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Harlan Coben: Honeymoon

Goldmann Verlag

Harlan Coben ist einer meiner Lieblingsautoren und ich habe auch schon mehrfach hier Thriller aus seiner Feder vorgestellt, wie zuletzt „Suche mich nicht“ in der Hörbuch- und Printversion.
Nun ist sein Erstlingswerk aus dem Jahr 1990 mit dem Titel „Honeymoon“ hier in Deutschland erschienen. Harlan Coben hat hier ein kurzes Statement zu diesem Buch vor der eigentlichen Handlung für seine Leser einfügt, wo der Erstlesern seiner Thriller vom Lesen dieses Buches abrät….
Nun, da ich viele seiner spannenden Bücher kenne, konnte mich dieser Hinweis nicht abschrecken und ich war auf den Inhalt gespannt:
Laura, ein wunderschönes Ex-Model und David, ein Basketballstar schweben auf Wolke Sieben und sie fliegen heimlich nach Australien um dort zu heiraten. Doch ihr Glück hält nicht lange an, denn während Laura für kurze Zeit das Hotel verlässt, geht David zum Schwimmen und verschwindet dann spurlos….
Später spricht man von einem Unfall und von gefährlichen Strömungen im Wasser, doch Laura kann und will nicht an einen Unfalltod glauben und sie stellt auf eigene Faust Nachforschungen an und was sie dabei herausfindet, ist erschreckend, einer Verschwörung gleich und betrifft die Vergangenheit ihrer gesamten Familie….
Nun, dass in den Thrillern des Autors oftmals Sportler eine Hauptrolle spielen, ist mir bekannt, hier taucht man in dieses Metier sehr ausgiebig ein, da hätte man etwas den Rotstift ansetzten können.
Die Liebesgeschichte, die hier verankert ist, erinnert mich an die schöne heile Welt von „Seifenopern“, die weiblichen Personen, die hier im Buch vorkommen, sind von strahlender Schönheit, so dass die Männer von ihrem Anblick verzaubert werden, auch hier wäre weniger mehr gewesen…
Wenn ich die aktuelle Handlung mit den später erschienenen Büchern von Harlan Coben vergleiche, kann ich nur sagen, dass er sich auf jeden Fall weiterentwickelt hat, denn diesmal ist einiges  vorhersehbar und auch wer hier das Böse verkörpert, war für mich schnell erkennbar, obwohl gute Ansätze da sind, es zu verschleiern. Aber wie viel negative Energie das „Böse“ dann tatsächlich freisetzt, war dann doch noch eine Überraschung.
Wie gesagt, es gibt die eine oder andere Länge, manches hätte mehr versteckt werden können, aber trotz allem habe ich dieses Buch gern gelesen. Spannung ist vorhanden und bedenkt man, dass es sich um das Erstlingswerk eines im Verlauf sehr erfolgreichen Thriller-Autors handelt, kann man nur sagen, er hat sich weiterentwickelt und solche „Patzer“ passieren ihm nun nicht mehr.
Fazit: Lesenswerte, erste Gehversuche eines mittlerweile sehr erfolgreichen Thriller-Autors

 

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Harlan Coben: Das Spiel seines Lebens

Myron Bolitar ermittelt
Gleich als ich die ersten Seiten von „Das Spiel seines Lebens“ gelesen hatte, bestätigte sich mein Verdacht, dass mir der New Yorker Sportagent Myron Bolitar bereits in einem anderen spannenden Buch von Harlan Coben, nämlich „Sein letzter Wille“ begegnet ist und sich dort ebenfalls neben seinem beruflichen Wirken auch mit der Suche nach vermissten Personen beschäftigt hat.
Nach einigem Recherchieren habe ich denn entdeckt, dass dieses Buch hier bereits 1995 in Amerika erschienen ist und nun hier in Deutschland veröffentlicht wurde. Es ist der erste Band einer Buchreihe, in der Myron Bolitar, der durch eine schwere Knieverletzung seine Profi-Karriere als Basketballspieler aufgeben musste und nun mit der Unterstützung seines Freundes und Geschäftspartners Windsor Horne Lockwood III – kurz Win genannt – spannende Fälle bearbeitet und „hauptberuflich“ als Sportagent tätig ist.  Myron und Win haben gemeinsam einige Zeit für das FBI gearbeitet, was sich jetzt besonders in Sachen „Spürsinn“ und Ermittlung bezahlt macht. Die dritte im Bunde ist ihre Sekretärin Esperanza Diaz, die sich als ehemalige Wrestlerin einen Namen gemacht hat. Was für ein Trio!
Christian Steele ist ein aufstrebender Footballspieler, in dessen Vertragsverhandlungen Myron gerade steckt, als der ihn um Hilfe bittet. Vor einiger Zeit ist seine Freundin Kathy Culver spurlos verschwunden. Die Polizei verdächtigt Christian etwas mit ihrem Verschwinden zu tun zu haben…
Jessica, Kathy Schwester, ist Myron bestens bekannt, waren sie doch mal ein Paar, doch das ist Vergangenheit. Plötzlich taucht sie bei Myron auf und bittet ihn, sich das Verschwinden ihrer Schwester noch einmal genauer anzuschauen. Myron lässt sich nicht lange bitten, ist es doch auch in seinem Sinne, dass sein Mandant auf freien Fuß bleibt….
Was für umfangreiche Recherchen, die auch „Körpereinsatz“ beinhalten, hier notwendig sind um das spurlose Verschwinden von Kathy Culver aufzuklären, sollte man sich lesetechnisch nicht entgehen lassen. Harlan Coben ist ein meisterhafter Erzähler, der den Leser sofort ins Geschehen eintauchen lässt und immer wieder durch geschickte Wendungen in der Handlung die Lösung des Rätsels erst zum Schluss offenbart. Aber nicht nur fesselnde Spannung zeichnet dieses Buch aus, sondern auch eine gute Portion Humor, die dann so manche angespannte Szene auflockert, was mir gut gefallen hat.
Alles was ich bisher von Harlan Coben gelesen habe, konnte mich begeistern und auch diesmal habe ich mich immer wieder mal „losreizen“ müssen, um auch mal etwas anderes zu tun, als Seite um Seite dieses Buches zu „verschlingen“!
Fazit: Von Anfang an fesselt einen die spannungsgeladene Suche nach Kathy Culver, die auch noch mit einer guten Portion Humor angereichert ist, so dass die Seiten nur so dahinfliegen und man alles um sich herum vergisst! Unbedingt lesen!

Auch lesenswert vom Autor: „Ich schweige für Dich„, „In seinen Händen„, „Das Grab im Wald„,“Kein Sterbenswort„, „Ich vermisse Dich„, „Ich finde Dich

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