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Freda Wolff: Töte ihn, dann darf sie leben

aufbau-verlag

Vor ein paar Jahren habe ich das erste Buch „Schwesterlein muss sterben “ aus der Krimi-Reihe um die Psychologin Merete und Jan-Ole, dem Ermittler einer Spezialeinheit der norwegischen Polizei in der Hörbuchfassung“ gelesen von Dietmar Bär, genossen. Dieser spannende Thriller war mir in Erinnerung geblieben.
Nun habe ich die „Fortsetzung“ mit dem Titel „Töte ihn, dann darf sie leben“ selbst gelesen und habe mich gleich wieder gut ins damalige Geschehen mit der Entführung von Meretes Tochter Julia und deren Freundin Marie durch den psychisch auffälligen Aksel Karlsen, einem ehemaligen Patienten von Merete, hineinversetzten können. Das erste Buch endete mit der Festnahme von Aksel, der danach in die forensische Psychiatrie eingewiesen wurde….
Nach den damaligen Ereignissen ist einige Zeit vergangen und Julia und Marie versuchen mit Hilfe von Therapeuten die Entführung zu verarbeiten, weswegen sie jetzt den Versuch starten, allein in den Urlaub zu fahren. Auch Merete und Jan-Ole, die sich privat wieder etwas angenähert haben, wollen einen Urlaub in einer abgelegenen Berghütte verbringen um die damaligen Ereignisse besser zu verarbeiten…
Die ausgemachte „Funkstille“ zwischen den beiden jungen Frauen und ihren Familien wird dann jäh unterbrochen, denn Jan-Ole wird brutal niedergeschlagen und Merete findet ihn bewusstlos auf. Während sie im Krankenhaus darauf wartet, dass er wieder aufwacht und erzählen kann, was passiert ist, bekommt Merete einen besorgniserregenden Anruf: Aksel Karlsen ist die Flucht aus der Psychiatrie gelungen…..
Ein Anfangsverdacht keimt in Merete auf und bald vermutet sie, dass Aksel irgendwie ihren Aufenthaltsort herausbekommen hat und sie macht ihn verantwortlich für den Anschlag auf Jan-Ole. Tatsächlich entwickelt sich die Geschichte in diese Richtung und Merete erhält eine Nachricht von „unbekannt“ nebst Foto von Julia, worin steht: „Töte ihn, dann darf sie leben“…..
Wie es weitergeht, werde ich nicht verraten. Ich habe in Null-Komma-Nichts dieses spannende Buch gelesen. Die Lösung des ganzen Geschehens habe zwar ich irgendwie geahnt, aber nichtsdestotrotz hat mich dieses  gut lesbare/abgefasste Buch gut unterhalten.  Besonders durch die Twists in der Handlung und die unterschiedlichen Erzählstränge/Sichtweisen habe ich immer wieder meinen Verdacht überdenken müssen, was mir gut gefallen hat!
Fazit: Page-Turner, der gut und spannend unterhält und eine  lesenswerte fesselnde Fortsetzung des Vorgängerbuches ist!

 

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Bernd Mannhardt: Spielverderber

200

– Sechs böse Stücke –
Vier Dialoge und zwei Monologe zu unterschiedlichen Themen sind hier niedergeschrieben. Die Stücke wurden in den 90ziger Jahren als Hörspiele im Radio gesendet bzw. auf Theaterbühnen aufgeführt und zum Nachlesen nochmals in Buchform herausgebracht.
Die Texte haben es in sich und überall lauert böse der Humor, der erst das i-Tüpfelchen auf jedes Stück setzt und sich auch die Frage stellt: Wer ist denn nun der „Spielverderber„?
So begegnet man einem Notdienst habenden Apotheker, der zu später Stunde ein sehr nervenaufreibendes Telefongespräch führen muss und am Schluss schon fast selbst eine Pille für seine Nerven braucht….
Werksspionage steht im Raum und ein Mitarbeiter einer großen Firma wird zu einem Gespräch bei seinem Chef eingeladen, doch das läuft trotz psychologischer Unterstützung völlig aus dem Ruder …
Auf einer Berghütte kommt es zu einem Gespräch zwischen einem vor einem aufziehenden Gewitter ankommenden Wanderer und einem, der wohl schon geraume Zeit dort sitzt und wartet, doch die, auf die er wartet, die kommen einfach nicht und so öffnet er am Ende des Gespräches die Hüttentür und hat nur noch ein Ziel: Die Polizeiwache!
In einem Stück spielt gewissermaßen eine schöne Krawatte eine „tragende“ Rolle und am Ende quillt sehr Schwarz der Humor hervor und er verteilt sich im ganzen Buch und wirkt nach dem Lesen noch nach! 
Da die Texte schon im Radio und auf der Theaterbühne Anklang fanden, könnte ich mir sie auch gut im Fernsehen als Sketch vorstellen.
Fazit: Einfach klasse! Keiner ahnt wie böse die kleinen Geschichten doch meist enden!!
Wer schwarzen Humor liebt, der sollte auch ein Auge auf diese Bücher werfen:

Servus, Krimi!

Mordskohl

 

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