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Harlan Coben:  Suche mich nicht – Hörbuch

der Hörverlag

Ein Jahr ist es her, dass ich hier „In Deinem Namen“ in Hörbuch- und Printversion vorgestellt habe. Detlef Bierstedt hatte damals den Part des Vorlesers übernommen, was gut passte. Auch bei dem neuen Thriller von Harlan Coben „Suche mich nicht“ setzt er gekonnt seine markante Stimme ein, die vielen Zuhöreren sicherlich bekannt vorkommt, denn Detlef Bierstedt ist auch die Synchronstimme z.B. von George Clooney.
Die Geschichte, die hier erzählt/vorgetragen wird entwickelt sich langsam und aus verschiedenen Sichtweisen.
Wie gewohnt, schafft es der Autor von Anfang an zu fesseln. Man bangt und hofft mit Simon Green, der hier einen wichtigen Part in der Geschichte einnimmt:
Das Leben der Familie von Simon und Ingrid Green nebst den Kindern Ayna, Sam und Paige hätte glücklich und unbeschwert sein können. Doch das Gegenteil ist der Fall, denn die vor kurzem 21 Jahre alt gewordene Paige ist verschwunden und möchte nicht gefunden werden.
Ein Alptraum für die Eltern, aber auch Geschwister, denn Paige ist drogenabhängig und jeder Rettungsanker, der ihr bisher zugeworfen wurde, blieb nicht hängen…
Und nun ist Paige spurlos verschwunden.  Doch ihr Vater kann mit diesem Zustand nicht leben und er macht sich auf die Suche nach ihr und tatsächlich kommt es durch einen Tipp aus der Szene zu einem Zusammentreffen von Vater und Tochter im Central Park. Doch Paige ist kaum wiederzuerkennen, abgemagert, zerlumpt und voll auf Droge und wird von ihrem ebenfalls drogenabhängigen Freund total beeinflusst. Es kommt zu einer folgenschweren Situation, in deren Verlauf Paige aus dem Park flüchtet und  Simon sich vor der Polizei rechtfertigen muss…
Was Simon und dann im Verlauf auch mit seiner Frau Ingrid zusammen, alles erlebt um Paige zu finden, das erzähle ich hier nicht, sondern lohnt sich anzuhören, denn Spannung und Ungewissheit durchziehen diesen Thriller. Kurz vor Schluss kommt es dann zu einigen Twists, die immer noch „einen oben drauf“ setzen,  so dass man hier von Seiten des Autors und des gut besetzten Vorlesers fesselnde Spannung präsentiert bekommt!
Fazit: Harlan Coben versteht es meisterhaft spannend zu erzählen und Detlef Bierstedts Lesung lässt die Geschichte lebendig werden! Sehr hörenswert!

 

Harlan Coben: Suche mich nicht – Paperback –

Goldmann Verlag

Wer lieber selbst liest, der bekommt mit „Suche mich nicht“ einen über 470 Seiten starken Thriller in die Hand. Mich hat die Geschichte  von der ersten Seite an gepackt und die Seiten flogen nur so dahin.
Ich liebe den Schreibstil von Harlan Coben, denn er zieht den Leser sofort in seinen Bann, schwenkt von einem Handlungsstrang zu einem anderen, berichtet aus unterschiedlichen Sichtweisen bzw. lässt die Mitwirkenden  Personen „zu Wort kommen“, aber es wird dabei nie unübersichtlich und man erkennt die „Figuren“ immer wieder und kann sie gut einordnen.
Anfangs sah es aus, als wenn man vorrangig den Vater Simon Green bei der Suche nach seiner verschwundenen ältesten Tochter Paige begleitet, doch im Verlauf taucht eine Privatermittlerin auf, die ebenfalls nach einer verschwundenen Person sucht. Ein Killerpärchen, das einen mysteriösen Auftraggeber hat, mordet sich durch das Geschehen und was Simon auf der Suche nach seiner Tochter alles durchmacht,  welche Geheimnisse sich im Umfeld seiner Familie verbergen, das alles muss er erst einmal verdauen und als Leser ist man hautnah dabei, wenn sich die Geschichte langsam aber sicher zu einem Thriller entwickelt, dessen Inhalt man nicht vorhersehen und besonders das Ende nicht erahnen kann, was mir gut gefallen hat und ich deshalb die volle Punktzahl vergebe.
Fazit: Volle Punktzahl für diesen spannenden Pageturner, der von der ersten Seite an fesselt und nicht vorhersehbar ist! Echt klasse!
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Gard Sveen: Der letzte Pilger

