TOP

Pierre Lagrange: Tod in der Provence

Fischer Verlage

Französische Krimis sind ehrlich gesagt nicht ganz so mein Ding, aber nachdem ich entdeckt habe wer sich hinter dem Pseudonym Pierre Lagrange verbirgt und ich von diesem Autor bereits alle Bücher mit Begeisterung gelesen habe, war ich gespannt auf „Tod in der Provence “:
Hanna und Niklas leben mit ihrer sechsjährigen Tochter Lilly in Hamburg. Sie haben durch die zeitaufwendige Arbeit von Niklas, der als Architekt tätig ist, wenig Zeit für einander. Doch das soll sich ab sofort ändern, denn durch die Erbschaft eines alten Chateaus in einem kleinen Ort in der Provence wollen sie mehr Zeit miteinander verbringen und dort das geerbte Gebäude zu einem Hotel umwandeln….
Doch die Geschichte entwickelt sich dann doch ganz anders und aus der Familienidylle wird erst einmal nichts, denn es gibt viel zu tun um ihren Traum vom eigenen Hotel zu verwirklichen…
Dies ist ein Handlungsstrang und der wird zumeist aus Sicht von Hanna erzählt…
Parallel zur Ankunft der jungen deutschen Familie in der Provence lernt man den pensionierten Commissaire Albin Leclerc und seinen Mops Tyson kennen, den er von seinen Kollegen zum Abschied geschenkt bekommen hat.
Doch so ganz kann sich Albin nicht auf den Ruhestand einlassen, denn es gibt einen ungeklärten Ermittlungsfall, wo rothaarige Frauen spurlos verschwanden, der ihn nicht loslässt. Als man dann ganz in der Nähe des alten Chateaus eine verstümmelte Frauenleiche findet, der einige Körperteile fehlen und die auch noch rote Haare hat, ist Albin Leclerc in seinem Element und er fängt an zu ermitteln, was allerdings bei seinen früheren Kollegen und dem zuständigen Staatsanwalt nicht gern gesehen wird. Doch Albin ist hartnäckig und hat alle Zeit der Welt immer wieder dort aufzukreuzen um Informationen zu sammeln, wo gerade wieder der Einsatz der Ermittler gefragt ist…
Mehr erzähle ich hier nicht, die Figur des pensionierten Commissaire mit seinem Mops Tyson kann man sich bildlich gut vorstellen und man begibt sich gern mit ihnen auf „Verbrecherjagd“.
Wahrscheinlich lese ich zuviele Krimis, aber tatsächlich hatte ich recht bald eine Idee wer hier sein Unwesen treibt, was sich auch dann als richtig erwies. Der geschichtliche Hintergrund der hier mit eingewoben ist,  mag für das bessere Verständnis wichtig sein, aber eine etwas kürzere Fassung davon hätte es für meinen Teil auch getan.
Die Nackenhaare stehen einem dann allerdings hoch, wenn man dem Täter „während seiner Arbeit“ begegnet….
Wer sich hinter dem Pseudonym Pierre Lagrange versteckt, verrate ich nicht, dass soll der Autor selbst tun, wenn er mag, denn das er spannende Krimis schreiben kann, hat er schon oft bewiesen.
Alles in allem kann man dies Buch gut lesen, zwar wackelt es an einigen Stellen wie erwähnt, aber da es sich hier um den Debütkrimi rund um den sympathischen Commissaire Leclerc handelt, könnte sich das ja im nächsten Buch schon positiv ändern. Vier von fünf möglichen Punkten möchte ich auf jeden Fall vergeben.
Fazit: Diesem Mörder möchte man nicht begegnen! Dem charmanten Ermittler Leclerc dagegen schon, auch gerne bei einem weiteren spannenden Einsatz!

 

 

Leave a Reply

Your email is never published nor shared.

You may use these HTML tags and attributes:<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>