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Die Brücke – Staffel 4 – Das Finale

Edel:Motion VÖ 07.12.18

Im März 2016 hatte ich hier über Staffel 3 berichtet und auf eine baldige Fortsetzung der spannenden länderübergreifenden Serie gehofft.
Nun ist mit „Die Brücke – Staffel 4 – auch das Finale, der in Dänemark und Schweden spielenden Handlung eingeläutet worden. Aber bevor die letzte „Klappe“ fällt, kann man als geneigter Zuschauer noch acht sehr spannende Folgen mit Sofia Helin als schwedische Ermittlerin Saga Norén und Thure Lindhardt als Sagas dänischen Kollegen Henrik Sabroe genießen.
Wer jetzt erst auf diese Serie aufmerksam geworden ist, dem empfehle ich, sich erst die drei vorherigen sehr spannenden Staffeln anzuschauen, denn etwas Hintergrundwissen sollte man zum besseren Verständnis schon haben, obwohl die Kriminalfälle an sich in jeder Staffel abgeschlossen sind.
Die Oersundbrücke ist erneut Schauplatz eines schrecklichen Verbrechens. Auf dänischem Boden unterhalb der Brücke wird eine weibliche Leiche gefunden. Es handelt sich dabei um die Chefin der Ausländerbehörde, die man offenbar zu Tode gesteinigt hat. Zuvor war sie durch einen Abschiebeskandal in den Fokus der Presse geraten…..
Dieser Mord ist der Beginn eines sehr komplexen Kriminalfalls, in deren Verlauf weitere Morde geschehen. Ob diese alle irgendwie zusammenhängen, ist eine der Ansätze, denen die Ermittler nachgehen.
Neben den Mordermittlungen passiert aber auch viel im Privatleben von Henrik und Saga, die anfangs noch in Untersuchungshaft sitzt, da sie des Mordes an ihrer Mutter verdächtigt wird. Im Verlauf wendet sich aber diesbezüglich das Blatt und bald ist Saga zurück und in ihrem Element als scharfsinnige Ermittlerin.
Henrik ist immer noch auf der Suche nach seinen vor Jahren verschwundenen zwei kleinen Töchtern. Saga rollt diesen alten Vermisstenfall wieder auf und tatsächlich findet sie eine winzige Spur….
Wie auch schon in den drei Staffeln zuvor sind die Kriminalfälle spannend, nicht auf den ersten Blick zu durchschauen und wie auch diesmal nichts für schwache Nerven.
Bis die vielen Puzzlesteine umgedreht sind und an ihren Platz liegen, müssen die Ermittler alles geben. Doch das ist es auch, was den Erfolg dieser Serie ausmacht, Spannung pur bis zur letzten Minute.
Da es diesmal tatsächlich Abschied nehmen heißt, ist den Machern „Der Brücke“ hier ein großer Coup gelungen.  Viele Fragen aus der Gesamthandlung der Serie werden beantwortet und letztendlich ist für alle Beteiligten ein würdiges Ende gelungen..
Zwar hätte ich diese ganz spezielle Ermittlerin gerne noch agieren sehen, aber es heißt ja auch, man soll aufhören, wenn es am schönsten ist und das ist hier der Fall!
Fazit: Rundum gelungener spannender, aber auch durchaus nervenaufreibender Abschluss einer Ausnahme-Serie, die einen hohen Stellenwert im ganzen Krimi-Serien-Dschungel einnimmt! Unbedingt ansehen!

 

 

 

 

 

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Das Team – Staffel 2

Edel:Motion VÖ 23.11.18

Ein paar Jahre ist es her, dass die erste Staffel „Das Team“ erschien, die schauspielerisch gut besetzt und spannend erzählt wurde, so dass ich mir durchaus eine Fortsetzung vorstellen konnte.
Nun ist für das Heimkino„The Team – Staffel 2“ erschienen. Allerdings gibt es drei neue Ermittler, die aus Dänemark, Belgien und Deutschland zusammenkommen und ein Team bilden um einen länderübergreifenden Fall zu lösen.
Die aus acht Teilen bestehende Serie beginnt im dänischen Marschland. In einer Frühstückspension kommt es während eines Überfalls zu einer Schießerei, in deren Verlauf sieben Menschen sterben, von denen sich einige als illegale Einwanderer herausstellen, die dort Unterschlupf gefunden hatten. Eine Überlebende des Überfalls ist die Syrerin Malu, die offenbar untertauchen konnte. Sie ist eine wichtige Zeugin und wird im Verlauf der Ermittlungen von den dänischen Behörden dringend gesucht…
Unter den Toten ist auch eine Studentin aus Belgien, die wegen ihrer Kontakte zu einer Terrororganisation dem belgischen Geheimdienst als Informantin diente.
Der Betreiber der Pension ist ein Deutscher und er ist seit dem Überfall spurlos verschwunden, weswegen die deutsche Polizei kontaktiert wird.
Um diesen komplexen Fall zu lösen, bilden dann die dänische Polizistin Nelly Winther ( Marie Bach Hansen), die belgische Geheimdienstmitarbeiterin Paula Lienkens ( Lynn van Royen) und der deutsche Polizist Gregor Weiss (Jürgen Vogel) das Drei-Länder-Ermittler-Team….

