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C. J. Tudor: Lieblingskind

Goldmann

Im Mai letzten Jahres habe ich hier das Thriller-Debüt „Der Kreidemann“ von C. J. Tudor vorgestellt. Damals hatte ich mich für die Hörbuchversion, gelesen von Devid Striesow“ entschieden und war begeistert von der Kombination aus der spannenden Buchvorlage und des sehr gut besetzten Vorlesers.
Mit „Lieblingskind“ meldet sich die Autorin zurück und diesmal habe ich die Print-Version gewählt, was sich als gute Wahl herausgestellt hat, denn schon gleich nach dem „unheimlichen“ Prolog lässt einen die Handlung nicht mehr los:
Die Geschichte ist in England angesiedelt. Die ländliche Gegend ist neben den Überresten des einstigen Sherwood Forest eher unscheinbar als idyllisch. Ein paar Bauernhöfe, alte Steinhäuser und ein nicht unbedingt einladender Pub sowie ein verwittertes Holzschild mit der Aufschrift „Willkommen in Arnhill“ sind die ersten Eindrücke, die Joe Thorne nach langer Abwesenheit von dem Ort seiner Kindheit aufnimmt.
Nun tritt er eine Stelle als Lehrer an, genau an der Schule, die er auch einst selbst besuchte. Doch nicht alle Bewohner des kleines Ortes empfangen ihn mit offenen Armen, doch das schreckt Joe nicht ab, denn er hat einen Plan und er ist aus einem bestimmten Grund zurückgekommen…
Der Ort und die Menschen des Ortes katapultieren ihn recht schnell zurück zu den Ereignissen in seiner Jugend und ins Jahr 1992:
Damals verschwand seine kleine Schwester Annie spurlos. Eine großangelegte Suchaktion konnte sie nicht finden…… und dann tauchte sie wieder auf…… doch Joe ist sich sicher, die Person, die zurückgekommen ist, ist nicht die liebenswerte Annie von einst….
Die Erzählweise und wie die Autorin diese Geschichte aufbaut hat, wo die Spannung dann an manchen Stellen sehr unheimlich und unheilverkündend ist, hat mir gut gefallen. Das Buch liest sich gut. Die Handlung an sich ist aus unterschiedlichen Handlungssträngen zusammengesetzt, die sich langsam zusammenfügen. Von der ersten bis zur letzten Seite herrscht eine unheimliche, nicht greifbare Ungewissheit vor und tatsächlich hätte ich an manchen Stellen auch gern noch etwas mehr erfahren, aber keinesfalls einen Vor-Ort-Termin an den düsteren, tief in der Erde gelegenenen Schauplätzen vereinbart, denn der Gruselfaktor ist hier auf jeden Fall gegeben.
Fazit: Neben dem Thrill- und Krimi-Elementen ist auch ein gewisser Anteil Sozial-Drama nebst Mobbing eingewoben, so dass dies Buch am Puls der Zeit ebenfalls punkten kann und ich hier meine Leseempfehlung aussprechen möchte.

 

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Inspector Banks – Mord in Yorkshire – Staffel 5

