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Greyzone – No way out

Edel:Motion VÖ 12.10.18

Die zehnteilige Serie „Greyzone: No Way Out“ führt handlungsmäßig nach Dänemark, Schweden und Deutschland und vor den Augen der Zuschauer entwickelt sich ein Alptraum-Szenario, das in einem Hafengebiet in Schweden ihren Anfang nimmt. Dort wird von Eva Forsberg, einer Mitarbeiterin der SÄPO (schwedische Sicherheitspolizei) in einem verdächtigen Lkw ein Teil gefunden, das ihren Verdacht auf einen möglichen Terroranschlag einer bislang noch unbekannten Terrorgruppe, verdichtet…

Bei den Ermittlungen in dieser Richtung führt eine Spur nach Dänemark, weshalb Eva mit ihrem dänischen Kollegen Jesper Lassen und Henrik Dalum zusammenarbeitet.
Einen wichtigen Part in der Handlung übernimmt die Software-Entwicklerin Victoria Rahbeck, die bei der Firma SparrowSat in Stockholm gerade einen bahnbrechenden Erfolg mit dem Steuerungssystem für Drohnen feiert. Während einer Produktvorführung in Frankfurt trifft sie ihren früheren Kommilitonen Iayd wieder, der jetzt als Reporter arbeitet und Vikoria interviewen möchte….

Victoria stimmt diesem Interview in ihrer Wohnung zu, wo Iayd dann sein wahres Gesicht zeigt und sie und ihren kleinen Sohn Oskar als Geisel nimmt. Fortan muss Victoria für die Terrororganisation, für die Iayd arbeitet Informationen beschaffen und bei SparrowSat Spionage betreiben, denn die Terroristen brauchen ihr Know-how und Insiderwissen, da sie planen mit Hilfe einer Drohne einen Terroranschlag zu verüben….

Ab hier fängt die ganz spannend aufgemachte Handlung erst richtig an….
Ob es tatsächlich technisch alles so machbar ist, wie man es hier präsentiert bekommt, vermag ich nicht zu beurteilen, lässt einen aber die Nackenhaare hochstehen…
Das durch Erpressung Menschen Dinge tun um ihr eigenes und das ihrer Angehörigen zu schützen, steht außer Frage, doch so manche Aktion hier in der Serie fand ich dann doch nicht ganz rund und nachvollziehbar.
Auch hätte es für mich nicht unbedingt zehn Teile gebraucht um dieses nachdenklich machende Szenario nebst Aufarbeitung der Beweggründe, weshalb Iayd zum Terrorist wurde, zu erzählen.
Einen gewissen Unterhaltungswert will ich der Serie nicht absprechen, allerdings hätten die privaten „Nebenschauplätze“ der Ermittler hier außen vor gelassen werden können, denn sie haben eigentlich nichts mit der Rahmenhandlung zu tun und lenken nur vom eigentlichen Geschehen ab.
Fazit: Ganz unterhaltsame Serie, die länderübergreifend erzählt wird und sich mit einem brisanten aktuellen Thema beschäftigt
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National Geographic: Wildes Deutschland – Bilder einzigartiger Naturschätze