Hatte mir noch die erste Staffel gut gefallen, kann ich dies von Staffel 2 nur anfänglich behaupten, denn in manchen Szenen fragt man sich,  „was soll das denn? Warum ist eine der Ermittlerin in einer brenzlichen Situation unbewaffnet und erscheint irgendwie „hilflos“ und in der nächsten Szene ist sie „voll bewaffnet“ und kann dann sogar schießen!
Das Ermittler auch ein Privatleben haben, kann man sich ja vorstellen, aber es mit in eine Krimi-Handlung einfließen zu lassen, finde ich meist ablenkend und eher störend und besonders die Szene, wo der deutsche Ermittler tatsächlich seine Tochter mit „zur Arbeit“ nimmt bzw. sie dann auch noch einer sehr großen Gefahr aussetzt,  fand ich total unrealistisch.
Hätte man sich hier auf die länderübergreifende Mordermittlung beschränkt, hätte es vielleicht eine spannende Serie werden können, aber bei so vielen „Ablenkungen“ und teils „wackeligen“  und unrealistischen Szenen war die Spannung schnell verflogen.
Aber da alles Geschmacksache ist, kann sich jeder selbst seine Meinung bilden und deshalb gibt es hier schon mal einen kleinen Einblick: Trailer
Fazit: Schade, reicht spannungs- und handlungsmäßig nicht an die erste Staffel ran!

 

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Greyzone – No way out

Edel:Motion VÖ 12.10.18

Die zehnteilige Serie „Greyzone: No Way Out“ führt handlungsmäßig nach Dänemark, Schweden und Deutschland und vor den Augen der Zuschauer entwickelt sich ein Alptraum-Szenario, das in einem Hafengebiet in Schweden ihren Anfang nimmt. Dort wird von Eva Forsberg, einer Mitarbeiterin der SÄPO (schwedische Sicherheitspolizei) in einem verdächtigen Lkw ein Teil gefunden, das ihren Verdacht auf einen möglichen Terroranschlag einer bislang noch unbekannten Terrorgruppe, verdichtet…

Bei den Ermittlungen in dieser Richtung führt eine Spur nach Dänemark, weshalb Eva mit ihrem dänischen Kollegen Jesper Lassen und Henrik Dalum zusammenarbeitet.
Einen wichtigen Part in der Handlung übernimmt die Software-Entwicklerin Victoria Rahbeck, die bei der Firma SparrowSat in Stockholm gerade einen bahnbrechenden Erfolg mit dem Steuerungssystem für Drohnen feiert. Während einer Produktvorführung in Frankfurt trifft sie ihren früheren Kommilitonen Iayd wieder, der jetzt als Reporter arbeitet und Vikoria interviewen möchte….

Victoria stimmt diesem Interview in ihrer Wohnung zu, wo Iayd dann sein wahres Gesicht zeigt und sie und ihren kleinen Sohn Oskar als Geisel nimmt. Fortan muss Victoria für die Terrororganisation, für die Iayd arbeitet Informationen beschaffen und bei SparrowSat Spionage betreiben, denn die Terroristen brauchen ihr Know-how und Insiderwissen, da sie planen mit Hilfe einer Drohne einen Terroranschlag zu verüben….

