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Shakespeare für Anfänger

 

Auch wenn man in der Schule keines der Werke von Shakespeare gelesen/besprochen hat, so ist doch das Zitat aus Hamlet „To be, or not to be, that ist the question“ oder auf Deutsch „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“ vielen hinlänglich bekannt.
Und um einen ehemals berühmten und gefeierten Shakespeare-Darsteller, nämlich Sir Michael Gifford, der an der Parkinsonschen Krankheit erkrankt ist, geht es in „Shakespeare für Anfänger “. Die Krankheit und deren Symptome zerren an seinen Nerven und seine Stimmung ist düster und sein Verhalten seinen Mitmenschen gegenüber nicht immer sehr einfühlsam.
Seine Tochter hat einige Kämpfe mit ihm auszustehen um für ihn eine Pflegerin zu engagieren, was ein schwieriges Unterfangen ist, da Sir Michael mit seiner trübsinnigen und wehrigen Art sich mit keiner Hilfe arrangieren kann…

Das ändert sich als die junge Dorottya, die zuvor als Pflegekraft in einem Altenheim in der Nähe gearbeitet hat, nun in Sir Michaels Leben tritt. Dorottya träumt auch von einer Bühnenkarriere, weshalb sie sehr an der Arbeit im Hause Gifford interessiert ist. Auch sie hat so einige Hürden zu nehmen, aber sie schafft es mit ihrer frischen und direkten Art tatsächlich bei Sir Michael zu punkten….
Es entsteht eine wunderbare freundschaftliche Basis auf der die beiden sich begegnen und die Lebensfreude kehrt bei Sir Michael nach und nach zurück, wovon dann auch Dorrotya profitiert, steht sie doch bald mit dem berühmten Sir Michael auf einer kleinen, aber feinen Bühne…..

Zwischen den beiden Hauptdarstellern Brian Cox und Coco König scheint die Chemie zu stimmen, was im Film spürbar ist. Die Filmhandlung berührt und durch den feinen Humor, der hier verankert ist, vergisst man die schwere Erkrankung nicht, schiebt sie aber etwas beiseite, so dass man hier vielleicht Betroffenen auch Mut machen will, nicht zu hadern, sondern das Beste aus seinem Leben zu machen und auch Hilfe anzunehmen, wenn man sie angeboten bekommt.
Hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack in Form des „Trailers

 

Fazit: Kein Shakespeare-Drama, aber ein berührender mit feinem Humor versetzter Film über eine besondere Freundschaft, die durch die wunderbare schauspielerische Besetzung sehr gut rüberkommt. Sehenswert!

 

 

1 comment. Leave a Reply

  1. Schöne Rezension, wir sehen den Film ganz ähnlich:
    https://kinogucker.wordpress.com/2017/06/07/shakespeare-fuer-anfaenger/

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