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Anna Grue: Die guten Frauen von Christianssund

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Sommerdahls erster Fall
Dieses Hörbuch steht und fällt mit dem Vortrag durch Dietmar Wunder. Ob er nun in die Rolle des Mörders schlüpft, der hier anfangs das Geschehen bestimmt und den Zuhörer  bei der Ermordung  einer Putzfrau teilnehmen lässt (grrrr) oder ob er dem zuständigen Kommissar Flemming Torb eine Stimme gibt, man kann die Figuren alle sehr gut unterscheiden und am Tonfall wiedererkennen.
Die Handlung, die  – wie bereits erwähnt –  durch die Gedankengänge des Mörders beginnt, fand ich anfangs noch fesselnd und spannend, doch das verliert sich im Verlauf etwas. Die Idee den psychisch angeschlagenen Dan Sommerdahl, Kreativdirektor  einer Werbefirma und Freund des ermittelnden Kommissar Torp wegen seines Insiderwissen hier als als eine Art Privatdetektiv ins Geschehen einzugreifen zu lassen, fand ich etwas unpassend und irgendwie unrealistisch.
Wie der Titel des Hörbuchs „Die guten Frauen von Christianssund“ schon vermuten lässt, wimmelt es hier vom weiblichen Geschlecht:
Die ermordete Putzfrau war in der Werbeagentur, in der Dan Sommerdahl arbeitet, angestellt. Als Kommissar Fleming den Nachnamen der aus Afrika stammenden Frau herausbekommen will, staunt er nicht schlecht, denn niemand weiß ihn….
Bei der Wohnungsdurchsuchung der Toten wird teurer Champagner gefunden und weitere Indizien lassen auf eine Beziehung zu einem Mann schließen, der er teure Geschenke gemacht hat.
Die Tote wohnte mit einer Freundin zusammen, die allerdings auch bei den Ermittlungen nicht helfen kann und im Verlauf der Handlung ebenfalls ermordet wird…
Nach umfangreichen Recherchen, die immer wieder zur Werbeagentur, deren Angestellten und sogar in die Reihen der Polizei führen, entwirrt sich dann das Geschehen aus kriminellen Machenschaften, familiären Verknüpfungen und gutgemeinten Hilfsangeboten für Frauen in Not.
Fazit: Durch den Vorleser bekommt die Handlung Farbe und besonders der Mörder kristallisiert sich stimmlich  heraus
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