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Stephan Ludwig: Zorn – wie sie töten

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Wer die drei vorherigen Fälle des ungleichen Ermittlerduos Hauptkommissar Claudius Zorn und seinen ehemaligen Kollegen- ja richtig gelesen – den „dicken“ Schröder  kennt, der weiß, dass egal wie schlimm und kniffelig die Kriminalfälle auch sind, jedes Buch von Stephan Ludwig aus der „Zorn“-Reihe steht und fällt mit dem eigenwilligen Zusammenspiel dieser beiden Hauptakteure.
Wie oben bereits geschrieben ist Schröder nicht mehr im Polizeidienst. Er hat nachdem sein Vater verstorben und seine Mutter im Seniorenstift eingezogen ist, einen kleinen Imbiss aufgemacht – denn Kochen kann er auch -. Sein bester Kunde, der jeden Tag zur Mittagszeit bei ihm eintrudelt, ist Claudius Zorn, der schwer damit zu kämpfen hat, dass er nun seine Arbeit selbst erledigen muss.
Außerdem läuft es im Leben von Claudius Zorn nicht so wie es eigentlich sollte, denn nachdem er nun nicht mehr bei der Arbeit auf Schröder zählen kann, gibt es auch gravierende Veränderungen in seinem Privatleben.
Der Kriminalfall des vierten Buches „Zorn – Wie sie töten“ ist wieder sehr ausgeklügelt und wenn man anfangs glaubt den eigentlichen Täter zu kennen, für den hat der Autor noch so einiges in petto und trumpft wie gewohnt mit einigen Aha-Effekten und mit einem explosiven Showdown auf.
Zum Inhalt gibt es nur ein paar Anhaltspunkte von mir, denn diesen Krimi darf man sich nicht entgehen lassen, egal ob man nun selber liest oder wie unten erwähnt sich die Hörbuchfassung von David Nathan vorlesen lässt:
-Den Anfang der Geschichte macht ein mysteriöser Todesfall, denn niemand hat gesehen wie die Person vor die S-Bahn gestoßen wird…..
-Ein Passant wird überfallen und kann sich aufs brüchige Eis retten und wie ein Wunder überleben. Als der Überlebende Claudius Zorn von der Sache erzählt, ist dieser skeptisch ob er dem Glauben schenken soll, denn der Mann spricht davon, dass die Personen, die ihn überfallen haben merkwürdig gerochen haben….
-Schröder wundert sich darüber, dass die Gemüsehändlerin in seiner Nachbarschaft seit Tagen den Laden geschlossen hat…
-Im Seniorenheim, in dem Schröders Mutter lebt, gehen merkwürdige Dinge vor und bald ist die alte Dame in großer Gefahr…
Und wer hätte das gedacht, alle diese kleinen Handlungsstränge vereinen sich zu einem spannenden, durch die Wortwahl anschaulichen und fesselnden und am Schluss mit einem lauten Knall aufwartenden Krimi! – Einfach klasse!

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Ach ist das schade, das Hörbuch „Zorn – Wie sie töten“ ist nach acht (!) Stunden und 48 Minuten zu Ende. Ein kleiner Trost ist, dass dieses Hörbuch wie auch die drei anderen Fälle mit Zorn und Schröder wieder sehr gekonnt und einfühlsam von David Nathan vorgetragen werden, was mir besonders gut gefallen hat.
Einmal angefangen, kann man nicht aufhören, der Stimme David Nathans zu lauschen, denn er ist ein wunderbarer Vorleser und  Stephan Ludwigs Krimi ist fesselnd und humorvoll zugleich, so daß die Zeit wie im Fluge vergeht!
Ich für meinen Teil kann nur hoffen, dass Stephan Ludwigs Fantasie und Kreativität noch viele weitere spannende Krimis zu Papier bringt und wir bald wieder von dem neuen Dream-Team der Krimilandschaft zu hören bekommen.
Fazit: Zorn und der „dicke“ Schröder sind mittlerweile Kult und man kann durchaus noch mehr davon vertragen!

Hier geht es zum 1. Fall, 2. Fall und 3. Fall

 

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