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Gisa Pauly: Vogelkoje

Es gibt einen guten Grund für Mamma Carlotta mal wieder einen Besuch auf Sylt zu machen, wo die Familie ihrer verstorbenen Tochter lebt. Ihre Enkelin Carolin wird 18 Jahre alt, das ist doch ein Grund zum Feiern.
Doch wer die Geschichten um Mamma Carlotta kennt, der weiß genau, dass meistens Turbulenzen entstehen, wenn sie mit ihrem Temperament über die Insel „peest“ und dabei so einiges aufschnappt, was eigentlich im Verborgenen bleiben soll und sie  dann auch noch ganz nebenbei für ihre Lieben  italienische Leckereien auf den Tisch zaubert….
Im Hause ihres Schwiegersohns Erik Wolf, der auf der Insel ja als Kriminalhauptkommissar arbeitet, wird in einigen Räumen renoviert, was Eriks neue Freundin Swea vorangetrieben hat, nur in der Küche, wo Mamma Carlotta sofort wieder mit Begeisterung den Kochlöffel schwingt, ist alles beim Alten geblieben.
Ronnie, ein junger Mann, der unter Swea Fittichen steht, ist für die Malerarbeiten engagiert worden, was besonders gut bei Caroline ankommt…
Doch dieser junge Mann rückt schnell in den Focus von Mamma Carlotta,  denn sie entdeckt ihn bei einem ihrer Besuche in ihrer Lieblingskneipe „Käptan’s Kajüte“ und dort scheint er in undurchsichtige Machenschaften verwickelt zu sein….
Diesmal stehen die Aufregungen und Ereignisse rund um die Familie Wolf doch ziemlich im Mittelpunkt, obwohl Kommissar Wolf und sein Kollege Sören doch beruflich sehr eingespannt sind, denn auf Sylt finden gehäuft illegale Autorennen statt. Bei ihren Recherchen in dieser Sache werden die beiden dann Augenzeugen eines makaberen Zwischenfalls, denn während eines dieser Rennen verunglückt ein bestückter Leichenwagen, dessen Inhalt dann auf der Straße landet…..
Wie gewohnt liest sich das Buch flüssig und ist mit viel Humor angereichert. Im Verlauf treten sehr viele Personen auf und da werden auch mal falsche Angaben zur Identität gemacht,  was dann zu einigen Verwirrungen führt, so dass man schon genau aufpassen muss, wer hier alles im Geschehen auftaucht.  Nichtsdestotrotz ist auch „Vogelkoje“ (übrigens ein Naturschutzgebiet, wo man in der Handlung eine Leiche entdeckt) wieder heiter-spannender Lesestoff, der sich gut als Ferienlektüre eignet.
Übrigens hat Mamma Carlotta erneut einige ihrer Rezepte verraten, die am Ende des Buches abgedruckt sind und zum Nachkochen anregen.
Fazit: Durch falsche Identitätsangaben wird es im Mittelteil etwas wuselig, so dass man aufpassen muss, dass man sich nicht den Überblick verliert. Nichtsdestotrotz unterhält Mamma Carlotta wieder durch ihr Temperament und ihre Spürnase, so dass man hier von einem heiteren humorvollen, aber auch spannenden Buch sprechen kann!

 

Gisa Pauly: Vogelkoje – Hörbuch

Wer nicht so gerne selber liest, dem kann ich nur das Hörbuch des Sylt-Krimis empfehlen, dass bei audio media erschienen ist.
Schon das Cover ist wieder ansprechend gestaltet und man kann erahnen, wohin es handlungsmäßig (I love Sylt) geht und das hohe Geschwindigkeit (Autorennen) sicherlich einen Part übernimmt.
Erneut hat mit ihrer markanten Stimme Christiane Blumhoff den Part der Vorleserin übernommen. Besonders gut und mit Wiedererkennungsfaktor verkörpert sie die Figur der Mamma Carlotta, deren italienischer Akzent hier besonders gut zur Geltung kommt. Aber auch andere Mundart kommt ihr sehr gut über die Lippen, was man dann bei einigen anderen Personen in der Handlung heraushören kann.
Obwohl die ungekürzte Lesung 16 Stunden dauert, war es nie langweilig und durch die gekonnte Vortragsart von Frau Blumhoff, waren die im Buch erscheinenden Figuren gut zu unterscheiden und besonders, die Situationen in denen es zu „ungewolltem Körperkontakt“ auf Seiten Mamma Carlottas kommt, hatte man direkt vor Augen, so dass man auch mal herzhaft lachen kann…
Fazit: Durch Christiane Blumhoffs Stimme wird Mamma Carlotta lebendig, so dass man hier von einem heiter-vergnüglichen, aber auch spannenden Hörerlebnis sprechen kann! Davon kann man durchaus noch mehr vertragen!
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Børning – The Fast & The Funniest

Angelockt  wurde ich u.a. vom Cover-Text: „Die erste Actionkomödie über illegale Straßenrennen aus dem hohen Norden – ganz nach Art von „Auf dem Highway ist die Hölle los“ und „Ein ausgekochtes Schlitzohr“ mit einem Hauch „The Fast and the Furious“ und „Taxi“. Technisch sehr hochwertig produziert vereint der Film packende Rennszenen, extreme Stunts und eine ordentliche Ladung Humor mit einer emotionalen Vater-Tochter-Beziehung“
Von „The Fast and the Furious“ gibt es ja bereits einige Filme, die ich nicht alle gesehen habe, aber die beiden anderen erwähnten Filme mit Burt Reynold in der Hauptrolle sind mir noch gut bekannt und da gab es auch reichlich zu lachen, was mir bei „Børning The Fast & The Funniest“ aber nicht so oft gelungen ist. Zwar ging es thematisch auch um (illegale) Autorennen und das „Schrauben“ an allen möglichen Fabrikaten, aber so richtig rübergesprungen ist der Funke bei diesem Film nicht.
Hatte ich noch darauf gehofft, dass man als Zuschauer landschaftlich etwas geboten bekommt, denn das gewagte Rennen führt ans Nordkap, doch so richtig viel zu sehen gab es da nicht bzw. war eher nur kurz eingestreut.
Die eine oder andere Stunt-Szene hat mir hier gefallen, aber die gibt es in anderen Filmen auch….
Auch die Vater-Tochter-Beziehung wurde hier nicht neu definiert, sondern war – wie so oft  – anfänglich problematisch, dann lernt man sich besser kennen und am Ende glätten sich dann auch die Wogen….
Also auf der  2200 km langen und mit  26 Fahrern ausgestatteten Ralley hat sich für mich nicht so Spektakuläres ereignet, dass ich diesen Film unbedingt noch einmal sehen muss. Aber vielleicht ist dies auch eher ein Spielfilm für Insider bzw. Fans von Autorennen, da kann ich natürlich nicht mitreden und es gilt wieder die Devise: Selbst Anschauen und sich eine Meinung bilden…
Fazit: Schade, mich konnte dieser Rennfilm nicht sonderlich begeistern, ich hatte mir hier mehr versprochen

 

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