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Billy Idol – Dancing with myself – Die Autobiografie

Dancing With Myself von Billy Idol

Die tollen Musiktitel, die dieser Mann geschrieben und gesungen hat, die kennen und lieben bestimmt viele, aber wer ist eigentlich Billy Idol?
Nun dieses Geheimnis lüftet er hier in seiner Autobiografie „Dancing With Myself„.
Billy Idol wurde als William Broad am 30.11.1955 im Norden von London geboren – als die Rockgötter noch auf Erden wandelten – wie er hier schreibt. Damals wusste er natürlich noch nicht, dass er einige davon sogar persönlich kennenlernen würde während seiner musikalischen Laufbahn.
Am Anfang und am Ende eingewoben sind die Erlebnisse die im Februar 1990 durch einen schweren Motorradunfall Billy Idol auf dem ganz schmalen Grat zwischen Leben und Tod haben wandeln lassen und er erzählt hier wie er sich wieder ins Leben zurückgekämpft hat.
Durch die Arbeit seines Vaters wuchs Billy einige Jahre in Amerika auf und die Familie zog dann wieder wegen der Arbeit des Vaters 1962 zurück nach England. Er beschreibt in diesem Buch sehr anschaulich wie die Welt damals um ihn herum aussah und wie sein Musikgeschmack und seine Liebe zur Musik sich entwickelten.
Aber nicht nur die Liebe zur Musik entwickelte sich, sondern auch der Konsum von Drogen und Alkohol. Die vielen unterschiedlichen Substanzen, die er konsummierte ließen ihn die Welt in einem wunderbaren Nebel erleben, aber auch den Enzug mit aggressiven Wutausbrüchen schildert der Musiker hier offen und ehrlich. Wie er es geschafft hat in diesen unterschiedlichen Gemütszuständen trotz allem anfangs noch mit Bandmitgliedern, später allein seine wunderbaren und aus der Musikwelt nicht mehr wegzudenkenden Musiktitel wie „Sweet Sixteen“, Hot in the City“ oder auch „White Wedding“ zu schreiben, wird im Buch ausführlich beschrieben.
Außerdem erfährt man als Leser wie aus William Broad Billy Idol wurde, der wasserstoffblonde Punk mit der Igelfrisur. Außerdem lernt man Billys große Liebe Perri kennen mit der er einen Sohn hat.
Das Buch ist angereichert mit vielen Bildern aus dem privaten Familienarchiv, was dies Buch abrundet und mit gut gefallen hat.
Eingestreut sind das ganze Buch hindurch Textpassagen aus seinen Liedern, die durch die Handlung dann ihre Erklärung finden. Trotz einem Leben am Limit ist es Billy Idol auch aktuell wieder gelungen eine neue CD mit dem Titel „Kings & Queens of the Underground“ fertigzustellen, die ich während ich dieses schreibe, gerade höre. Ich kann nur sagen, die Autobiografie ist offen und ehrlich geschrieben und wie auch die neue CD gelungen.
Fazit: Lesenswert, nicht nur für Fans – Schonungsloser Einblick in ein Leben am Abgrund!

 

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Judith Merchant: Die Lügen jener Nacht

