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Elisabeth Herrmann: Der Schneegänger

Der Schneegaenger von Elisabeth Herrmann 
Hut ab Frau Herrmann, hier haben Sie wieder ein Buch abgeliefert, dass man nicht aus den Händen legen kann! Der Prolog hat es ja schon in sich und das ganze Buch hindurch verfolgt man gedanklich eine Spur, bzw. hat eine Ahnung was geschehen sein könnte und wenn ich nicht schon ein paar Bücher aus Ihrer Feder gelesen hätte, wäre ich vielleicht auf dieser Spur geblieben… 
Aber bei den Geschichten von Elisabeth Herrmann sollte man sich nicht darauf verlassen, dass alles was an der Oberfläche schwimmt, auch dann des Rätsels Lösung ist und auch diesmal ist es ihr gelungen, dass „Der Schneegänger“ ganz anders endet, als man es noch nach den ersten Seiten hätte vermuten können. Einfach klasse!!!
Außerdem hat mir an diesem Buch gut gefallen, dass hier wieder ein Ermittlerduo auftaucht, dass mir bereits gut aus „Das Dorf der Mörder“ bekannt  ist, nämlich Kriminalkommissar Lutz Gehring und Sanela Beara, eine junge Polizistin, die mittlerweile Beamtin auf Probe ist und sich auf der Hochschule für auf den gehobenen Polizeidienst vorbereitet.
Doch das ganze trockene Lernen fällt Sanela Beara sichtlich schwer, wäre sie doch lieber bei richtigen Ermittlungen dabei. Diese Chance bekommt sie, als sich Kommissar Gehring an sie wendet, denn er will sie dabei haben, wenn man den Eltern des  vor vier Jahren spurlos verschwundenen Darijo Tudor mitteilt, dass man seine sterblichen Überreste gefunden hat.
Gehring erinnert sich noch gut daran, wie der Junge überall gesucht wurde, denn nach dem Verschwinden des Kleinen wurde auch in Richtung Entführung ermittelt, doch alle Spuren verliefen im Sande und der Junge blieb verschwunden bis jetzt, denn nachdem ein Skelettfund im Grunewald gemeldet wurde und es sich nach Angaben des Rechtsmediziners um einen 8 – 10 Jahre alten Jungen handelt, hatte der Kommissar sofort den Namen Darijo Tudor vor Augen, was sich dann auch als richtig erweisen sollte. Allerdings weist der Schädel auffällige Verletzungen auf, deren Ursache untersucht werden muss….
In den vier Jahren nach dem Verschwinden des Jungen war mit den Eltern einiges passiert, was den Kommissar aufhorchen lässt: Die Ehe ist zerbrochen.  Der Vater des Jungen ist zwar immer noch als Biologe in der Wolfsforschung tätig, doch die Mutter hat mittlerweile ihrem ehemaligen Arbeitgeber Günter Reinartz, einem sehr angesehenen wohlhabenden Mann geheiratet , der offensichtlich für sie seine damalige Frau und seine zwei Söhne verlassen hat. Aber irgendetwas stimmt mit der ganzen Familie nicht und der Verdacht von vor vier Jahren keimt wieder, dass man den falschen Jungen entführt hatte….. 
Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, nistet sich Sanela Beara undercover als Putzfrau bei Familie Reinartz ein und tatsächlich bringt sie am Ende der Ermittlungen Licht in die ganze Untersuchung……
Ich kann nur noch sagen, bitte noch mehr Einsätze für dieses Ermittlerteam und weiterhin so spannende Bücher, die so geschrieben sind, dass sie Sogcharakter haben…..
Fazit: So müssen Krimis sein, Seite um Seite Spannung pur!

Erschienen im Goldmann-Verlag: Gebundenes Buch, 448 Seiten,
ISBN: 978-3-442-31386-0   19,99 EUR
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