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Oddball – Retter der Pinguine

Die Geschichte, die hier im Film erzählt wird, beruht auf einer wahren Begebenheit und führt den Zuschauer nach „Down Under“ bzw. ins australische Warrnambool, wo es ein besonderes Umweltprojekt gibt:
Auf einer kleinen felsigen Insel im Meer,  in unmittelbarer Nähe des Festlands,  lebt die weltweit kleinste Pinguin-Art, die es zu schützen gilt. Einige Zeit war die Population konstant, aber dann haben Füchse einen Weg auf die Insel gefunden, was zu einer drastischen Reduktion der Pinguine führte. Viele unterschiedliche Versuche die Füchse von der Insel fernzuhalten, scheiterten und nun heißt es in kürzester Zeit eine durchgreifene Lösung zu finden um die Pinguin-Art zu erhalten und das Umwelt-Projekt vor dem Scheitern zu bewahren…..

Auf dem Festland lebt ein Hühnerfarmer namens Swampy, der kuschlig weiße Hütehunde besitzt, die seine Hühner vor Feinden schützen. Einer dieser Hunde heißt „Oddball “, was sinngemäß übersetzt „verrückt“ heißt. Und Oddball ist wirklich etwas anders als man es von einem Hütehund erwarten würde, denn er hat nur Unsinn im Kopf und er ist in der Stadt bereits mehrfach durch sein tolpatisches/ungestümes Verhalten negativ aufgefallen und eigentlich hat er „Stadtverbot“, aber es gelingt seinem Herrchen nicht immer ihn aus Stadt fernzuhalten, denn  Oddball hat seinen eigenen Kopf…
Ohne viel von der eigentlichen Filmhandlung zu verraten, hier nur eine Mini-Zusammenfassung was den Zuschauer erwartet:

Swampys Tochter ist einer der Umweltschützerinnen, die sich um die bedrohten Pinguine kümmert. Die neunjährige Olivia ist ihre Tochter und sie versteht sich sehr gut mit ihrem Opa und sie liebt den ungestümen Oddball. Durch Olivia motiviert, schaut sich eines Tages Swampy das bedrohte Reservat an und nimmt einen verletzten Pinguin mit nach Hause um ihn zu pflegen. Während eines nächtlichen Angriffs von Füchsen auf die Hühnerfarm hat dann Oddball seinen großen Auftritt, was seinen Eigentümer auf eine Idee bringt um die Pinguin-Kolonie zu retten…..

Dieser Film geht ans Herz und verzaubert. Zum einen sind die possierlichen Pinguine hier schön in Szene gesetzt und zum anderen kann man diesen Hundeaugen  sowieso nicht widerstehen…..
Hier kann man sich schon mal einen kleinen Vorgeschmack ansehen: Trailer
Fazit: Zum einen eine schöne Huldigung für eine ungewöhnliche Lösung für ein Umweltprojekt und zum anderen ein sehenswerter, richtiger Wohlfühl-Film für die ganze Familie!

 

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J.M. Peace: Die Hatz

Die gekürzte Lesung des Hörbuchs übernimmt hier Stephanie Kellner, deren angenehme Stimme den Zuhörer durch die Handlung begleitet:
Der Titel „Die Hatz“ und auf der Coverrückseite „Lauf, Sammie, lauf! lässt schon erahnen, dass hier jemand bzw. Sammie vor etwas oder jemanden weglaufen soll…
Doch von Anfang an: Sammie Willis hat mal wieder einen ihrer Streits mit ihrem Lebensgefährten, weswegen sie sich mit einer Freundin trifft um dann in einer Bar etwas zu trinken. Während der Abend voranschreitet und Sammies Freundin ausgiebig flirtet, verabschiedet sich Sammie bald und nach dem Verlassen der Bar ruft sie sich ein Taxi….
……“soll ich Dich mitnehmen? Taxis kommen hier nicht so schnell“….., ein Wagen hält neben Sammie und der Mann, der am Steuer sitzt, hatte eben noch in der Bar gearbeitet…
Ja, was soll ich sagen, tatsächlich steigt Sammie ein und ab da passiert genau das, was man schon vermuten kann, der Mann ist nicht der nette Wohltäter, der Sammie nach Hause bringt, sondern er setzt sie unter Drogen und verschleppt sie in den australischen Busch, wo er dann nebst einen großen Hund Jagd auf sie macht……..
Was der Entführer geraume Zeit nicht weiss, ist, dass Sammie von Beruf Polizistin ist und im Verlauf nur noch eines will: Ü b e r l e b e n !
Gleich wie ich erfahren habe, dass Sammie Polizistin ist, habe ich mich gefragt, wie sie so naiv sein und in diese Falle tappen konnte. Dass der Entführer dies nicht zum ersten Mal gemacht hat, erstaunt auch nicht sonderlich, was im Verlauf der Handlung deutlich wird.
Die Autorin schreibt sehr bildhaft bzw. anschaulich, so dass man sich durchaus die mörderische Jagd durch den australischen Busch gut vorstellen kann. Vom Titel ausgehend, hatte ich mir allerdings dann eine spannendere Geschichte erhofft, hier  plätschert die Handlung eher seicht dahin, als dass man knisternde Spannung erlebt, was etwas schade ist. Da der Täter von vorn herein sichtbar ist, kommt auch bei der Fahndung nach ihm wenig Tempo auf, was sich dann in der polizeilichen Vernehmung auch nicht steigert…
Fazit: Schade, eher nur durchschnittliche Krimi-Handlung, die zu vorhersehbar ist und nur wenig Spannung beinhaltet