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Deutschland in wunderschönen Bildern abgelichtet von Norbert Rosing. Seine Aufnahmen wurden in diesem eindrucksvollen Buch kombiniert mit Reiseberichten, die wie eine Art Wegweiser durch unsere wunderschöne Natur  zu verstehen sind.
In einem Vorwort erzählt Norbert Rosing, wie dieses Buch und seine Bilder entstanden sind und dass er immer auch auf die Geheimtipps der Einheimischen angewiesen ist, um ganz besondere Teile unserer Natur in schönen Bildern festzuhalten. Das ist ihm in diesem Buch wieder einmal sehr gut gelungen….
Nun, dass es an der norddeutschen Küste schon mal rau wird, ist jedem bekannt, der diesen Teil Deutschlands schon einmal besucht hat und bei Sturm und Regen einen Spaziergang am Strand gemacht hat. Und so beginnt auch die Bilderreise quer durch Deutschland, nämlich im Wattenmeer und endet im Berchdesgardener Land in schwindelnder Höhe…
Das seitenstarke Buch beginnt aber mit ein paar Bildern, die man ohne Worte auf sich wirken lassen kann,  denn die Bilder sprechen ihre eigene Sprache und verzaubern den Betrachter….
Von Nord nach Süd und West nach Ost kommen Naturschutzgebiete oder Biosphärenreservate zur Darstellung und man kann sich an der Schönheit der Natur kaum sattsehen. Das Buch lädt den Betrachter ein sich selbst einmal vor Ort ein Bild zu machen und da kann ich schon auf einige Ausflüge zurückgreifen und finde mich anhand der Bilder hier im Buch wieder an der Ostsee, auf Rügen, Usedom oder schippere mit einem Fischerboot an den Sandbänken vorbei, wo sich Seehunde in der Sonne aalen.
Nördlich von Berlin liegt eine eindrucksvolle Seenlandschaft, die man einmal erkunden sollte. Dort liegt der Müritz-Nationalpark. An vielen Stationen und Seen dieser Gegend habe ich selbst schon einmal Halt gemacht und die Natur auf mich wirken lassen. Hier kann man in abgelegenen Winkeln Tiere beobachten oder mit dem Boot die Wasserflächen erkunden. Alte Baumbestände und unberührte Natur lassen Raum für Sagen und Mythen.
Auch ist in den Bildern und Berichten der Jahreszeitenwechsel thematisiert und auf Seite 242/3 ist das anhand des Todtnauer Wasserfalls in „flüssigem“ und „gefrorenen“ Zustand besonders gut zu sehen.
Anhand von Ausschnittskarten wird aufgezeigt, wo die Aufnahmen entstanden sind und man bekommt noch viele Tipps und Hinweise zu der entsprechenden Gegend, was sehr hilfreich ist, wenn man auf den Spuren des Fotographen wandeln möchte.
Die wunderschöne Landschaftsvielfalt mit seinen Tieren und Pflanzen ist im Buch „Wildes Deutschland“ eindrucksvoll in Szene gesetzt und anhand der Reiseberichte bekommt man gleich Lust seine Sachen zu packen und selbst auf Entdeckertour zu gehen. Einige Stationen waren mir bereits bekannt und die Bilder haben einen Aha-Effekt bei mir ausgelöst. Dies Buch kann man als großen Reiseführer ansehen, der wirklich Lust darauf macht die Naturschätze, die unser Land bietet zu entdecken, oder einfach die wunderschönen Bilder auf sich wirken lassen und dabei die Seele baumeln lassen!
Fazit: Diesen eindrucksvollen Bildband mit Reiseberichten zu den schönsten Naturschauplätzen Deutschlands kann man als Einladung verstehen, selbst einmal auf Entdeckungstour zu gehen! Empfehlenswert!
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Das Team

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Drei Länder. Drei Ermittler. Ein Fall
 Gerat Mikkelsen Baetens Ep.1_3857© Frédéric Batier
Das sich Ermittlungen über Ländergrenzen hinweg ziehen und sich die zuständigen Ermittler gegenseitig unterstützen, ist spätestens seit der Serie „Die Brücke“ bei Krimifans kein Neuland mehr und „The Team “, dass sich hier für die Ermittlungen in einem Fall zusammenfindet, kommt aus Dänemark, Deutschland und Belgien, sie heißen Harald Björn (Lars Mikkelsen), Jackie Müller (Jasmin Gerat) und Alicia Verbeeck (Veerle Baetens).
Sie müssen sich zusammentun, da z.B. in Berlin in einem Wohnwagen eine Prostituierte getötet wurde, ein abgeschnittener Finger und ein ausgeschossenes Auge kommen als Besonderheit dazu. In Dänemark und Belgien werden ebenfalls Frauenleichen gefunden, die die gleichen Besonderheiten aufweisen.
Ein Journalist, der kurz vor dem Tod der Frauen in ihrer Nähe gesehen wurde, rückt in den Fokus der Ermittlungen. Die Suche nach ihm gestaltet sich schon abenteuerlich, doch als man ihn endlich befragen kann, muss die Suche nach dem Mörder der Frauen in ganz andere Richtungen ausgeweitet werden….

