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Jäger- Tödliche Gier – Staffel 1

Edel Motion VÖ 26.04.19

Was habe ich mich gefreut, als ich las, dass Rolf Lassgård die Hauptrolle des ehemaligen Polizisten Erik Bäckström in der schwedischen Kriminal-Serie „Jäger-Tödliche Gier-Staffel 1“ übernommen hat.
Wer wie ich Krimis aus dem hohen Norden liebt, dem kommt die „Figur“ Erik Bäckström vielleicht bekannt vor. Und tatsächlich gibt es bereits zwei spannende Spielfilme, nämlich Die Spur der Jäger“ und „Die Nacht der Jäger“, die sich um den ehemaligen Kriminalkommissar aus Stockholm drehen und wo ebenfalls Rolf Lassgård die Rolle übernommen hatte.
Kurzer Einblick in die sechsteilige Serie: Erik Bäckström kehrt in seinem etwas abgelegenen kleinen schwedischen Heimatort zurück um eher etwas unfreiwillig seinen Ruhestand dort zu verbringen. Sein Neffe Peter, der gerade als Polizei-Anwärter vor Ort angefangen hat, hält große Stücke auf seinen Onkel, den er für einen hervorragenden und besonders gradlinigen Ermittler hält.

Während Erik an seinem Häuschen werkelt, wo es einiges zu Reparieren gibt, brodelt es im Ort, denn Umweltschützer gehen vehement gegen Markus Lindmark, den Betreiber eines Bergbau-Unternehmens, vor. Dieser plant mit seinem Bruder Karl in den Ort zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen indem er das neu entdeckte Goldvorkommen aus dem Berg fördern will.. Doch offenbar ist nicht alles Gold was glänzt und auch im Unternehmen sind nicht alle Mitarbeiter für die Förderung des Goldes…

Doch Markus Lindmark muss handeln, denn die Kosten laufen ihm davon und ein großer Investor aus Südafrika hat seinen Besuch angemeldet um sich vor Ort ein Bild zu machen…

 

 

Dann wird es lebensgefährlich für Markus Lindmark, denn es wird mit Stahlkugeln auf seinen Wagen geschossen, was dann Erik auf den Plan ruft, der dann als Sicherheitschef von Lindmark engagiert wird.
Erik hinterfragt aber viele Dinge und stößt auch ab und an mit seiner direkten Art auf Widerstand und er gerät zunehmend mit seinem Gewissen in Konflikt, denn sein Arbeitgeber scheint tatsächlich irgendetwas zu verbergen. Während Lindberg auf einer Versammlung die Bewohner des Ortes über sein Vorhaben informiert, kommt es auf dem Gelände der Grube zu einer folgenschweren Explosion, die Erik nur ganz knapp überlebt…

Auch sein Neffe Peter gerät in Gewissenkonflikte, denn zum einen steht sein Job auf dem Spiel wenn er auf seinen Onkel Erik hört und ihn mit Insiderwissen „füttert“ und andererseits ist er sich nicht sicher, ob sein Onkel mit seinen Vermutungen bezüglich der kriminellen Machenschaften des Bergbauunternehmens richtig liegt….
Mehr darf man eigentlich gar nicht im Voraus erzählen, denn die sechs Folgen sind spannend und für die Figur des Erik Bäckström ist Rolf Lassgård einfach die Idealbesetzung!
Ich hätte für diese spannende Krimi-Serie die volle Punktzahl vergeben, wenn nicht die Rolle eines der örtlichen Ermittler dermaßen krass/widersinnig und mit teils kaum nachvollziehbaren Handlungen auf das Geschehen Einfluss nimmt, dass man sich fragt was die Filmemacher damit bewirken wollten, ich fand es jedenfalls fehl am Platz und echt schade für so eine sonst gelungene Serie. Da es sich ja um Staffel 1 handelt, kann man nur hoffen, dass dieser „wunde Punkt“ ausgebügelt wird.
Fazit: Vier von fünf Punkten, da eine „Figur“ in der Handlung diesen Punkt schluckt, ansonsten darstellerisch toll besetzte Spannung aus dem hohen Norden!

 

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Angela Marsons: Silent Scream

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Die Autorin ist in Black Country, einer von Bergbau und Industrie geprägten Region Englands geboren,  aufgewachsen und sie lebt heute noch dort. Sie schreibt seit ihrer Jugend und veröffentlichte bereits erfolgreich mehrere Kurzgeschichten. „Silent Scream“ ist ihr Krimi-Debüt, das ebenfalls in dieser Gegend spielt.
Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack auf den Inhalt:
Detective Kim Stone ist die leitende Ermittlerin in dieser Geschichte. Durch eine schwierige Kindheit ist sie geprägt und zwischenmenschliches Geplänkel ist nicht so ihr Ding und deshalb eckt sie schon mal mit ihrem Verhalten etwas an, worunter ihre Arbeit aber nie leidet, denn wenn sie einmal „Witterung“ aufgenommen hat, dann ist sie leidenschaftlich dabei und setzt sich auch schon mal über Dienstanweisungen hinweg um den Täter dingfest zu machen. Die Dämen ihrer Kindheit sind immer noch gegenwärtig, aber sie kämpft gegen sie an. Der aktuelle Fall geht ihr dann auch ganz speziell an die Nieren….
Der Prolog beginnt im Jahr 2004 als sich fünf Personen immer abwechseln beim Graben, niemand spricht ein Wort, denn sie haben einen Packt geschlossen, dass ihr Geheimnis für immer begraben bleibt.
In der Jetztzeit werden auf einem Brachgelände, das in der Nähe eines ehemaligen Kinderheims liegt, menschliche Überreste gefunden. Eigentlich sollte hier nach einem archäologischen Schatz gesucht werden, doch dieses Vorhaben wird erst einmal ganz nach hinten geschoben…
Im Vorfeld der Grabungen wird eine ehemalige Mitarbeiterin des Kinderheims ermordet aufgefunden. Sie hatte Interesse an der Schatzsuche gezeigt. Wusste sie was dort vergraben war? Als dann noch weitere Tote im Zusammenhang mit dem Kinderheim zu beklagen sind, ist Kim Stone nicht mehr zu halten und sie setzt alles daran die Zusammenhänge zu verstehen und den Mörder ausfindig zu machen, komme was da wolle ….
Doch so einfach ist der nicht zu fassen –  bis Kim einen Alleingang wagt…..
Den Anfang des Buches fand ich etwas schleppend, doch das ändert sich dann im Verlauf und die Autorin weiß den Leser zu fesseln und legt geschickt falsche Fährten aus. Der Täter bleibt lange Zeit im Dunkeln und tritt erst ganz am Schluss in Erscheinung. Die etwas raue Schale der Ermittlerin ist gut nachvollziehbar beschrieben und punktet am Ende mit einer ganz großen menschlichen Geste.
Ich kann mir durchaus weitere Fälle mit Kim Stone vorstellen und ich würde gern bald wieder über sie etwas lesen!
Fazit: Krimi-Debüt gelungen, so spannend kann es weitergehen!
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