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Paul Finch: Angstbringer

Piper Verlag

Etwas Zeit ist bereits vergangen, denn Ende 2017 hatte Detective Mark „Heck“ Heckenburg in „Feuerläufer“ seinen letzten Einsatz und der war nichts für schwache Nerven, aber spannend bis zuletzt!
Der Titel „Angstbringer“ für diesen aktuellen Thriller von Paul Finch ist gut gewählt, umschreibt er doch genau die Sparte von Verbrechern um die es diesmal geht:
In einer groß angelegten Sonderkommission sollen Großbritanniens „most wanted“ bzw. meistgesuchte Schwerverbrecher ausfindig und dingfest gemacht werden…
Wäre Mark Heckenburg auf sich gestellt – so wie er am liebsten arbeitet – wäre dieser Einsatz für ihn kein Problem, nur dass ihn diesmal seine Vorgesetzte Gemma Piper dazu verdonnert in einem Zweier-Team zu arbeiten und dann auch noch mit einer „neuen“ Kollegin, da äußert er dann doch seine Bedenken, was ihm aber nichts nutzt und als er dann DC Gail Honeyford gegenübersteht, bekommt er „Bauchschmerzen“…
Da es sich hier um die meist gesuchten britischen Schwerbrecher handelt, sind auch die Verbrechen, die sie begangen haben kaum in Worte zu fassen und man braucht gute Nerven um diesen Thriller zu lesen. Geiselnahme, Raub, Mord und Folter sind Umschreibungen, die viel zu „seicht“ sind um die Brutalität und Abartigkeit der Taten zu beschreiben, weswegen ich mir hier Details  erspare…
Doch wer sich auf dieses Buch einlässt, der erlebt „Heck“ in Höchstform;  ist der Hinweis auch nur so klein und auf den ersten Blick unbedeutend, wenn Hecks Nervenenden anfangen zu kribbeln, dann geht er seinem Gespür nach, komme was da wolle….
Die gewohnten intensiven Verfolgungen sei es zu Fuß oder motorisiert, lassen einem als Leser wieder hautnah dabei sein, so man sich z.B.  plötzlich in einem Kugelhagel befindet, der einen in Deckung gehen lässt oder Zuschauer von „echten“ Gladiatorenkämpfen wird, die einem die Nackenhaaren hochstehen lassen….
Nur eins ist neu in diesem Band: Der Schlussakkord ist brutal und emotional, überrascht aber mit offen Fragen,  die hoffentlich in einer baldigen Fortsetzung münden, die ich auf jeden Fall wieder gerne lesen würde!
Fazit: Das lange Warten hat sich gelohnt! Wer gute Nerven hat, der erlebt „Heck“ in Höchstform und auch der spannende Thriller selbst erzielt die volle Punktzahl! Bitte weiter so!

 

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