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Es ist schon etwas her, dass ich die spannenden Krimis von Judith Merchant „Loreley singt nicht mehr“ oder „Nibelungenmord“ gelesen habe und war gespannt das mich bei ihrem neuen Roman „Die Lügen jener Nacht“ erwartet:
Seit zehn Jahren leben Mimi und Douglas zusammen in Schottland. Die Beziehung steht vor dem Aus und da bekommt Mimi eine Einladung zu einer Hochzeitsfeier in Deutschland. Erst hat sie keine Lust, denn eigentlich hasst sie Hochzeiten und an die ehemaligen Freundinnen kann sie sich kaum noch erinnern. Auch sonst ist sie nicht besonders kontaktfreudig,  nur ihr kleiner Garten mit vielen Pflanzen und Kräutern, von denen auch die eine oder andere als giftig gilt, wird von ihr gehegt und gepflegt. Mit der Zeit hat sie sich einiges Fachwissen angeeignet und sie kennt sich mit der Wirkung ihrer Zöglinge sehr gut aus.
Nach einem Telefonanruf aus Deutschland von Simone, die ihr die Teilnahme an der Hochzeit  von Nina und Casper abverlangt, fliegt sie dann mit einigen Samen und getrockeneten Pflanzen im Gepäck nach Bonn, denn aus Douglas Haus muss sie ausziehen, das ist beschlossene Sache und schon jetzt vermisst sie ihren geliebten Garten.
Das Wiedersehen mit Simone, Grit, Alla und Nina wird dann erst einmal extrem feuchtfröhlich mit Alkohol und Drogen bei einem nächtlichen Einbruch ins Bonner Römerbad gefeiert. Mimis Erinnerung am nächsten Tag ist lückenhaft und eigentlich weiß sie nur noch das sie Flaschendrehen gespielt haben….
Auch die weiteren Tage verlaufen mit dem Auffrischen von Erinnerungen an ihre Studienzeit unter Einsatz von viel Alkohol.
Als sich dann die gesamte Hochzeitsgesellschaft in der Kirche versammelt hat, passiert erst einmal nichts, denn das Brautpaar lässt auf sich warten. Simone versucht Nina auf dem Handy zu erreichen, was ihr aber nicht gelingt, sie geht nachsehen und kommt einige Zeit später völlig blass und irritiert zurück in die Kirche und sie schluchzt…
Was da passiert ist, wird hier natürlich nicht verraten, denn das Buch ist auf sehr interessante Weise geschrieben, so dass man als Leser Einblick in Mimis Gedankengänge bekommt. Die Handlung wird neben den Gesprächen der mitwirkenden Personen durch Mimi erzählt und da sie ja viele Erinnerungslücken an damals und heute hat, liegt immer eine spannende prickelnde Ungewissheit über der ganzen Geschichte. Zwar hätte das Ende für mich noch etwas erklärender sein können, aber das nur am Rande, denn trotz einem gewissen „open end“ ist dieser Roman durch seine besondere Schreibweise so fesselnd geschrieben, dass es mir leicht gefallen ist, das Buch zu lesen.
Fazit: Die besondere Erzählweise läßt eine spannende Ungewissheit durch des ganze Buch ziehen, bitte mehr davon!
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Joe – Die Rache ist sein

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Joe  (Nicolas Cage) hat bereits ein bewegtes Leben hinter sich zu dem auch Knast und Alkohol gehören, doch in ihm steckt ein guter Kern und sein Gerechtigkeitssinn ist sehr ausgeprägt. Er betreibt irgendwo im Süden Amerikas einen kleinen Betrieb mit zumeist schwarzen Arbeitern, die Bäume für das Aufforsten vorbereiten. Eines Tages taucht der 15-jährige Gary bei ihm auf und fragt für sich und seinen Vater nach Arbeit. Nach einem Probearbeitstag zeigt Gary sein Geschick und Joe sagt ihm Arbeit zu.
Garys Leben ist nicht einfach, die Familie lebt in einem völlig heruntergekommenen Haus.  Sein Vater ist ein durchtriebener prügender Trinker. Die Mutter scheint unter Drogen zu stehen, denn sie hockt völlig apathisch in diesem verdreckten Haus. Garys Schwester hat irgendwann aufgehört zu sprechen, wahrscheinlich als Schutz um in dieser verwahrlosten Umgebung zu überleben.
Gary  ist fleißig und er kommt gern zur Arbeit, sein Vater hingegen ist faul und will auch dafür noch entlohnt werden. Lange geht das nicht gut und Joe will ihn nicht wieder beschäftigen. Doch Gary ist hartnäckig und kommt immer wieder um zu arbeiten und so freunden sich Joe und er an.
Garys Vater ist nicht nur ein brutaler Schläger, sondern um an Geld für Alkohol zu kommen,  schreckt er auch nicht davor zurück seine eigene Tochter gegen Geld an interessierte Männer zu verkaufen. Gary und Joe versuchen diesem Treiben ein Ende zu machen, was in einer folgenschweren Schießerei endet….

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 Joe – Die Rache ist sein“  ist ein düsterer und beklemmender Film. Durch die desolaten Familienverhältnisse mit einem trinkenden und prügelnden Vater ist der 15-jährige Gary ein Lichtblick in diesem Film.
Nicolas Cage in der Rolle des Joe zeigt hier eine ganz ungewohnte Seite seiner Schauspielkunst. Sein junger Kollege Tye Sheridan als Gary kann sich neben ihm gut behaupten und man hat das Gefühl „die Chemie stimmt“ zwischen den beiden Darstellern.
Fazit: Düster Einblick in menschliche Schicksale mit einem Nicolas Cage, der in einer ungewöhnlichen Rolle positiv überrascht!
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Copper – Staffel 1

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Hier geht es in die Vergangenheit und wir befinden uns in New York im Jahr 1864.
Die Stadt wird von vielen Einwanderern bevölkert und diese Serie spielt im irischen Viertel „Five-Points“. Die New Yorker Metropolitan Polizei ist vor kurzem gegründet worden und sie haben es mit den unterschiedlichsten Verbrechen zu tun.
Alles ist düster bis auf die Titelmelodie, die aus typischer beschwingter irischer Musik besteht.
Die zehn Folgen von „Copper – Staffel 1“ beginnen mit einem Bankraub, der von dem jungen Detective Kevin Corcoran und einem weiteren Polizisten vereitelt wird und die Diebe kurzerhand erschossen werden….

