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Jørn Lier Horst: Wisting und der Tag der Vermissten

der audio-verlag

In diesem Hörbuch geht es um „Cold Cases“, also alte ungelöste Kriminalfälle. „Der beste Kommissar Norwegens ermittelt“.
Dieser Kommissar heißt William Wisting und der Vermisstenfall Katharina Haugen, die vor über 20 Jahren spurlos verschwand, lässt ihn die ganzen Jahre nicht los. Jedes Jahr –  an dem Tag als sie verwand – nimmt er sich die Fallakten immer wieder zur Hand und liest darin, ohne dass er neue Erkenntnisse erlangt. Über die lange Zeit hat er sich auch mit Martin, dem Ehemann von Katharina Haugen „angefreundet“. Obwohl dieser einer der Hauptverdächtigen damals war, konnte man ihm nie etwas nachweisen. Jahr um Jahr schaut der Kommissar am Jahrestag von Katharina Haugens Verschwinden bei ihrem Ehemann zu einem kleinen Plausch vorbei…
Doch dieses Jahr kommt alles anders, denn ein extra aus Oslo angereister Kollege, Adrian Stiller, bringt Bewegung in den Fall,  denn diesem sind in einem anderen Vermisstenfall die Fingerabdrücke von Martin Haugen aufgefallen. ….
Kommissar Wisting will Martin Haugen zu diesen Erkenntnissen befragen, doch der scheint ebenfalls spurlos verschwunden zu sein…..
Die zwölfstündige Lesung von „Wisting und der Tag der Vermissten“ hat der Schauspieler Götz Otto übernommen. Bei seiner Lesung sprang der Funke leider bei mir nicht rüber, auch wenn er seine Stimme moduliert und man die Personen gut unterscheiden kann, bleibt er mir zu „gelassen“ bei seinem Vortrag.
Ich hätte mir auch eine andere „Aufarbeitung und Auflösung“ der zwei alten Kriminalfälle gewünscht, das Potential war sicherlich vorhanden. Leider hatte ich recht schnell eine Idee wo die beiden vermissten Frauen zu finden sind, was sich dann auch bestätigt hat. Das seichte Spannungslevel verändert sich leider nicht, obwohl sicherlich einige „Schauplätze“ – wie z.B. die Hütte oder der Rückweg von dort – für einen Anstieg der Spannung geeignet waren. Das Ende überrascht dann ebenfalls nicht, weswegen ich hier nur von durchschnittlicher Krimi-Kost sprechen möchte.
Fazit: Eher seichte Krimi-Kost, deren Potential leider nicht voll ausgeschöpft wurde!
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From Darkness

Diese  vierteilige britische Krimiserie führt den Zuschauer nach Manchester, wo bei Bauarbeiten menschliche Überreste gefunden worden. Es handelt sich nach näherer Untersuchung um zwei junge Mädchen/Frauen, deren Skelette sicher schon über 15 Jahre dort gelegen haben…
Der beruflich etwas „angekratzte“ Detective John Hind erinnert sich an einen alten Fall, wo es um verschwundene junge Frauen ging, doch die Polizei hatte damals nicht viel getan um dem nachzugehen, nur Claire Church, eine junge Polizistin hatte sich ausführlicher und engagierter damit beschäftigt. Doch Claire ist nicht mehr im Dienst und lebt auch nicht mehr in Manchester, sondern hat sich mit Mann und Tochter auf eine abgelegene Insel zurückgezogen um den Dämonen der Vergangenheit zu entfliehen, denn ihre Arbeit bei der Polizei hatte sie psychisch sehr mitgenommen…..
Als John Hind plötzlich ohne Vorankündigung bei Claire auftaucht um sie zur Mithilfe bei den Ermittlungen zu bewegen, lehnt sie dies kategorisch ab, denn sie will ihr „neues“ Leben nicht verlassen, so fährt John unverrichteter Dinge wieder zurück.
Doch eine zurückgelassene Akte aus ihrer Zeit als Ermittlerin und ihr damaliges Engagement um das Verschwinden der jungen Frauen aufzuklären, lassen Claire dann doch keine Ruhe und sie fährt nach Manchester…..
Eigentlich hatte Claire nicht geplant an den Ermittlungen aktiv teilzunehmen, was sich aber schlagartig ändert, als man ihr zeigt, was eine der Toten in der Hand hielt….
Die Mitarbeit ist für Claire psychisch sehr anstrengend, was auch mit John Hind zu tun hat, waren sie einst doch ein Paar, was dann alte Emotionen aufkommen lässt, die sie eigentlich „zugedeckt“ lassen wollte…
Ich tue mich etwas schwer mit der Beurteilung von „From Darkness“ : Dass Mordermittler keinen leichten Job haben und oftmals durch ihre Arbeit psychisch angeschlagen sind, das hat man schon in vielen Krimis/Thrillern gesehen und ist nicht neu. In dieser Serie lenkt aber diese „Angeschlagenheit“ Claires zu oft vom eigentlichen Kriminalfall ab. Das die Ermittler auch selbst in das Visier des Mörders geraten können, ist ebenfalls nicht neu und deshalb würde ich hier in der Gesamtschau dann 3 von 5 Punkten gegen.
Bonusmaterial:
Behind the Scenes, Interviews mit Cast & Crew
Fazit: Ragt nicht aus der großen britischen Krimi-Serien-Landschaft heraus, daher nur 3 von 5 Punkten

 

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