Ab hier fängt die ganz spannend aufgemachte Handlung erst richtig an….
Ob es tatsächlich technisch alles so machbar ist, wie man es hier präsentiert bekommt, vermag ich nicht zu beurteilen, lässt einen aber die Nackenhaare hochstehen…
Das durch Erpressung Menschen Dinge tun um ihr eigenes und das ihrer Angehörigen zu schützen, steht außer Frage, doch so manche Aktion hier in der Serie fand ich dann doch nicht ganz rund und nachvollziehbar.
Auch hätte es für mich nicht unbedingt zehn Teile gebraucht um dieses nachdenklich machende Szenario nebst Aufarbeitung der Beweggründe, weshalb Iayd zum Terrorist wurde, zu erzählen.
Einen gewissen Unterhaltungswert will ich der Serie nicht absprechen, allerdings hätten die privaten „Nebenschauplätze“ der Ermittler hier außen vor gelassen werden können, denn sie haben eigentlich nichts mit der Rahmenhandlung zu tun und lenken nur vom eigentlichen Geschehen ab.
Fazit: Ganz unterhaltsame Serie, die länderübergreifend erzählt wird und sich mit einem brisanten aktuellen Thema beschäftigt
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Jens Henrik Jensen: Oxen- Gefrorene Flammen

der audio-verlag

Nun ist der dritte Band aus der Thriller-Reihe um den ehemaligen Elitesoldaten Niels Oxen mit dem Titel „Oxen – Gefrorene Flammen“ erschienen.
Wie schon bei „Das erste Opfer“ und „Der dunkle Mann“ hat auch diesmal in der Hörbuchfassung Dietmar Wunder die Lesung übernommen, für die ich mich natürlich wieder entschieden habe!
Wer die beiden vorherigen Teile nicht kennt, hat zwar einen meisterhaften Ohrenschmaus verpasst, handlungsmäßig lässt einen der Autor aber nicht im Regen stehen, sondern er hat die wichtigsten Punkte aus der Vorgeschichte ins aktuelle Geschehen eingewoben, so dass man der Handlung gut folgen kann.
Allerdings muss/darf man aktuell über 17 Stunden einplanen um hinter das Geheimnis zu kommen, wer sich denn nun hinter der Maske verbirgt und an der Spitze des sagenumwobenen, in üble Machenschaften verwickelten Geflechts/Geheimbundes „Danehof“ steht…
Wie schon in der Vergangenheit bilden Niels Oxen und Margarethe Franck auch diesmal ein Team. Doch bis es soweit ist, passiert einiges, was ich hier aber nicht verrate. Im Verlauf kommen noch zwei wichtige Personen zu den beiden Hauptfiguren hinzu, nämlich Margarethes ehemaliger Chef/ Leiter des Geheimdienstes Axel Mossmann und dessen Neffe Christian Sonne. Da allen durch den mächtigen „unsichtbaren“ Feind im letzten Teil ziemlich arg mitgespielt wurde, haben alle ein gemeinsames Ziel, nämlich den Danehof zu entmachten und besonders Niels Oxen will unbedingt aus der Anonymität heraus und von der Fahnungsliste der Polizei entfernt werden, wo er als gesuchter Mörder geführt wird…
Ein schwieriges Unterfangen und der Autor legt dabei viele Fährten aus, die bis zum Schluss nicht des Rätsels Lösung erahnen lassen. Die Hauptakteure durchleben viele brenzliche Situationen, erleiden einige Blessuren und besonders Niels Oxen hat letztendlich noch ein ganz persönliches schmerzliches Ereignis zu verdauen. ….
Mehr verrate ich vom Inhalt nicht, denn wer wie ich die beiden ersten Teile durch die ganz besondere Lesung von Dietmar Wunder genossen haben, der kann gar nicht anders und genießt auch Teil 3 mit der wandelbaren Stimme des Vorlesers. Ganz schnell hat man durch die unterschiedlichen Stimmnuancen die bekannten Figuren wieder vor Augen und taucht ab in die spannungsgeladene Handlung…
Fazit: Zwar etwas zeitintensive, aber nicht minder spannungsgeladene, fesselnde „Auflösung“ bzw. Enttarnung des mächtigen Gegners, die Jens Henrik Jensen hier aufgeschrieben hat. Durch Dietmar Wunders Stimmenvielfalt erlebt man dann ein „Kopfkino“ vom Feinsten, das man auf keinen Fall verpassen sollte!
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Frida Gronover: Ein dänisches Verbrechen