Copper Season 1 Episode 01

Die zehnjährige Annie beobachtet in einer Scheune den auf der Lauer liegenden Detective und die beiden führen ein kurzes Gespräch.
Ein totes Mädchen wird gefunden, sie wurde offensichtlich ermordet. Als Kevin die Kleine sieht, denkt er es sei Annie, doch wie es sich später herausstellt, war das ein Trugschluss, denn Annie lebt und die Tote war ihre Schwester Kate.
Da Kevin erst kürzlich aus dem Bürgerkrieg nach Hause gekommen ist, hat er persönlich auch etwas aufzuklären: Seine Frau ist spurlos verschwunden und seine kleine Tochter tot.
Irgendwie hat Kevin das Bedürfnis Annie zu beschützen, da sie sich prostituieren musste um für sich und ihre Schwester zu sorgen. Er will sie von der Straße haben und er gibt sie in die Obhut einer wohlhabenden Frau.
Im Verlauf der Serie lernt man noch zwei Kriegskameraden von Kevin kennen, der eine ist der wohlhabende Robert Moorhouse und der andere der schwarze Arzt und Pathologe Matthew Freeman, den Kevin immer als erstes zu Rate zieht, wenn es darum geht ein Tötungsdelikt aufzuklären.

Copper Season 1 Episode 06


Als Kevin dann tatsächlich eine Spur von seiner verschwundenen Frau hat, muss er erkennen, dass diese nie richtig weg war…
Durch die düsteren Gassen und die Verbrechen, die hier im Verlauf geschehen, liegt die ganze Zeit eine angespannte Ungewissheit in der Luft. Auch geht es teils sehr brutal zur Sache und es wird schonungslos mit Verdächtigen umgegangen.
Wie zur damaligen Zeit sehr verbreitet spielt Opium, Alkohol und Lasterhaftigkeit eine große Rolle. Die Serie ist eine spannenden Zeitreise zu den Anfängen der Polizeiarbeit, Forensik und Medizin und da sie mit einem kleinen Fragezeichen endet, kann man vielleicht auf eine Fortsetzung hoffen?!
Fazit: Diese spannende Serie könnte eine Fortsetzung vertragen!
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Vivica Sten: Beim ersten Schärenlicht

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Ein Fall für Thomas Andreasson.
Nachdem die Krimis von Vivica Sten mittlerweile auch Einzug ins Fernsehen gehalten haben, schafft man es noch leichter sich in die Geschichten reinzudenken, denn Kriminalkommissar Thomas Andreasson hat nun ein „Gesicht“ und auch seine Jugendfreundin Nora Linde kann man sich viel besser vorstellen.
Das Hörbuch wird wie gewohnt und gekonnt von Stephan Schad gelesen. Er schafft es jeder Person eine andere Stimme zu geben und die Handlung einfühlsam vorzutragen.
Nora, Thomas Jugendfreundin, hat einen neuen Partner, dessen 14-jährige Tochter Wilma unbedingt das Mittsommerfest mit ihrer Clique auf Sandhamn verbringen möchte. Sie bekommt die Erlaubnis von ihrem Vater und sie darf ausnahmsweise bis nach Mitternacht feiern gehen, was Nora nicht sonderlich gut heißt.
Wegen des Feiertrubels ist die Polizei in besonderer Bereitschaft und geht vermehrt Streife. Bald wird ein junges Mädchen völlig verstört im Hafengebiet aufgegriffen, sie scheint alkoholisiert zu sein, wirkt aber auch fahrig und sie fragt immer wieder „Wo ist Viktor?“
Beim Ersten Schärenlicht“ ist Wilma nicht wie verabredet zuhause und ihr Vater macht sich auf die Suche nach ihr, kann sie aber nicht finden….
Dann macht jemand eine grausige Entdeckung: Ein blonder Junge wird tot aufgefunden, seine Leiche hat man notdürftig mit Zweigen bedeckt. Augenscheinlich ist er erschlagen worden. In seinem Blut werden später Drogen festgestellt…
Thomas Andreasson übernimmt die Ermittlungen und auch die verschwundene Wilma steht bald auf der Liste der vermissten Personen.
Eins steht fest, alle Jugendlichen, die  bislang erwähnt wurden, kannten einander und haben auf die eine oder andere Weise den Mittsommerabend zusammen verbracht.
Bald besteht dringender Tatverdacht gegen einen der Jugendlichen aus der Gruppe, doch welchen Grund sollte der beste Freund des Toten haben, diesen zu töten?
Fazit: Vivica Sten trifft genau den Jargon der Jugend und es ist ihr wieder einmal gelungen einen spannenden, aber auch nachdenklich machenden Krimi zu schreiben.

