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Michael Tsokos: Sind Tote immer leichenblass? – Die größten Irrtümer über die Rechtsmedizin –

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Wer sich auch schon mal die Frage die im Titel dieses Buches: „Sind Tote immer leichenblass?“ verankert ist,  gestellt hat, der bekommt sie hier von jemanden beantwortet, der es wissen muss, denn der Autor ist Professor für Rechtsmedizin und er leitet  an der Berliner Charité das Institut für Rechtsmedizin und gerichtliche und soziale Medizin.
Da der Herr Professor offenbar auch gern die eine oder andere Krimisendung im Fernsehen (z.B. den münsteraner „Tatort“) verfolgt oder auch Bücher dieses Genre liest, sind ihm offenbar immer wieder Fauxpas oder Irrtümer aufgefallen, die er nun in diesem Buch geraderücken möchte. Besonders den Unterschied zwischen dem Beruf des „Pathologen“ und „Rechtsmediziners“ erklärt Herr Tsokos bereits in seinem Vorwort und deckt  im Anschluss 40 Irrtümer auf bzw. beantwortet Fragen wie z.B. ob nach dem Tod die Nägel und Haare weiterwachsen…
Michael Tsokos ist es gelungen auch einen gewissen Humor mit in dieses Buch einfließen zu lassen, wie z.B. bei Irrtum Nr. 16, wo er der Frage nachgeht, ob Rechtsmediziner chronisch schlecht gelaunte Zyniker sind, wie sie oftmals in Krimi-Serien etc. dargestellt werden. Nicht nur der Text regt ab und zu zum Schmunzeln an, sondern auch die Zeichnungen von Christoph J. Kellner, die das Buch durchziehen.
Natürlich wird hier auch die titelgebende Frage geklärt und auch z.B. ob Mann/Frau sich selbst erwürgen kann…
Nun, wer sich für dieses Metier interessiert und/oder schauen möchte ob er den Filmemachern auch auf den Leim gegangen ist, die ja den Zuschauer nur wirkungsvoll unterhalten wollen oder sich „weiterbilden“ möchte, der ist hier genau richtig.
Gut verständlich geschrieben ist dies Taschenbuch auf jeden Fall und das der Professor für Rechtsmedizin auch Krimis schreiben kann, hat er auch bereits mehrfach bewiesen wie z.B. zusammen mit dem  bekannten Schriftsteller Sebastian Fitzek (der kommt hier übrigens auch in einem Teil des Buches vor) „Abgeschnitten“ und dann eigenständig, die Bücher „Zerschunden“ und „Zersetzt„, die auf realen Vorkommnissen beruhen. …
Fazit: Unterhaltsame, aber auch durchaus informative „Aufklärung“ bzw. Richtigstellung von Irrtümern aus dem Bereich der Rechtsmedizin

 

 

 

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