Szenenfoto 3 Ep.1_3857© Frédéric Batier

Im Verlauf kommt dann ein Foto ins Spiel auf dem vier Frauen zu sehen sind und drei davon sind die drei grenzübergreifenden Todesfälle, weshalb das Team überhaupt als Einheit zusammengefasst wurde und die Recherchen führen zu einem weiteren Mord, der schon viele Jahre zurückliegt…..
Die drei Ermittler tauchen ein in eine Welt aus schönem Schein und Sein und ein Augenmerk richtet sich auf einen sehr wohlhabenden Mann, der nach außen hin als erfolgreicher Geschäftsmann auftritt und im Hintergrund die Fäden zieht und dort geht es um Waffen, Drogen und Menschenhandel…..
Neben der Mördersuche quer durch Europa ist auch das Privatleben der Drei ein Thema, was ich persönlich für entbehrlich halte, denn es lenkt meiner Ansicht nach zu sehr vom eigentlichen Fall ab, da man bei der sehr komplexen Handlung schon genug aufpassen muss, damit man bei den vielen Spuren und Mitwirkenden nicht durcheinanderkommt.
Die schauspielerische Besetzung finde ich gelungen und ich könnte mir durchaus einen weiteren länderübergreifenden Fall vorstellen.
Bonus: Making-Of Kurzclips über die Hauptfiguren und ein umfangreiches Booklet
Fazit: Gelungene schauspielerische Besetzung, interessanter länderübergreifender Kriminalfall, Fortsetzung erwünscht!

 

 

 

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Monika Rößiger/Dietmar Nill: Wilde Tiere in Deutschland

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Der Titel dieses Bildbandes ist hier Programm. Auf dem Cover sieht man einen großen gelben Schnabel und zwei wunderschöne braune Augen, die von hellbrauen Federn ummantelt sind. Und an diesen Augen kommt man einfach nicht vorbei! Sie gehören zu einem Seeadler, was ich spontan nicht hätte sagen können, doch im Vorwort dieses Buches erwähnt Andreas Kieling es. Der bekannte Tierfilmer ist genau wie ich begeistert von den wunderbaren Bildern, die hier Dietmar Nill (bereits mehrfach ausgezeichnet für seine Naturfotografien) gelungen sind. Jeder der schon einmal versucht hat ein Tier in seiner Umgebung abzulichten, der weiß wieviel Geduld und Zeit man haben muss, um so beeindruckende Fotos zu bekommen.
Die Biologin und Wissenschaftsjournalistin Monika Rößiger hat zu den Bildern die Texte verfasst und so bekommt man noch mehr Einblick, wo die Bilder entstanden sind (obwohl sie auch schon allein sehr viel aussagen) und wer sich darauf tummelt, schwimmt, fliegt oder krabbelt.
Die ersten Seiten zieren Bilder u.a. von einem Waschbären, einem grünen Frosch oder auch Schmetterlingen. Der Inhalt ist in sechs Kapiteln unterteilt und beginnt mit Im Reich der Robben und befasst sich mit der Rückkehr der Wölfe und endet bei den Akrobaten im Hochgebirge um nur einige zu nennen.
Wer nun genau wie ich überlegt hat, wie der gesamte Kopf des Greifvogels aussieht, der das Cover ziert, der findet dann auf Seite 31 ein Portrait des Seeadlers, das so lebensecht ist, dass man versucht ist über die Federn zu streichen…
Hobbymäßig fotografiere ich alles was kreucht und fleucht in meinem Garten. So ist mir auch schon der eine oder andere Vogel vor die Linse gekommen, nur meinen Lieblingsvogel, den Eisvogel, habe ich noch nicht erwischt, denn er ist einfach zu scheu bzw. zu schnell, dass mir da ein Schnappschuss gelungen wäre. Dietmar Nill hat da bestimmt ganz andere Apparate und mehr Geduld als ich und ihm ist ein wunderschönes Foto von diesem farbenprächtigen Vogel gelungen und man kann es auf Seite 117 bestaunen.
Auf Seite 113 muss man aufpassen, dass der Sperber nicht gleich aus dem Buch fliegt oder auf Seite 132 das Eichhörnchen vom Baum herunterflitzt.
Dies ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was man in „Wilde Tiere in Deutschland“ zu sehen bekommt. Durch die erklärenden und informativen Texte kann man genau nachvollziehen, wo die Fotos entstanden sind. Man nimmt teil an der Reise quer durch ganz Deutschland, die der Fotograf unternommen hat um die Tiere und Landschaften abzulichten und die man in diesen eindrucksvollen Bildern bewundern kann.
Fazit: Das Coverbild lockt den Betrachter an und man taucht ein in wunderschöne Tier- und Landschafsbilder, die für sich selbst sprechen und einfach nur faszinieren!

