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Susanne Mischke: Zärtlich ist der Tod

Piper Verlag

Zuletzt ermittelte das Team um Hauptkommissar Bodo Völxen in „Alte Sünden“ in und um Hannover herum. Dieses Mal wird es für einige Damen in der Handlung eher sündhaft teuer, denn in „Zärtlich ist der Tod“ hat es das Ermittler-Team mit dem Thema „Heiratsschwindel“ nebst Mord zu tun.
Im Team hat sich nach der Heirat von Jule Wedekin und Fernando Rodriguez etwas verändert, denn Jule ist jetzt beim LKA beschäftigt. Aber die geneigten Leser müssen auf diese Figur nicht verzichten, die Autorin hat sich hier in Sachen „Zusammenarbeit“ etwas einfallen lassen…
Neben dem Ermittler-Team gehört ja schon seit langem – zumindest am Rande –  immer auch Edeltraut Cebulla als engagierte Sekretärin von Bodo Völxen mit dazu.
In diesem Buch bekommt sie eine Art Hauptrolle, denn in ihrem Privatleben läuft plötzlich etwas schief. Hatte sie sich doch gerade noch auf ein schönes Wochenende an der Ostsee mit ihrem Freund Viktor Füssli gefreut, muss sie sich dann überwinden und sich an ihren Chef Hauptkommissar Völxen wenden, denn der erst kürzlich in ihr Leben getretenen Viktor scheint verschwunden zu sein und nicht nur er, sondern auch recht viel Geld, dass Edeltraut Cebulla ihm gutgläubig überlassen hatte…
Doch besagter Viktor scheint nicht nur Frau Cebulla schöne Augen gemacht zu haben, denn nach einigen Recherchen deutet einiges auf einen gewieften Heiratsschwindler hin…
Wäre diese Tatsache nicht schon schlimm genug für die Sekretärin, kommt es noch schlimmer, denn eine der anderen umgarnten Frauen wird ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden…
Mehr vom Inhalt dieses wirklich gut gelungenen, spannenden Krimis wird nicht verraten. Der Autorin ist hier ein Page-Turner gelungen, den man nur empfehlen kann, zumal auch erst ganz am Schluss Licht ins Dunkel der Ermittlungen kommt, was ich persönlich immer ganz besonders gut finde.
Neben der Kriminalgeschichte gibt es wieder Einblicke in die Welt der Schafe von dem Privatmann Bodo Völxen, aber auch reichlich Drumherum mit den anderen Team-Mitgliedern, was ja diese Krimi-Reihe auch ausmacht und einen gewissen Charme vermittelt.
Fazit: Daumen hoch, volle Punktzahl und bitte weiter so eine spannende Fortsetzung der Reihe!

 

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Susanne Mischke: Alte Sünden

Getreu dem Motto des letzten Krimis aus dem Jahr 2016 mit dem Titel „Warte nur ein Weilchen“, ist die Zeit jetzt rum und die Autorin hat mit „Alte Sünden“ einen neuen Kriminalfall für Kommissar Bodo Völxen und sein Team, das in und um Hannover ermittelt, veröffentlicht.
Im „Prolog“ geht es über zehn Jahre zurück und dem Leser offenbart sich – wie man dann im Verlauf des Buches erfährt – Einblick in den Mordfall der 15-jährigen Schülerin Kristina Brandt, deren Mörder nun in der Jetztzeit in der Haft verstorben ist. Das Brisante an der Sache ist, dass der Mörder nur aufgrund von Indizien und wegen seines auffälligen Verhaltens bzw. Stalking des Opfers verurteilt wurde…
Kurz vor seinem Ableben hatte der Verurteilte noch ein Gespräch mit einem Geistlichen und dort beteuert er, nicht der Mörder von Kristina zu sein und erzählt dann von einer Beobachtung, die er gemacht hat…
Wurde ein Unschuldiger verurteilt? Sollte der wahre Mörder tatsächlich noch dort draußen sein?
Kommissar Völxen und noch einigen älteren Kollegen ist der Fall noch präsent. Als er vom Geistlichen über die Beobachtung unterrichtet wird, setzt der Kommissar Jule Wedekin nochmals an die Akten des alten Falls, denn sie war damals noch nicht beim Team…..
Parallel zu dem „alten Fall“ ist bei Jule Wedekin privat einiges los, denn sie will ihren Fernando heiraten, was dann im Verlauf zu einigen Turbulenzen führt. Als dann endlich alle vor der Kirche eintreffen, wo die Trauung stattfinden soll, sind alle da, nur der Geistliche nicht, denn der liegt tot in seiner Wohnung….
Ich lese die Bücher um das Team von Kommissar Völxen immer gern, da der Erzählstil der Autorin einfach zum Lesen „auffordert“. Das Ermittlerteam ist mittlerweile bestens bekannt (ist ja schon der 7. Fall), die Handlung ist gut nachvollziehbar, auch wenn Zeitsprünge und einige Wendungen eingearbeitet sind.
Ob tatsächlich ein Unschuldiger in Haft saß, wird hier natürlich nicht verraten, nur so viel noch: Des Rätsels Lösung lugt ab und zu durch und berührt letztendlich auch etwas!
Fazit: Ein alter Fall sorgt für Aufregung, eine Hochzeit mit Turbulenzen lockert das Geschehen auf, so dass man gute Krimi-Unterhaltung präsentiert bekommt. Bitte mehr davon!