Ullstein Verlag

Gitte Madsen will sich aus privaten Gründen beruflich verändern. Da sie deutsche und dänische Wurzeln hat, lässt sie Deutschland hinter sich und macht sich auf den Weg nach Marielyst , einem idyllischen Ort in Dänemark, wo sie demnächst ihre neue Arbeitsstelle beim örtlichen Bestatter antreten will.
Schon bei der Überfahrt auf der Fähre fällt ihr ein junger etwas ängstlich wirkender südländisch aussehender Mann auf. Es kommt zu einem kurzen Gespräch, wo Gitte etwas über die Pläne des jungen Griechen Joris erfährt. An Land trennen sich ihre Wege, doch geraume Zeit später findet Gitte genau diesen jungen Mann tot auf der Terrasse ihres neuen Zuhauses, ein Messer steckt in seiner Brust…
Der zuständige Kommissar heißt Ole Ansgaard, der bald der kriminalistischen Spürnase Gitte Madsen Einhalt gebieten muss, was zu Komplikationen führt. Aber so ganz unsympathisch sind sich die beiden nicht und im Verlauf lösen die beiden durch eine Art „Geben und Nehmen“ von unterschiedlichen Informationsquellen den Fall, der allerdings durch die frisch eingeritzten Wikingerrunen auf dem Rücken des Opfers etwas mysteriös anmutet und nur eine Spur bei den Ermittlungen ist…
Der Kriminalroman „Ein dänisches Verbrechen“ liest sie gut, die Akteure sind sympathisch und gut beschrieben, so dass man sie sich gut vor Augen führen kann. Auch die vielen „dänischen Fakten“, die die Autorin hier in die Geschichte mit eingewoben hat, sind schon fast wie eine Art Reiseführer für das bessere Verständnis für Land und Leute, was mir gut gefallen hat.
Durch Gittes privater Suche nach ihrem seit vielen Jahren spurlos verschwundenen Vater, der zuletzt in Marielyst gesehen wurde, bekommt die Handlung ein weiteres Spannungsteil hinzu, das aber nicht aufgelöst wird, so dass ich mir durchaus eine Fortsetzung mit der „Spürnase“ Gitte Madsen nebst Ole Ansgaard gut vorstellen kann.
Fazit: Dieses etwas ungleiche Ermittler-Duo Madsen/ Ansgaard kommt gut rüber und auch handlungsmäßig macht dies Buch Laune auf mehr davon

 

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Follow the Money – Staffel 1

Edel:Motion

Die zehnteilige dänische Serie führt in die Welt der Großkonzerne, die um ihre Vormachtsstellung pokern, denn nur eins ist wichtig, nämlich Profit machen, komme was das wolle.  Da alle ein Stück vom Kuchen abhaben wollen, ist der Konkurenzkampf groß und da kommt es schon vor, dass wie in dieser Serie gut aufgezeigt wird, dubiose Machenschaften aufkommen und Geld hin- und hergeschoben wird, bis niemand mehr richtig den Durchblick hat, welche Firmensitze tatsächlich und nicht nur auf dem Papier existieren…
Um seine Vormachtstellung immer weiter auszubauen, geht der nach außen hin glänzend dastehende Energiekonzern Energreen, der sich z.B. mit dem Bau von Windparks einen Namen gemacht hat,  immer neue Wege, die für Spekulationen sorgen, die Pressevertreter aufhorchen und recherchieren lassen, denn einiges klingt nicht ganz so seriös, wie der CEO Sander Sodergren der Öffentlichkeit glauben machen will.

Hinter den Kulissen ist er aalglatt, sehr geschickt darin Menschen für sich einzunehmen, aber immer auf seine Vorteile bedacht. Anfangs bleiben seine undurchsichtigen Handlungen noch der Öffentlichkeit verborgen und selbst die Ermittler in Sachen Wirtschaftkriminalität können ihm nicht beikommen, denn er windet sich aus allen Anschuldigungen immer wieder heraus oder es ist ganz schnell ein anderer Sündenbock parat. Im Verlauf der Serie wird es dann aber auch für ihn brenzlich und da kann ihm auch seine Rechtsanwältin kaum noch den Rücken freihalten…

Die Gesamthandlung beginnt mit einem Toten, der in der Nähe eines Windparks gefunden wird. Auf den ersten Blick sieht alles nach einem Unfall aus, aber der zuständige Ermittler Mads Justesen glaubt nicht daran und er fängt an zu ermitteln. Je weiter er sich mit dem Energreen-Konzern beschäftigt, um so mehr glaubt er, dass dort nicht alles mit rechten Dingen zu geht und er wittert kriminelle Energie.