 

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Wentworth

Diese zehnteilige australische Serie gibt Einblick in den brutalen Alltag des Frauengefängnis „Wentworth“.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Bea Smith (Danielle Cormack), die dort ihre Haftstrafte antritt. Weswegen sie dort landet erfährt der Zuschauer in Rückblenden. Ihre große Sorge gilt ihrer Teenagertochter Debby, die jetzt „allein“ draußen zurechtkommen muss.
Zeitgleich mit Bea kommt auch Jacs, eine ältere Strafgefangene wieder zu den restlichen Strafgefangenen. Dies ist eine Aktion der Anstaltsdirektorin, die durch die Präsenz  von Jacs die „Anführerin“ Franky in ihre Schranken weisen will.
Schnell muss Bea sich in der Gefängniswelt einleben und zurechtfinden, damit sie nicht zwischen die Fronten bzw. die Rivalitäten zwischen Franky und Jacs gerät. Außerdem muss sie mit den besonderen Regeln, Sitten und Gebräuchen unter den weiblichen Strafgefangenen zurechtzukommen.
Die Machtkämpfe zwischen Franky und Jacs spitzen sich dann plötzlich zu und es kommt zu Unruhen unter den Inhaftierten. Als dann Bea durch die Situation aufgeschreckt durch die Gänge läuft, findet sie die Gefängnisdirektorin blutüberströmt auf dem Boden liegen. Offensichtlich wurde sie niedergestochen. Bei dem Versuch sich um die Verletzte zu kümmern ist sie allein und das Wachpersonal findet sie dann blutverschmiert über der toten Direktorin kniend…
Kann Bea ihre Unschuld beweisen?
Das ist ein Teil der Handlung die jetzt folgt und im Verlauf übernimmt dann eine neue Frau den Posten der Anstaltsleiterin und sie hat mit einigen Unwegsamkeiten zu kämpfen, zumal Franky sich für sie interessiert…..
Ich hatte mir unter der wie auf dem Cover angepriesenen „packenden atmosphärischen Geschichte“ doch etwas anderes vorgestellt.
Der Funke sprang bei mir irgendwie nicht rüber, Beas Geschichte und Beweggründe warum sie im Gefängnis landet sind etwas irritierend, zumal sie sich um ihre Tochter sorgt. Die Wärter/innen sind freundlich und haben immer ein offenes Ohr für die Gefangenen. Diese„Nettigkeit“ passt nicht so richtig in das offenbar „berüchtigte“ Frauengefängnis. Außerdem war die Handlung zu vorhersehbar um richtige Spannung aufkommen zu lassen. Ich habe schon andere Gefängnisfilme/-serien gesehen, wo die „brutale“ Handlung spürbar und beängstigend war, hier kommt mir alles nur sehr „seicht“ vor. Aber Geschmäcker sind ja verschieden und wer Serien wie „Hinter Gittern“ mag, der findet sicherlich auch an „Wentworth“ Gefallen.
Als Bonus gibt es noch einen Blick hinter die Kulissen und Interviews mit den Darstellern
Fazit: Eher seichte zehnteilige Gefängnisserie aus Australien

 

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Länder des Monsuns – Wunderbares Asien –

