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Catherine Shepherd: Dunkle Botschaft

kafel verlag

Die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz mit dem Hang zum „Detektivspielen“ hat nach „Winterkalt“ nun in „Dunkle Botschaft“ ihren vierten Einsatz.
Hatte Catherine Shepherd im vorherigen Buch die Leser noch in die Gedankenwelt eines Opfers eintauchen lassen, erfährt man in der aktuellen Geschichte parallel und eingewoben warum „das Böse böse wurde“….
Wie gewohnt sind die Kriminalfälle nichts für schwache Nerven und der eine oder andere Schauer lief mir beim Lesen auch über den Rücken!
Julia Schwarz leitet seit kurzer Zeit das rechtsmedizinische Institut, was viel „Papierkram“ bedeutet und ihr Schweißperlen auf die Stirn zaubert. Sie ist froh, wenn sie an ihren eigentlichen Arbeitsbereich „fliehen“ kann, wo gerade ihre engagierte  und besonders clevere Assistentin Lenja den Leichnam einer jungen Frau zur Obduktion vorbereitet. Die Untersuchung soll klären ob der Stromschlag in der Badewanne tatsächlich ein Unfall war…. Doch diese These kann Julia ganz schnell entkräften, denn auf der Kopfhaut unter den Haaren versteckt, hat der Mörder eine Botschaft hinterlassen, die es schnell zu entschlüsseln gilt, denn sonst – das ist sicher – stirbt wieder jemand….
Doch diese rätselhafte Botschaft zu knacken ist sehr schwer, dann hat Julia eine Idee und tatsächlich ist sie dem Bösen ganz dicht auf den Fersen und es kommt zu einer Konfrontation, die allerdings so abrupt geschieht, dass Julia zu Boden geschleudert wird und sie keine Chance hat die flüchtende Person festzuhalten. Was sie dann allerdings entdeckt, lässt sie das Blut in den Adern gefrieren…..
Das bestialische Morden geht noch weiter und die Botschaften, die es zu entschlüsseln gibt, werden immer schwieriger. Julias Assistentin Lenja vertieft sich in diese Rätsel und gemeinsam gehen die beiden Frauen dann einer Spur nach, was allerdings keinen guten Ausgang nimmt…
Erneut hat Catherin Shepherd es geschafft, mich mit ihrem Erzählstil zu fesseln. Dem „Bösen“ eine Stimme zu geben ist ihr wunderbar gelungen. Verdächtige gibt es einige im Verlauf, doch bis zur Auflösung des Falls ist es ein nervenaufreibender „schwieriger Parcours“, den ich allerdings gern in Windeseile genommen habe, um die „Auflösung“ zu erfahren…
Mir wird Julia Schwarz immer sympathischer und durch ihre Beziehung zu Kriminalkommissar Florian Kessler „taut“ sie auch menschlich etwas auf. Gelungen fand ich auch, dass Lenja hier durch ihren Scharfsinn punkten konnte, obwohl sie dadurch dem Bösen lebensbedrohlich nah kam…
Fazit:  Ich gebe hier keine Rätsel auf: Volle Punktzahl für diesen nervenaufreibenden, meisterhaft präsentierten Thriller! Bitte mehr davon!
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Catherine Shepherd: Sündenkammer

Kafel Verlag

Ein Jahr ist seit dem letzten sehr spannenden Zons-KrimiKnochenschrei vergangen und mitSündenkammer“ meldet sich nun die Autorin zurück.
Eigentlich darf man gar keinen Einblick in die Handlung geben, denn egal was ich bisher von Catherine Shepherd gelesen habe, es war durchweg spannend und hatte einen sogartigen Effekt beim Lesen, so dass man nicht mehr aufhören konnte und die Seiten nur so dahinflogen.
Dieses „Phänomen“ tritt hier im Buch erneut auf!
Schon der Prolog lässt einen erschauern…
In der Gegenwart endet ein Waldspaziergang vor einem bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Körper, der auf einem Scheiterhaufen liegt…
Auf den herbeigerufenen Kommissar Bergmann kommt nun reichlich Arbeit zu, denn es bleibt nicht bei der einen verkohlten – wie sich später herausstellt – weiblichen Leiche, sondern Todesfälle auf Scheiterhaufen häufen sich. Zusätzlich scheint jemand ein perfides Spiel mit dem Kommissar zu spielen, denn er erhält kleine Päckchen zu deren Inhalt auch immer geheimnisvolle Zeilen beigefügt sind, die es zu enträtseln gilt…
In der Vergangenheit wird es gruselig, man taucht in eine düstere Szenerie ein, wo eine alte Frau immer wieder Geistererscheinungen auf dem örtlichen Friedhof meldet. Außerdem werden mehre Novizen eines Franziskaner-Klosters außerhalb der Klostermauern tot aufgefunden. Zum einen stellt sich für Bastian Mühlenberg die Frage, wie sie dort hingekommen sind und zum anderen warum und woran sie sterben mussten. Ein Gespräch mit dem zuständigen Abt des Kloster bringt wenig Aufschluss, doch Bastians Bauchgefühl sagt ihm, dass innerhalb des Kloster etwas vor sich geht, dass offenbar mörderisch ist….
Welchen gemeinsamen Nenner die Scheiterhaufenmorde und die Vorfälle in der Vergangenheit haben, erschließt sich dem Leser erst im Verlauf, auch wird erst ganz zum Schluss „das Böse“ demaskiert und war in beiden Zeitebenen nicht verhersehbar! Klasse!
Fazit: Egal ob vor 500 Jahren oder aktuell, das Spannungslevel ist hoch, die Handlung sehr fesselnd, so dass der Autorin erneut ein Page-Turner gelungen ist. Toll! Weiter so!

 

 

 

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