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Angela Marsons: Lost girls

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Lost Girls“ ist der dritte Einsatz von DI Kim Stone im britischen Black Country, deren Einsätze mir zuvor in „Silent Scream“ und wie zuletzt in „Evil Games“ spannendes und fesselndes Lesevergnügen bereitet hatten.
Der Untertitel des neuen Buches „Was kostet ein Leben?“ lässt einen schon aufhorchen und nichts Gutes ahnen, was sich dann auch im Verlauf der Geschichte bewahrheitet:
DI Kim Stone kämpft immer noch mit ihrer schmerzlichen Kindheit und nur ihr Kollege Bryant ist mittlerweile so etwas wie ein Freund geworden, der mit ihr dann auch mal „Tacheles“ reden kann, wenn sie mal wieder mit dem „Zwischenmenschlichen“ zu kämpfen hat.
Es gibt einen kurzen Prolog, aber die eigentliche Handlung beginnt im März 2015, wo DI Stone ein dringender Telefonanruf ereilt, der sie ins Präsidium beordert. Dort erfährt sie von ihrem Vorgesetzten, dass zwei junge Mädchen – Charlie und Amy, die beste Freundinnen sind – entführt worden, was durch eine SMS der Entführer an die Eltern der beiden bestätigt wurde.
Da im Vorfeld bereits eine ähnliche Entführung damit endete, dass nur ein Mädchen nach Hause kam, wird eine absolute Nachrichtensperre verhängt…
Kim und ihr Team übernehmen den Fall und ihr oberstes Ziel ist, b e i d e  Mädchen nach Haus zu holen.  Die Entführer spielen ein perfides Spiel mit den Eltern, die wie ihre beiden Kinder befreundet sind. Doch diese Freundschaft wird auf eine große Zerreißprobe gestellt, denn die Entführer sind offenbar zu allem bereit, was sich dann in einer erneuten SMS widerspiegelt, denn sie fordern die Eltern zu einem Wettstreit auf: „Wie sehr lieben Sie Ihre Tochter? Die Eltern, die die höhere Geldsumme bieten, werden ihr Kind wiedersehen…!“
Angela Marsons lässt den Leser hautnah an den Ermittlungen teilhaben, so dass man bei der Spurensuche usw. selbst Schlussfolgerungen treffen kann. Aber auch die nervenaufreibende Situation der Eltern kommt hier zur Darstellung. Auch Täter- und Opfersicht finden hier Raum, so dass man als Leser fast atemlos eine Seite nach der anderen umschlägt und nur eins will – weiterlesen!
Besonders wie die Autorin die Gesamthandlung bzw. das brisante Thema Kindesentführung aufgebaut hat, finde sich gelungen. Auch die Figur der Kim Stone ist gut weiterentwickelt worden, zwar hapert es bei ihr immer noch an manchen Ecken, wenn es um Emotionen im Umgang mit anderen Menschen geht, aber ihr geschätzter Kollege Bryant findet immer einen Weg hier ausgleichend zu agieren.
Zusammengefasst kann ich nur sagen, Band Nr. 3 um DI Kim Stone ist thematisch gut aufgebaut, die Hauptakteurin hat sich menschlich weiterentwickelt und erzählt wird die Krimi-Handlung von der ersten Seite bis zur letzten Seite an fesselnd, man wird in die Handlung hineingezogen und hält oftmals den Atem an, wenn ein wichtiger Punkt erreicht ist und so fliegen die Seiten dahin, dass ich hier von einem gelungenen Page-Turner sprechen möchte und auf weitere Bücher aus dieser Reihe hoffe!
Fazit: Packender Page-Turner, der ein brisantes Thema von allen Seiten beleuchtet und man nur auf weitere Bücher aus der Reihe hoffen kann!

 

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Angela Marsons: Silent Scream

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Die Autorin ist in Black Country, einer von Bergbau und Industrie geprägten Region Englands geboren,  aufgewachsen und sie lebt heute noch dort. Sie schreibt seit ihrer Jugend und veröffentlichte bereits erfolgreich mehrere Kurzgeschichten. „Silent Scream“ ist ihr Krimi-Debüt, das ebenfalls in dieser Gegend spielt.
Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack auf den Inhalt:
Detective Kim Stone ist die leitende Ermittlerin in dieser Geschichte. Durch eine schwierige Kindheit ist sie geprägt und zwischenmenschliches Geplänkel ist nicht so ihr Ding und deshalb eckt sie schon mal mit ihrem Verhalten etwas an, worunter ihre Arbeit aber nie leidet, denn wenn sie einmal „Witterung“ aufgenommen hat, dann ist sie leidenschaftlich dabei und setzt sich auch schon mal über Dienstanweisungen hinweg um den Täter dingfest zu machen. Die Dämen ihrer Kindheit sind immer noch gegenwärtig, aber sie kämpft gegen sie an. Der aktuelle Fall geht ihr dann auch ganz speziell an die Nieren….
Der Prolog beginnt im Jahr 2004 als sich fünf Personen immer abwechseln beim Graben, niemand spricht ein Wort, denn sie haben einen Packt geschlossen, dass ihr Geheimnis für immer begraben bleibt.
In der Jetztzeit werden auf einem Brachgelände, das in der Nähe eines ehemaligen Kinderheims liegt, menschliche Überreste gefunden. Eigentlich sollte hier nach einem archäologischen Schatz gesucht werden, doch dieses Vorhaben wird erst einmal ganz nach hinten geschoben…
Im Vorfeld der Grabungen wird eine ehemalige Mitarbeiterin des Kinderheims ermordet aufgefunden. Sie hatte Interesse an der Schatzsuche gezeigt. Wusste sie was dort vergraben war? Als dann noch weitere Tote im Zusammenhang mit dem Kinderheim zu beklagen sind, ist Kim Stone nicht mehr zu halten und sie setzt alles daran die Zusammenhänge zu verstehen und den Mörder ausfindig zu machen, komme was da wolle ….
Doch so einfach ist der nicht zu fassen –  bis Kim einen Alleingang wagt…..
Den Anfang des Buches fand ich etwas schleppend, doch das ändert sich dann im Verlauf und die Autorin weiß den Leser zu fesseln und legt geschickt falsche Fährten aus. Der Täter bleibt lange Zeit im Dunkeln und tritt erst ganz am Schluss in Erscheinung. Die etwas raue Schale der Ermittlerin ist gut nachvollziehbar beschrieben und punktet am Ende mit einer ganz großen menschlichen Geste.
Ich kann mir durchaus weitere Fälle mit Kim Stone vorstellen und ich würde gern bald wieder über sie etwas lesen!
Fazit: Krimi-Debüt gelungen, so spannend kann es weitergehen!
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