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Diese fünfteilige Dokumentation gibt Einblick in die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt, die der mächtigsten Naturgewalt der Erde, dem Monsun, ausgesetzt ist. Aber auch die in dieser Gegend lebenden Menschen haben sich mit diesem Naturphänomen arrangiert, worauf im letzten Teil  eingegangen wird.
Die Reise führt vom Himalaya in Tibet bis ins Outback von Australien.
Bevor ich auf die Stationen dieser Reise eingehe, soll der Begriff Monsun erklärt werden: Im Arabischen gibt es das Wort „Mausim“, das Jahreszeit bedeutet. Unter Monsun versteht man auch einen Wind, der sich ständig hin- und herdreht und auch während der verschiedenen Jahreszeiten ständig die Richtung ändert. Aus diesem Grunde kann es zu extrem starken Regenfällen kommen, die alles überschwemmen, was zuvor in der Dürrezeit ausgetrocknet gewesen ist. Es ist ein ständiger Kampf der Naturgewalten, die verheerende Zerstörung hervorrufen kann, aber auch später dann durchaus wieder neues Leben entstehen lässt.

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Anfangs sieht man Tiere die an ehemaligen Gewässern auf das lang ersehnte Nass warten, sich irgendwo bei 38° C im Schatten verkriechen wie  z.B. die roten Flughunde. Sie sind nicht durch durch die Hitze und Dürre bedroht, nein hungrige Krokodile kommen zum Vorschein und denen ist jeder Leckerbissen recht.
Dann bahnt sich endlich ein Gewitter an und am Boden beginnt es in Rot zu wimmeln, unzählige rote Krabben begeben sich auf Wanderschaft!
Die Reise führt nach Kambotscha in die größte und bekannteste Tempelanlage Ankor Wat.

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Unterwasseraufnahmen zeigen Riesenrochen, die majestätisch durch das Wasser gleiten.
Ein wunderschöner Pfau kündigt durch seinen Ruf den nahenden Monsun an.
Auf der zweiten DVD geht es weiter zum pazifischen Feuergürtel, wo Vulkanausbrüche und heiße Quellen die Gegend prägen.
In Borneo kommen riesige rote Blutegel vor die Kamera, bunte Raupen kriechen durchs Bild. Um nicht von den Raupen gefressen zu werden, haben einige Pflanzen Abwehrstoffe entwickelt, die der Raupe dann auf den Magen schlagen und sie so die Pflanzen verschmähen.
Orchideen, Kannenpflanzen, farbenprächtige Schmetterlinge, Nasenaffen, Spitzhörnchen und Winkerfrösche sind nur noch einige Tier- und Pflanzenarten die man hier bestaunen kann, denn alle haben sich den Wetterbedingen angepaßt und besonders die Farbenvielfalt ist beeindruckend.

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Mir hat die fünfteilige Reise in die Wunderwelt Asiens sehr gut gefallen, denn sie ist neben den faszinierenden optischen Eindrücken auch sehr lehrreich. Die Naturgewalt Monsun mit seinen guten und schlechten Seiten wird hier in ausdrucksstarken Bildern gezeigt. Neben der Farbenpracht ist der Einfallreichtum der Tier- und Pflanzenwelt beeindruckend, die Symbiosen gebildet hat um den extremen Wetterbedingungen zu strotzen. Ohne Kofferpacken, kann man hier in ferne Länder reisen und sich an geheimnisvolle Orte entführen lassen!
Fazit: Empfehlenswerte filmische Reise, die einen faszinierenden Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt der „Länder des Monsuns“ gibt.
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Australien – Kontinent der Gegensätze und Extreme