Zusammen mit einem Kollege aus dem Wirtschaftsdezernat versucht er das Gespinst Energreen zu entwirren, verbeißt sich regelrecht in dieses Thema und scheut auch nicht davor zurück, den mächtigen Konzernbossen, die Geschäfte mit Energreen machen, auf den Zahn zu fühlen und in einem Sumpf aus Spekulation, Betrügereien und Machtgeplänkel zu wühlen, doch richtige Beweise sind rar, bis er auf die Idee kommt: „Follow the Money “ und was er dabei zu Tage fördert, ist verblüffent…..
Neben diesen beiden Handlungssträngen gibt es noch viel „Beiwerk“ und Einblicke ins Privatleben der Hauptfiguren, was ich allerdings eher störend und ablenkend von der eigentlich ganz spannenden Jagd nach den Wirtschaftskriminellen fand. Die schauspielerische Besetzung mit bekannten Gesichtern aus nordischen Krimi-Serien in den Haupt- und auch den Nebenrollen ist gut gelungen.
So undurchsichtig und spannend wie der Handlungsstrang, der sich um die Machenschaften des Energreen-Konzerns dreht, ist, so vorhersehbar und etwas bauäugig/naiv fand ich die Nebenhandlung rund um die Kleinkriminellen, die sich auf Diebstahl spezialisiert haben und von einem Fettnäpfchen ins nächste treten…
Fazit: Alles in allem ist die Serie schauspielerisch gut besetzt, unterhaltsam und ganz spannend, aber durch die aufgeführten „Schwächen“ in der Handlung für mich dann eher doch nur durchschnittliche Serienkost.
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Lone Theils: Das Meer löscht alle Spuren

rororo

Mich hatte im Mai letzten Jahres bereits das erste spannende Buch „Die Mädchen von der Englandfähre“ über die Journalistin Nora Sand, die mit ihrem Kollegen Pete in London für eine dänische Zeitung arbeitet, begeistert.
Jetzt folgt mitDas Meer löscht alle Spuren“ der zweite journalistische Einsatz der beiden.
Während viele Medienvertreter vergeblich versuchen ein Interview mit dem bekannten iranischen Dichter Manash Ishmail zu gekommen, der nach seiner Flucht aus seinem Heimatland in einem Flüchtlingsheim in Dänemark sitzt, will dieser zur großen Überraschung für Nora nur mit ihr sprechen. Doch bevor er ihr ein Exklusiv-Interview gibt, tritt er mit einer großen Bitte an sie heran:
Manash ist zusammen mit seiner Frau Amina aus dem Iran geflohen, doch sie wurden getrennt, er vermutet sie in London, doch er kann sie telefonisch nicht erreichen, weswegen er Nora eindringlich bittet, seine Frau zu suchen.
Während Nora sich mit dem Fall vertraut macht und bröckchenweise vorankommt, führt sie eine Spur in ein Abschliebelager, das wie eine Festung von einer dubiosen Security-Firma abgeschirmt und bewacht wird.
Parallel zu dieser Personen-Suche, bekommt sie von ihrem Chef den Auftrag über einen bekannten Firmenchef ein Porträt zu verfassen, dass anlässlich seines Geburtstags veröffentlich werden soll. Während Nora für diesen Artikel recherchiert, stößt sie auf Zusammenhänge, die ihr bei der Suche nach Amina bald nützlich sind….
Von der weiteren Handlung möchte ich hier gar nichts preisgeben, denn dazu ist dieses Buch einfach zu spannend und lesenswert!
Nur so viel sei noch verraten, im Verlauf geraten Nora nebst ihrem Kollegen Pete in höchste Lebensgefahr, denn sie st0ßen bei der Suche nach Amina auf ein skrupelloses Pharma-Unternehmen, das kurz davor ist ein bahnbrechendes Medikament auf den Markt zu bringen, komme was da wolle und „schnüffelnde“ Reporter kann dieses Unternehmen nun gar nicht gebrauchen…..
Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsproblematik ist es der Autorin gelungen, einen spannenden, bis zum Schluss fesselnden Kriminalroman zu schreiben. Die Figuren sind gut gezeichnet, die unterschiedlichen Schauplätze anschaulich/bildhaft beschrieben, so dass man gut ins Geschehen abtauchen und die vielfältigen Emotionen, die hier aufkommen, durchaus nachvollziehen kann.
Fazit: Rundum gelungener, spannend geschriebener Kriminalroman, der bis zum Schluss so fesselt, dass man das Buch kaum aus den Händen legen mag. Klasse, bitte mehr davon!
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