 

 

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Seitengänge

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Der Film spielt irgendwo in Frankreich.
Für die  junge eigenwillige Gracieuse bricht eine Welt zusammen als sie miterleben muss, dass ihr Lieblingspferd gegen ihre Erwartungen verkauft wird. Da sie sich übervorteilt und hintergangen fühlt, kommt es zu einer unschönen Szene, in deren Verlauf sie ihre Arbeit als Zureiterin verliert und sie zurück auf den Hof ihres Vaters kommt.
In unmittelbarer Nähe findet sie neue Arbeit bei Joséphine, die mit Dressurpferden ihr Geld verdient. Dort kann Gracieuse als Pflegerin anfangen.
Auf dem Gestüt lebt seit Jahren Franz Mann (Bruno Ganz), der eine Legende im Dressursport ist. Irgendwie scheint er von Joséphine abhängig zu sein. Mürrisch und nicht unbedingt mit Leidenschaft trainiert er betuchte Reiterinnen und bildet ihre wunderschönen und teuren Pferde für den Dressursport aus.
Als eine dieser betuchten Damen ein von ihr ausgemustertes Pferd umtauschen will, sieht Gracieus ihre Chance und durch einen Zufall darf sie das Tier reiten und in ihrem Kopf scheint es zu arbeiten, denn sie hat nicht vor immer nur Ställe auszumisten…
Da eine Großveranstaltung im Dressursport in Deutschland ansteht und Franz Mann, Joséphine und die meisten Pferde mit ihren Reiterinnen dorthin reisen, ist das Gestüt fast menschenleer. Gracieus informiert sich über die Dressurmethode von Franz Mann und fängt an mit dem zurückgebrachten Pferd zu trainieren und sie bleibt verbissen dabei und macht Fortschritte. In einer Nacht- und Nebenaktion macht sie sich mit dem Pferd auf nach Deutschland um Franz Mann ihre Dressur vorzuführen……
Ich kenne mich in der Welt des Reit- und Pferdesport kein bisschen aus. Ich hatte den Eindruck, dass hier nicht nur Pferde gezähmt werden, sondern auch die junge Frau, die in ihrem Leben anscheinend besser mit Pferden als mit Menschen umgehen kann. Wie auch anderen Orts gibt es hinter den Kulissen von prachtvollen Pferden, Ruhm und Reichtum Intrigen und Neid, die sich auch in dieser Geschichte widerspiegeln..
Alles Glück dieser Welt, liegt auf den Rücken der Pferde scheint hier im Vordergrund zu stehen und wird von Pferdeliebhabern sicherlich unterstrichen. Ich kann den Film „Seitengänge“ nicht einordnen oder beurteilen, denn ich habe keine Ahnung von Pferden und deswegen hat er für mich auch keinen Unterhaltungswert, denn dazu ist er zu sportorientiert und die Handlung der jungen Reiterin für mich nicht nachvollziehbar.
Fazit: Die Liebe zum Pferdesport steht hier an erster Stelle!
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