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Da ich aus verschiedenen Gründen sicherlich nie nach Down under kommen werde, war ich überrascht,  welch  ein interessanter und landschaftlich abwechslungsreicher Kontinent Australien doch ist, denn diese Natur-Doku über den fünften Erdteil ist wirklich beeindruckend und man kommt teilweise aus dem Staunen nicht heraus, was dort alles kreucht und fleucht….
Im beiliegenden Booklet erfährt man, dass die Dreharbeiten zu der fünfteiligen Reihe drei Jahre gedauert haben. Das die Tierfilmer sehr viele Strapazen auf sich genommen haben um diese eindrucksvollen Aufnahmen entstehen zu lassen, kann man dann in einem Teil der Doku selber sehen. Ich kann mich eigentlich nur bei dem Team bedanken, dass sie soviel Herzblut investiert haben um Lebewesen vor die Kamera zu bekommen, von denen ich teils noch nie etwas gehört bzw.  gesehen habe.
Die Kameratechnik ist ja mittlerweile so ausgefeilt, dass man beim Zuschauen das Gefühl hat, gleich springt oder fliegt das Tier vom Bildschirm ins Wohnzimmer…
Spektakulär fand ich die Innenaufnahmen direkt aus einen Kängurubeutel nebst Baby oder aus dem Bau eines Wombats, wo ebenfalls Mama und Kind direkt in die Kamera schauten…..
Im ersten Teil wird ein Naturphänomen gezeigt: Erst  fliegt ein kleiner grüner Wellensittich durch das Bild und kurze Zeit später schwirrt ein riesiger Schwarm mit unzähligen Vögeln hin und her.  Man erfährt, dass es in der freien Wildbahn nur grüne Sittiche gibt, alle anderen Farben, wie man sie in den heimischen Vogelkäfigen sieht, sind nur bei den gezüchteten Tieren zu finden.

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Riesenkängurus und viele andere Känguruarten, die sich durch Größe, Fellfarbe und Lebensraum unterscheiden sind neben anderen Beuteltierarten in Australien beheimatet. Man begegnet giftigen Schlangen, Krokodilen und unzähligen anderen Lebewesen, die in den unterschiedlichen Klimazonen (Wüste, Mangroven- u. Regenwald, Gebirge und Küstenregion) des Kontinents leben  bzw. nur in diesem Teil der Welt zu finden sind, was sehr beeindruckend ist und damit auch den Titel der Reihe  „Australien – Kontinent der Gegensätze und Extreme“ gut erklärt.
Natürlich wird auch dem berühmten Great Barrier Reef ein Besuch abgestattet und man taucht ein in eine atemberaubende Unterwasserwelt , die mit ihren farbenfrohen Riffbewohnern einmalig ist.
Faszinierende Einblicke in den Lebensraum der Tier- und Pflanzenwelt des fünften Kontinents bekommt man hier geboten. Wer sich für  dieses Thema interessiert, sollte sich diese beeindruckende Doku-Serie nicht entgehen lassen.
Fazit: Empfehlenswerte Australien-Natur-Doku, die durch viele Nahaufnahmen bzw. besondere Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt punktet und den Betrachter ins Staunen versetzt!
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Miss Fishers mysteriöse Mordfälle – Staffel 1

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Auf geht es mit Musik zu der man Charleston tanzen kann geradewegs nach Down Under. Die dreizehnteilige Serie führt den Zuschauer ins australische Melbourne der 1920ziger Jahre.
Die Titelgeberin der Serie ist die selbsternannte Privatdetektivin Phryne Fisher. Sie ist jung und sehr attraktiv und sie hat ihre ganz eigenen Ermittlungsmethoden.
Am Anfang der Serie wird gleich ihr Spürsinn geweckt, denn als sie zu einer Einladung eintrifft, wird ihr mitgeteilt, dass der Hausherr plötzlich verstorben sei. Die Polizei ist bereits vor Ort und auch Miss Fisher gelingt ein Blick auf den Tatort ganz zum Leidwesen des ermittelnden Detective Inspector Jack Robinson.
Im Verlauf stellt sich heraus, dass der Hausherr ermordet wurde und da kommen so einige Dinge über ihn zu Tage, die dann wiederum zu einem Quacksalber führen, der illegale Abtreibungen durchführt….
Einen gewissen Gruselfaktor hat die letzte Folge der Staffel, denn es werden Leichen gefunden, deren Gehirn durch die Nase entfernt wurden, wie man es im Alten Ägypten mit den Mumien gemacht hat und der Mörder hat auch ein Souvenir in Form eines kleinen Steins da gelassen, der dann in einer der Nasenöffnungen steckt…
Miss Fishers Hausmädchen Dorothy Williams hat aus religiösen Gründen Schwierigkeiten mit der neu aufkommenden Technisierung.  Wenn z.B. das Telefon klingelt, kann es sein, dass sie daneben steht und nicht in der Lage ist den Hörer abzunehmen, doch wenn man für Miss Fisher arbeitet, muss man diese Hürde nehmen…

