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Luca D’Andrea: Der Wanderer

Penguin Verlag

Durch die beiden zuvor gelesen spannenden Thriller „Der Tod, so kalt“ und „Das Böse, es bleibt“ von Luca D’Andrea war ich auf sein neuestes Werk „Der Wanderer“ neugierig:
Die anfänglich dargestellte Idylle von einem erfolgreichen Schriftsteller, der Antonio (Tony) Carcano heißt und der mit einem riesigen „Fellberg“, nämlich seinem Bernhardiner Freddy durch die Bergwelt der südtiroler Alpen wandert, wird jäh unterbrochen, denn eine junge Frau auf einem Motorrad verstellt ihnen den Weg. Sie blickt Tony aus zornigen Augen an und hält ihm ein Foto hin, welches ihr jemand in den Briefkasten geworfen hatte. Sie fordert von ihm eine Erklärung, denn auf dem Bild sieht am die Leiche ihrer Mutter Erika, die man vor 20 Jahren tot am Ufer eines Bergsees fand. Bis vor kurzem glaubte die junge Sibylle noch den Erzählungen der Erwachsenen und die sprachen davon, dass die „narrische Erika“ damals Selbstmord begangen hatte. Das neu aufgetauchte Foto lässt Zweifel daran aufkommen…..
Im Verlauf hinterfragt Sibylle den Tod ihrer Mutter und mit Tonys Hilfe, der einst als kleiner Journalist über den Tod ihrer Mutter für das Lokalblatt berichtete, stößt sie auf Ungereimtheiten, die dann zu einem Strudel von Ereignissen führen, die immer undurchsichtiger werden und Lebensgefahr besteht….
Die Rahmenhandlung ist spannend, undurchsichtig und stellenweise etwas unheimlich. Allerdings hatte ich so meine Schwierigkeiten mit den recht vielen Mitwirkenden und deren „Verbandelungen“. Auch wer sich hinter dem titelgebenden „Wanderer“ verbirgt, war keine so große Überraschung, schwierig war eher das Verstehen und Nachvollziehen auf was das „Böse“ beruht. Zwar erklärt sich einiges zum Schluss des Buches, aber die Beweggründe weswegen alles passierte, damit hatte ich so meine Schwierigkeiten.
Dieses Buch reicht aus meiner Sicht nicht an die beiden Vorgänger heran, was schade ist, war der Anfang doch vielversprechend und suggerierte Spannung. Wie oben erwähnt verliert sich dies im Verlauf, so dass ich insgesamt drei von fünf möglichen Punkten vergebe.
Fazit: Schade, reicht inhaltlich und spannungsmäßig nicht an die zwei „Vorgänger“ heran!

 

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Top of the lake

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Diese sechsteilige Mini-Serie führt den Zuschauer in eine traumhafte Kulisse und zwar an einen großen glasklaren eiskalten See in Neuseeland, der von Bergen eingerahmt ist. Am Ufer des Sees hat sich eine Gruppe Frauen niedergelassen, die dort in alten Schiffscontainern wohnen. Alle scheinen vom Schicksal gebeutelt zu sein und psychisch mehr oder weniger angeschlagen. Im Mittelpunkt dieser Frauen steht G.J. eine extrem schlanke Frau, die man äußerlich an ihren langen grauen Haaren erkennt. Sie wird von allen in der Gemeinschaft um Rat gebeten und es umgibt sie eine etwas undurchsichtige Aura.  Dass die Frauen das Grundstück gekauft haben, gefällt Matt Mitcham, dem heimlichen Drogenboss der Gegend überhaupt nicht, denn er meint der eigentliche Besitzer zu sein…..

 

TOP OF THE LAKE

Matt Mitcham hat seine Söhne und andere Angehörigen alle unter seiner Kontrolle und duldet keinen Widerspruch. Zu seiner Familie gehört auch die 12-jährige Tui, die aus einer Verbindung mit einer Thailänderin stammt.  Sie wird eines Tages aus dem eiskalten Bergsee gezogen. Die Umstände sind nicht ganz klar, warum sie dorthin gegangen ist, nur eins ist ganz sicher: Sie ist im fünften Monat schwanger! Sie schweigt beharrlich darüber, wer der Vater des Kindes ist und dann verschwindet sie auf einmal spurlos….

 

TOP OF THE LAKE

Bei der Suche nach Tui bekommt die örtliche Polizei Unterstützung von Robin Griffin, einer jungen Kommissarin, die sich auf Kindesmissbrauch spezialisiert hat. Robin ist zurzeit auf Besuch bei Ihrer schwerkranken Mutter und hatte Tui kurz kennengelernt bevor sich verschwand. Irgendetwas bewegt die junge Polizistin sehr an diesem Fall und sie lässt nicht locker um die Wahrheit herauszubekommen, was mit Tui geschehen ist. Auch gegen die kriminellen Machenschaften von Tuis Vater will sie vorgehen, doch der scheint mit der örtlichen Polizei gut vernetzt zu sein, denn Beweise für seien Drogenhandel werden nicht gefunden…..

 

TOP OF THE LAKE

Durch die Traumkulisse, die Gruppe der Frauen, die auf einem Selbstfindungstripp zu sein scheinen, die undurchsichtigen kriminellen Machenschaften des Mitcham –Clans und einer Kommissarin, die sich über das normale Maß hinweg engagiert, bleibt  die Spannung dieser Mini-Serie bis zum Schluss vorhanden. Es ist eine gelungene Mischung aus Liebe, Lüge und Gewalt, die hier an die Oberfläche gespült wird und somit den Titel der Serie „Top of the Lake “ gut erklärt.
Die Handlung wird durch eine gute schauspielerische Besetzung wie z.B. Holly Hunter (G.J) noch abgerundet und als Bonus gibt es 60 Minuten Info-Material mit Intervies und einen Blick hinter die Kulissen. Außerdem erfährt der Zuschauer wie ein Film bzw. ein Drehbuch von der Idee bis zur Verfilmung entsteht.
Fazit: Spannende Handlung vor traumhafter Kulisse

 

 

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