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John Cleese: Wo war ich noch mal?

Wo war ich noch mal von John Cleese
Im Blessing Verlag ist jetzt die Autobiographie von John Cleese mit dem Titel „Wo war ich noch mal?„erschienen und schon bei den ersten Seiten hatte ich die deutsche Synchronstimme von John Cleese (Thomas Dannenberg) im Ohr, der mir den Text vorlas. Denn genau wie die Dialoge in seinen Filmen wie z.B. „Ein Fisch namens Wanda“ bzw. bei der Monty-Pythons-Comedy (wovon ich allerdings nicht so viel gesehen habe) ist dieses Buch geschrieben:
John Cleese erzählt von seiner frühesten Kindheit, wie und wo er aufgewachsen ist und dass er mit seinen Eltern während seiner ersten  Lebensjahre sehr häufig umgezogen ist. Das Verhältnis zu seiner Mutter beschreibt er als sehr schwierig, wohin gehend er seinem Vater als liebevollen und sehr freundlichen Menschen darstellt, außerdem hat er ihm dieses Buch gewidmet. 
Humorvolle Passagen, wie z.B. der Kontakt zu einem Hasen, von dem er gebissen wurde sind in die Schilderung seiner ersten Lebensjahre eingewoben.
Der Leser erfährt wie die Schul- und Studienzeit verlaufen ist, die hier sehr ausführlich beschrieben wird. Ich bin erstaunt, was der Autor für ein Gedächtnis hat und an wie viele Details aus dieser Zeit er sich noch so erinnert.
Nach einiger Zeit als Aushilfslehrer an der Schule, in die er selbst als Schüler die ersten Jahre verbracht hat und dann letztendlich einem abgeschlossenen Jurastudium schlägt der Autor dann doch eine andere Richtung ein und die Weichen für seine Karriere auf der Bühne werden gestellt…
Zwar waren die ersten Bühnenerfahrungen als Lucifer in Strumpfhosen keine besonders herausragende Erfahrung für den Mimen, doch die ungewollten Lacher auf Seiten der Zuschauer waren dann doch wegweisend….
Obwohl John Cleese sehr ausführlich bis zur Gründung der legendären Monty Pythons sein Leben beschreibt und wir auch seine erste Frau,  die amerikanische Schauspielerin Connie Booth kennenlernen, die ebenfalls bei den Monty Pythons mitwirkte, fehlt mir doch sein restliches Wirken als Schauspieler. Nur die Reunion der Pythons wird noch in einem Kapitel angehängt, was ist aber mit dem erfolgreichen Schaffen dazwischen? Gibt es noch eine Fortsetzung???
Fazit: Eine Biographie, die Fragen aufwirft, denn Mr. Cleese lässt einen großen Teil seines Lebens außen vor, was schade ist, hat der Rest des hurmorvoll geschriebenen Buches doch gut unterhalten

 

 

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