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Phyrne Fisher ist schlagfertig und wenn sie einen Raum betritt, wird man auf sie unweigerlich aufmerksam, denn ihr schwarzer Bob und ihre luxuriöse Kleidung sind ihr Markenzeichen und lassen so manchen Mann wehmütige Blicke senden. DI Robinson ist zwar verheiratet, aber es knistert bald zwischen ihm und Miss Fisher…..
Wer gerne dem belgischen Hercule Poirot oder der englischen Miss Marple beim Ermitteln zugesehen hat, dem gefallen sicherlich auch „Miss Fishers mysteriöse Mordfälle “. Die schauspielerische Besetzung ist gelungen und die Hauptdarstellerin hinterläßt einen nachhaltigen Eindruck und verpasst der Figur eine Ausstrahlung, das es nicht nur wegen der Spannung knistert!
Im beiliegenden Booklet werden alle Figuren vorgestellt und im reichhaltigen Bonusmaterial gibt es Interviews mit Cast und Crew, einen Blick hinter die Kulissen u.v.m.
Fazit: Miss Fisher hinterlässt einen bleibenden Eindruck und spannende Kriminalfälle gibt es noch dazu! Bitte mehr davon!
 

 

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National Geographic: Remote Hotels

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Der Untertitel lautet „Die schönsten Orte, um wirklich abzuschalten“
Die Autorin ist Debbie Pappyn, eine Belgierin, die Tourismus und Journalismus studiert hat. Mit dem Fotografen David De Vleeschauwer hat sie die 22 außergewöhnlichen Orte und Hotels bereist und die beiden haben in einem Vorwort ihre Erfahrungen und Erinnerungen daran niedergeschrieben.
Wenn man den englischen Ausdruck für „remote“ hier anwenden will, dann geht es um Abgeschiedenheit oder auch Abgelegenheit der Orte und Hotels, damit man dem lauten und stressigen Leben, was um einen herum stattfindet, entfliehen kann und sich in Ruhe auf die Schönheit der Natur und vielleicht auch auf sich selbst konzentrieren kann um aufzutanken und nach einer Auszeit wieder voll durchzustarten.
Dies Buch entführt an abgelegene Orte überall auf der Welt,  in Hotels für den kleinen und für den extrem gefüllten Geldbeutel. Das Buch beginnt in Island mit dem Hotel Budir, das nur wenige Meter vom Atlantik entfernt neben einem Lavafeld liegt. Durch meine Vorliebe für isländische Krimis habe ich zwar schon von der Halbinsel Snaefellsness im Westen Island gehört, aber nun durch die eindrucksvollen Bilder, die hier die Umgebung des Hotels einfangen, kann ich mir die Einsamkeit und Abgeschiedenheit der Gegend noch viel besser vorstellen.
Danach geht es weiter nach Norwegen, in die Schweizer Berge, Italien, Griechenland und Estland bis ich auf Seite 107 im Resort Amangiri anhalte. Es befindet sich im amerikanischen Utah und ist laut Beschreibung in der Wüstenlandschaft nicht leicht zu entdecken. Über die Architektur der Anlage möchte ich hier keine Aussage machen, das ist sicherlich Geschmacksache, aber was man hier landschaftlich geboten bekommt, ist echt beeindruckend. Das man hier nicht mal gleich zum Shoppen irgendwo hingehen kann, erkennt man auf den Fotos ein paar Seiten weiter, hier gibt es nur Felsen und Landschaft….
Die weiteren Hotels liegen in Alaska, Neufundland, Chile, der Mongolei, Buthan, China, Neuseeland, Australien, Marokko, Botswana, Namibia und Vanuatu. Bei dem Letztgenannten musste ich erst einmal im Atlas nachschauen, wohin mich die Reise führt. Es ist eine kleine Insel und ehemalige Kokosplantage mitten im Pazifik. Die Zeit scheint hier stehengeblieben zu sein und laut der Autorin soll es an das Paradies auf Erden erinnern. Als mir der Name der entlegenen Insel dann aber in den Nachrichten begegnete, wo es um Zerstörung durch Naturgewalten ging, sind dies im Buch vielleicht die letzten Bilder, die erzählen wie es dort mal ausgesehen hat, was man natürlich nicht hoffen will…..
Egal ob man sich den Luxus von Ruhe und Abgeschiedenheit in einem der aufgelisteten Unterkünfte gönnen möchte oder das Buch über die „Remote Hotels“ nur als inspirierenden Bildband zum Träumen nimmt, es ist sehr gut gelungen und informativ und wie bereits erwähnt, bekommt man Fernweh und möchte gleich die Koffer packen….
Fazit: Inspirierender, gelungener Bildband, der zum Reisen oder auch nur zum Träumen anregt
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