 

 

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Jack Taylor Vol 1

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Ken Bruen hat  den irischen Privatdetektiv Jack Taylor erfunden und es sind bereits einige Bücher über ihn erschienen wie z.B. „Jack Taylor fährt zur Hölle„. Wer sich genau wie ich beim Lesen des etwas eigenwillen Schreibstils des Autors schwer tut, dem sei gesagt, die Verfilmungen der Bücher sind wirklich gelungen und man bekommt Spannung, irische Mentalität  und eine Portion sehr trockenen Humor geboten.
Mit Iain Glen, der die Rolle des Jack Taylor übernommen hat, finde ich hat man eine sehr gute Wahl getroffen und auch die anderen festen Mitwirkenden wie Cody (Killian Scott) und natürlich die junge Polizistin Kate Noonan (Nora Jane Noone) sind sehr gut besetzt und verleihen der Serie Charme und man will sie nach kurzer Zeit schon nicht mehr missen.
Hier kommt ein kleiner Einblick in die sechs Teile vonJack Taylor – Vol. 1 „:
Jack Taylor ist anfänglich noch ein angesehener Polizist im irischen Galway, aber ihm kommt immer wieder sein Alkoholkonsum in die Quere und sein ausgesprochener Gerechtigkeitssinn führt dazu, dass er einen nicht ganz astreinen Minister kurzerhand bei einer Verkehrskontrolle ins Gesicht schlägt, was dazu führt, dass er seinen Posten verliert und nun sein Geld mehr recht als schlecht  als Privatdetektiv verdient. Nur von einem kann er sich nicht trennen, daß ist der schöne Polizeimantel, den er eigentlich hätte zurückgeben müssen. Aber da ist Jack eigen und übersieht die vielen Briefe, die ihn dazu auffordern. Mittlerweile ist das seine zweite Haut geworden und man erkennt ihn schon von weitem.
Da sein Geld ständig knapp ist, kann  er sich ein richtiges Büro nicht leisten und so wird kurzerhand das Hinterzimmer des Pubs, in dem er sich sowieso am meisten aufhält, dazu umfunktioniert.
Seinen ersten Auftrag bekommt er von einer gutaussehenden Frau, die ihre Tochter, einen Teenager von Jack suchen läßt, da sie spurlos verschwunden ist.  Es dauert nicht lange und es finden sich Parallelen zu weiteren verschwundenen Teenagern, die dann alle tot aus einem Fluss geborgen wurden.  Die Polizei verfolgt diese Todesfälle, die Mordcharakter haben,  bewusst nicht weiter und bald schwebt selbst Jack in Lebensgefahr.
Auch in den weiteren Fällen, die Jack übernimmt geht es meistens um Mord. Ab der zweiten Folge bekommt er Unterstützung bei den Ermittlungen von dem  jungen engagierten Cody und Kate ist seine gute Quelle zur Polizei, obwohl das von den Vorgesetzten der jungen Polizistin nicht gut geheißen wird und sie ständig angemahnt wird, sich von Jack fernzuhalten, was sie aber nicht tut und sich dafür reichlich Ärger einfängt.
Trotz seines Alkoholkonsums hat Jack Schlag bei den Frauen und auch zwischen ihm und Kate knistert es, aber wegen des großen Altersunterschieds hält er sich zurück. Bei seinen Ermittlungen gerät er häufig in schwere handgreifliche Auseinandersetzungen. Die Blessuren wie Schrammen oder blaue Flecke trägt er stilsicher zu seinem Mantel. Durch sein Insiderwissen und seine ganz spezielle Arbeitweise hat er eine eine hohe Aufklärungsrate, was der örtlichen Polizei ein Dorn im Auge ist und er sehr oft mit seinen  früheren Kollegen aneinander gerät.
Fazit: Aus dem Dunstkreis von Alkohol und Zigaretten kristallisiert sich hier ein Privatermitler heraus, den man schon nach kurzer Zeit nicht mehr missen möchte.
 
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