möchte.
Fazit:  In etwas ungewohnter Erzählweise abgefasster spannender Psychothriller, der besonders mit einem unvorhersehbaren Ende punktet!

 

 

 

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