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Rellik – Staffel 1 –

Bei der sechsteiligen britischen Krimi-Serie „Rellik“ ist einiges anders, denn hier wird die Handlung teilweise rückwärts gespult bzw. erzählt! Liest man den Serientitel rückwärts steht dort dann „Killer“ und den bekommt man dann gleich zu Anfang der Serie wie folgt präsentiert:
Ein Mann ist auf der Flucht vor der Polizei, die kann ihn stellen und als es dann zur Verhaftung kommen soll, läuft einiges schief,  denn der offenbar psychisch kranke Mann reagiert anders als erwartet auf seine Verfolger und dann fallen Schüsse, in deren Verlauf der Mann stirbt. Man hatte ihn verdächtigt eine Serie von brutalen „Säure-Morden“ in London begangen zu haben…
Der zuständige leitende DCI Markham wurde selbst Opfer einer dieser Säure-Attacken und sein Gesicht ist entstellt. Doch nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen wurde, will er nur eins, den Täter dingfest machen und den Fall abschließen.
Doch ob der Hauptverdächtige tatsächlich die sehr brutalen Morde begangen hat, fragt man sich dann schon beim ersten „Zurückspulen in der Zeit“, denn der Getötete hatte seiner Ehefrau noch eine wichtige Nachricht hinterlassen, die dann die Ermittlungen in eine andere Richtung weisen und somit auch weitere Personen verdächtig erscheinen und befragt werden müssen…
So aufgeschrieben klingt der Handlungsverlauf ganz nachvollziehbar, was aber beim Anschauen nicht immer gleich klar und deutlich ist.  Was anfangs noch als interessante Variante einer Krimi-Erzählung durchgeht, wird nach dem wiederholten Hin- und Herspulen diffus, undeutlich und ist nicht besonders spannungsfördernd.
Die ganzen „Nebenschauplätze“ sowie die privaten Verwicklungen der Ermittler untereinander bzw. mit Informanten und wie man überhaupt auf dem Revier miteinander umgeht, macht keinen sonderlich seriösen Eindruck, besonders  wenn es darum geht eine brutale Mordserie aufzuklären. Man hat eher den Eindruck die Ermittler sind geistig mit ganz anderen Dingen beschäftigt, als sich auf den Fall zu konzentrieren, weshalb die eigentliche „Mordermittlung“ in den Hintergrund gerät und so die Spannung bald verloren geht…
Eigentlich sehe ich britische Krimis und Serien sehr gerne, denn die meisten sind wirklich sehenswert und punkten schon durch ihre besonderen Ermittler, was sich dann auch durch mehrere Staffeln erfolgreich fortsetzt. Bei dieser Serie hier war mir das mehrfache Rückwärtsspulen dann etwas  zu viel des Guten und das Staffelende war für mich keine Überraschung, da ich schon nach kurzer Zeit eine Vermutung diesbezüglich hatte….
Fazit: Die neue Erzählvariante verlangt dem Zuschauer einiges ab, so dass die Spannung hier leider recht bald verloren geht!

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