Bereits in der 4. Staffel dieser britischen Krimi-Serie gab es neben spannenden Fällen viel Aufregung im privaten Umfeld der Ermittler,  aber Staffel 5 „Inspector Banks“ setzt da noch einen drauf und die drei jeweils 90-minütigen Episoden sind sehr aufwühlend und enden mit einem Desaster….
In der Folge „Jeder Tropfen meines Blutes“ wird an einer Art Gedenk-Schrein im Wald, wo sich kürzlich ein Selbstmord ereignet hatte, die Leiche eines Mannes gefunden. Im Verlauf stellt sich raus, dass der Tote offenbar mit Drogen gehandelt hat. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung werden DNA-Spuren eines polizeibekannten Mannes gefunden.  Dieser gehört zum Umfeld des Kriminellen Steve Richards, dem es bisher immer wieder gelungen ist, sich aus den Klauen der Justiz zu winden…..
DCI Banks ist Richards schon länger ein Dorn im Auge und er versucht unbeirrt ihm eine Straftat nachzuweisen. Als Richards Tochter Kat dann vermisst gemeldet wird, sieht Banks eine Chance dichter an ihn heranzukommen…
In der nächsten Episode wird ein asiatischer Einwanderer überfallen und entführt. Als seine Frau das geforderte Lösegeld übergeben soll, gelingt es durch den spontanen Einsatz eines Teammitglieds Licht in die Entführung zu bringen…
Allerdings passiert dann zum Ende dieser Episode etwas Drastisches, was das ganze Team entsetzt und DCI Banks erschüttert…
Die letzte Folge beschäftigt sich mit der Aufarbeitung des vorherigen Falls und man sucht nach dem eigentlichen Drahtzieher des Ganzen. Für Inspector Banks steht fest, Steve Richards ist dafür verantwortlich. Doch stichhaltige Beweise zu finden ist schwer, was den DCI zu außergewöhnlichen Mitteln greifen lässt und es im Verlauf zwischen ihm und Richards zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommt. Banks wird kurzerhand suspendiert und Helen übernimmt die Führung des Teams…..
Puh, diese Staffel ist emotional aufwühlend! Die Kriminalfälle sind durchweg spannend, aber wie bereits erwähnt stehen die privaten Belange der Ermittler diesmal ebenfalls im Mittelpunkt, so dass es reichlich Bewegung in der gesamten Staffel einschließlich Neuzugang im Team sowie Helens Bewerbung für eine Stelle als DCI gibt. Außerdem  knistert es wieder heftig zwischen Annie und Alan Banks…
Fazit: Emotional aufwühlende 5. Staffel, deren drei Episoden durch einen roten Faden zu einer zusammenschmelzen, so dass daraus ein ganz besonderes Serien-Highlight geworden ist. Nicht verpassen!
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Inspector Banks – Mord in Yorkshire – Staffel 4

Alan Banks nebst seinen beiden weiblichen Ermittlerinnen Helen und Annie ist zurück mit drei neuen spannenden Fällen und einigen Turbulenzen in privaten Umfeld der drei.
Gleich Fall Nr. 1 der vierten Staffel „Inspector Banks “ hat es in sich. Eine junge Frau wird tot aufgefunden. Die Obduktion ergibt, dass man sie offenbar noch lebend verscharrt hat. Durch ein besonderes Merkmal kommt man hinter die Identität der Toten, die aus Estland stammte. Sie war auf der Suche nach ihrer vermissten Schwester, die bald auch auf der Suchliste von Banks und Co steht und führt in einen Sumpf aus Menschenhandel und Drogen….
Privat ereilt Alan Banks eine traurige Nachricht, die er erst einmal verdauen muss.
Der nächste Fall führt das Team zu einer aus dem dem Kanal gefischten weiblichen Leiche, die Schussverletzungen aufweist. Die Ermittlungen sind kompliziert, denn nicht nur der Bruder der Toten, der sie wegen ihres Lebenswandels bereits nicht nur verbal attakiert hatte, rückt in den Fokus der Ermittler, auch das Alibi des Ehemannes ist nicht ganz lupenrein und als dann ein Augenzeuge für den Mord ausfindig gemacht wird, spitzt sich der Fall zu….
Im Privatleben der beiden weiblichen Ermittler tut sich einiges und reichlich Gefühlschaos ist angesagt, behindert aber den nächsten Fall nicht, wo man im Moorgebiet die Leiche des Ausnahmestudenten Josh Tate findet. Bald kommt der Verdacht auf, dass Josh durch seine Labortätigkeit Zugang zu Chemikalien hatte, die man zum Herstellen von Ecstasy benutzt. War er in illegalen Drogenhandel verwickelt?
 Wer die drei vorherigen Staffeln dieser sehr gut gemachten britischen Kriminalserie kennt, der weiß, dass kein Fall ohne besondere Herausforderungen an das kriminalistische Denkvermögen der Ermittler auskommt, Alan Banks und sein Team müssen teils kleinste Puzzle-Teilchen zusammensetzen um hinter die verborgenen Geheimnisse der Beteiligten zu kommen. Das ist ihnen in den drei neuen Folgen wieder wunderbar gelungen.

Da diesmal viel Aufregung im privaten Umfeld der drei Spürnasen ist, bin gespannt wie es weitergeht, denn hier darf einfach noch nicht das Ende dieser ganz besonderen britischen Krimi-Serie sein, die nicht mehr aus den Reihen der wirklich sehenswerten Ermittler-Gespanne wegzudenken ist!
Fazit: Für das Ermittler-Team eine hochemotionale Staffel, für den Zuschauer eine durchweg spannende und sehenswerte Fortsetzung der Krimi-Reihe, die man nicht mehr missen möchte.

 

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