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Detlef Biersteds angenehmer Stimme und die damit verbundene hörenswerte Vortragsweise ist es zu verdanken, dass ich das Hörbuch „Der letzte Pilger“ überhaupt zu Ende gehört habe.
Der Titel führt einen etwas in die Irre, denn mit einem Pilger oder gar Pilgern hat der Inhalt hier nun gar nichts zu tun. Auch wenn der Autor einen guten Erzählstil hat, durfte man sich als Zuhörer nicht ablenken lassen, denn es wird zeitlich hin- und hergeswitcht.  Zwar wird vor jeder zeitlichen Änderung Ort und Datum genannt, aber die Handlung an sich ist sehr komplex, es kommen viele undurchsichtige Charaktere darin vor, zumal ein Teil der Handlung  zu Kriegszeiten um 1945 spielt, wo dann Widerstandskämpfer, Agenten oder vermeindliche Doppelagenten ihren Auftritt haben, so dass man eigentlich nie ganz sicher sein kann, welche Beweggründe die Person gerade hat, dieses oder jenes zu tun. Ein anderer Teil der Geschichte spielt im Jahr 2003, außerdem gibt es immer wieder Ortswechsel, die dann nach Norwegen, Schweden und Deutschland führen, also wie gesagt, hier muss man genau zuhören:
2003 wird in Oslo Carl Oscar Krogh von seiner Haushaltshilfe tot aufgefunden. Es ist kein schöner Anblick, der sich erst ihr und dann der Polizei bietet, denn man hat Carl Oscar Krogh auf bestialische Weise ermordet und verstümmelt……
Ebenfalls 2003 werden von Studenten alte menschliche Knochen gefunden, die wie sich später herausstellt zu zwei Erwachsenen und einem Kind gehören, die allesamt Schussverletzungen aufweisen…….
Agnes Gerner ist eine schöne Frau, die die Blicke der Männer auf sich zieht. Aber sie ist auch Agentin und ihre Geschichte spielt zu Kriegszeiten, außerdem ist sie das Bindeglied in der gesamten Handlung, denn sie trifft im Verlauf auf Carl Oscar Krogh…
Tommy Bergmann ist Polizist in Oslo und mit den Ermittlungen 2003 im Fall Krogh beschäftigt. Auch die Spurensuche bei den Knochenfunden hat er übernommen. Allerdings ist er privat kein besonders sympathischer Mensch, was dann auch noch in die Handlung eingestreut wird, was ich entbehrlich fand.
Der Mordfall Krogh und die Knochenfunde hängen irgendwie zusammen, führen in die Vergangenheit, wo Agnes Gerner eine tragende Rolle spielt. Bis Tommy Bergmann alle Puzzleteile in dieser verzwickten Geschichte durchschaut dauert es etwas und das Ende des ganzen Hörbuchs ist dann bei genauer Betrachtung auch kein Highlight.
Wer geschichtlich interessiert ist, mag vielleicht über dieses Hörbuch anders urteilen, ich habe es wie bereits oben erwähnt nur wegen der sympathischen Stimme und der Vortragsweise Detlef Bierstedts bis zu Ende gehört.
Fazit: Die komplexe Handlung konnte mich nicht sonderlich begeistern, nur die Vortragsweise des Sprechers Detlef Bierstedt ist gelungen und hörenswert.
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Harlan Coben: Wer einmal lügt

Wer einmal luegt von Harlan Coben

Obwohl Harlan Coben wohl schon mehrere spannende Bücher geschrieben hat, hatte ich bis dato nichts von ihm gehört. Aus diesem Grunde habe ich mich auch für die ungekürzte Hörbuchfassung entschieden.
Ein bisschen Zeit muss man schon investieren, denn die vollständige Lesung geht über 12 Stunden. Doch die Zeit vergeht wie im Fluge, was zum einen mit dem Vorleser Detlef Bierstedt zusammenhängt und natürlich mit der Handlung von „Wer einmal lügt“. Detlef Bierstedt schafft durch seine markante Stimme den Zuhörer zu fesseln und bald ist man im Geschehen gefangen:
17 Jahre ist es her, dass sich das Leben von Cassie von heute auf morgen ändert. Sie arbeitet als Stripperin und sie macht das gern, obwohl die Lokalitäten in denen sie arbeitet eher schäbig sind. Dann passiert etwas Schreckliches und sie flieht, weit, weit weg von ihrem bisherigen Leben und sie ändert ihre Identität und heißt fortan Megan. Sie heiratet und bekommt zwei Kinder. Ihr Ehemann, der ihr ein Leben in einem schönen Haus und in einem noblen Wohnviertel ermöglicht, ahnt nichts von ihren früheren Leben.
Seit 17 Jahren verschwinden immer wieder Menschen spurlos. Als Megan von dem erneuten Verschwinden eines jungen Mannes hört, rumort es in ihr und sie fühlt sich an ihre Vergangenheit erinnert…
Das ist nur ein kleiner Teil der Handlungsstränge die der Autor hier niedergeschrieben hat. Der Zuhörer lernt einige Personen aus der Vergangenheit von Megan kennen, die dann im Verlauf der Handlung bei einem Rechtsanwalt in dem Ort ihrer Vergangenheit auftaucht um dort Angaben zu der schrecklichen Nacht, die alles veränderte, zu machen.  Doch sie kann die weiteren Geschehnisse nicht aufhalten, denn es gibt Tote überall wo Megan auftaucht und scheinbar ist der Killer jetzt hinter ihr her……
Dadurch das man auch als Zuhörer nicht weiß, was Megan zu ihrem Identitätswechsel veranlasst hat und der Autor durch seine geschickte Erzählweise den Zuhörer nur ganz langsam in die Vergangenheit führt, liegt eine knisternde angespannte Ungewissheit in der Luft. Auch die Lösung des Rätsels wer oder was Megan 17 Jahre lang eine Lüge leben ließ, kommt er fast am Ende des Buches zum Vorschein, so dass man gar nicht anders kann als gebannt zuzuhören.
Fazit: Detlef Bierstedts Stimme und die Handlung an sich fesseln den Zuhörer!
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