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Simon Beckett: Totenfang

978-3-8052-5001-6
Dr. David Hunter meldet sich jetzt nach langer Zeit zurück! Er ist beruflich und gesundheitlich angeschlagen, denn ob er weiterhin an der anthropologischen Fakultät der Universität eine Stelle hat, ist im Moment ungewiss. Seine schwere Stichverletzung, die er vor einiger Zeit nur knapp überlebt hat, zwickt immer noch und hat auch Nachwirkung auf sein jetziges Leben. Vor seiner Verletzung bekam er viele Aufträge von der Polizei und wurde bei wichtigen Mordermittlungen um Rat bzw. seine Mitarbeit ersucht. Doch die Aufträge ließen nach…
Nun denkt er über Veränderungen nach und hat etwas den „Blues“, denn eine Einladung zu Freunden steht an, zu der sich aber kaum aufraffen kann, als ihn ein Telefonanruf „rettet“, denn Detective Inspector Bob Lundy aus Essex braucht seine Hilfe,  es wurde eine Wasserleiche in einer Flussmündung gesichtet und man bittet ihn bei der Bergung dabei zu sein….
Als Dr. Hunter in der von Ebbe und Flut immer wieder anders aussehenden Gegend, die auch Backwaters genannt wird, ankommt, wird er von DI Lundy unterrichtet, dass man vermutet, dass es sich bei der männlichen Leiche um den vor einiger Zeit verschwundenen, aus einer wohlhabenden Familie stammenden, Leo Villiers handelt. Als man unter schwierigen Bedingungen dann die Leiche geborgen hat, taucht der Vater des Vermissten auf und macht seinen Einfluss geltend um gleich vor Ort die schwer in Mitleidenschaft geratenen sterblichen Überreste als seinen Sohn Leo zu identifizieren….
Schon hier macht sich Dr. Hunters „Bauchgefühl“ bemerkbar, denn er ist nicht überzeugt, dass dies der Vermisste ist..
Dr. Hunter kommen Gerüchte zu Ohren, deren zufolge der seit einiger Zeit vermisste Leo Valliers eine Affäre mit der verheirateten Emma Darby gehabt haben soll, die ebenfalls verschwunden ist. Leo soll seine Geliebte getötet und sich anschließend selbst getötet haben….
Während die Untersuchungen laufen um die genaue Identität des Toten zu klären, treibt am nächsten Tag ein einzelner Fuß im Wasser und es dauert nicht lange und es tauchen erneut sterbliche Überreste eines Menschen im Wasser auf, die allesamt aus dem Wasser geborgen werden müssen und somit der Titel „Totenfang“ durchaus passt.
Die Handlung ist wieder nichts für Zartbesaitete, denn wer die Bücher über David Hunter kennt, der weiß man bekommt hier schon sehr detailliert erzählt, wie „der Tod“ aussieht. Aber nichtsdestotrotz hat Simon Beckett es mal wieder geschafft mich von der ersten bis zur letzten Seite seines Buches zu fesseln. Neben der „Arbeit“ kommt Dr. Hunter mit der Familie von Emma Darby in Kontakt und wohnt während der laufenden Ermittlungen in deren Bootshaus, dass dann noch zu einem besonderen „Handlungsort“ wird. Neben seinem Know-how wird David Hunter auch körperlich diesmal einiges abverlangt, so dass er an seine Grenzen kommt. Zum Ausgleich dafür, lernt er aber auch eine Frau kennen, die ihm sehr sympathisch ist….
Nein, mehr verrate ich nun wirklich nicht mehr, denn diese spannende, mit vielen Wendungen angereicherte Handlung sollte sich jeder selbst „erlesen“. Hier gibt es schon mal eine Leseprobe von Totenfang
Fazit: Das lange Warten hat sich gelohnt, Simon Beckett ist ein Meister seines Fachs und hat mal wieder bewiesen, was für ein toller Geschichtenerzähler er doch ist, so dass hier erneut spannende Unterhaltung garantiert ist.

 

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