 

 

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Susanne Mischke: Warte nur ein Weilchen

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Wer in oder um Hannover aufgewachsen ist bzw. lebt, der verbindet mit diesen Buchtitel auch noch mit einer Liedzeile, die eng mit der schlimmen Kriminalgeschichte um Fritz Haarmann verknüpft ist, der in 1920ziger Jahren in der niedersächsischen Landeshauptstadt sein mörderischen Unwesen getrieben hat. Doch das nur am Rande, denn der Kriminalroman von Susanne Mischke „Warte nur ein Weilchen“ hat inhaltlich nichts damit zu tun.
Der sechste Einsatz für Hauptkommissar Bodo Völxen und sein Team!
Das Team beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit einem sehr makaberen Mordfall: Kai Börrie ist Immobilienmakler. Er hat keinen sonderlich guten Ruf, denn ihm wird nachgesagt, dass er mit zweifelhaften Methoden alteingesessene Mieter aus ihren Wohnungen vertreibt. Regt sich Widerstand bei einer Mietpartei, so soll Börrie dann auch noch Kontakt zu etwas zwielichtigen Typen haben, die dann für den Rest sorgen…. So steht Börries Name dann auch gleichauf mit vielen sozialen Dramen, die sich im Verlauf in Hannover abgespielt haben….
Und genau dieser Kai Börrie bekommt eine Trauerkarte zugeschickt, wo sein baldiger Tod angekündigt wird, der dann auch wenige Zeit später tatsächlich eintritt und man ihn erschlagen im Vorgarten seiner Villa auffindet…..
Die Kriminaltechnik kann zwar ein wenig Aufschluss über die Abfassung des Textes geben, aber richtig weiter bringt das das Team auch nicht und sie tappen im Dunkeln…
Und dann ereilt Bodo Völxen eine schlimme Nachricht: Weibliche Leiche im Swimmingpool! Die Tote wurde offensichtlich erschlagen und ist niemand anderes als die Mutter von seinem Teammitglied Jule Wedekin. Die hat auch gleich einen Mörder parat: Ihren Stiefvater, den Journalisten Jan Mattai.
Nun muss Völxen erst einmal die Wogen glätten und da für Jule eine Mitarbeit am Mord ihrer eigenen Mutter nicht in Frage kommt, leitet sie ab sofort ihr eigenes Team um den Trauerkartenmörder aufzuspüren.
Was anfangs nach zwei separaten Fällen aussieht, wird dann zu einem, denn bei der Hausdurchsuchung im Fall Wedekin wird im Hochzeitsalbum eine Trauerkarte gefunden, die der im Fall des Immobilienmaklers Börrie sehr ähnelt…
Susanne Mischke hat hier einen durch und durch spannenden Kriminalroman geschrieben. Sie legt geschickt falsche Fährten aus, so dass immer wieder Verdächtige in den Fokus rücken, aber sich erst ganz zum Schluss der Nebel lichtet und man erkennt wer und warum für die Taten verantwortlich ist.
Neben der spannenden Kriminalgeschichte sind auch die Figuren einem mittlerweile ans Herz gewachsen und sie haben sich im Verlauf der Reihe fortentwickelt. Außerdem ist immer ein guter Schuss Lokalkolorit in den Geschichten um Bodo Völxen verankert und wer sich in der Gegend auskennt, hat so manchen Aha-Effekt.
Fazit: Rundum gelungener Kriminalroman, der Spannung und Lokalkolorit sehr gut vereint. Bitte mehr davon!

 

 

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