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Robert Galbraith: Weißer Tod

Randomhouse Audio

Gerade hatte mir der Weihnachtsmann die Verfilmung der ersten drei Fälle für Cormoran Strike und Robin Ellercott mit dem Titel „Strike“ auf den Gabentisch gelegt und ich habe die DVD mit Begeisterung angeschaut und kann nur sagen, die Besetzung ist gelungen und die Verfilmung erst! Lohnt sich auf jeden Fall anzuschauen!
Die Veröffentlichung des letzten Buches ist ja bereits einige Zeit her und da passte das Anschauen der vorherigen drei Fälle prima um wieder ins Geschehen einzutauchen, obwohl mir das wahrscheinlich auch so gut gelungen wäre, denn „Die Ernte des Bösen“ endet ja so abrupt während der Hochzeitsfeierlichkeiten von Robbin und Matthew mit einem Knall, dass mir das im Gedächtnis geblieben ist.
Nun gibt es endlich Nachschub in Sachen Spannung und Fall Nr. 4 mit dem TitelWeißer Tod“ ist erschienen.
Ich habe mich erneut für die Hörbuch-Version entschieden, die unverwechselbar und mit einer Stimmenvielfalt meisterhaft von Dietmar Wunder vorgetragen wird. Diesmal muss man sich etwas Zeit nehmen, denn die ungekürzte Lesung umfasst immerhin mehr als 21 Stunden! Doch die sind wie im Flug vergangen, denn bereits nach den ersten Sätzen – die übrigens genau dort beginnen, wo das letzte Buch aufgehört hat – ist man wieder mitten drin in der Handlung und man befindet sich auf der Hochzeit von Robin und Matthew…
Durch die erfolgreichen und pressewirksamen Ermittlungen im Vorfeld ist die Privatdetektei mittlerweile recht bekannt und die Aufträge lassen nicht mehr auf sich warten, so dass weitere Mitarbeiter eingestellt wurden und Robin nun nicht mehr nur Assistentin, sondern  Geschäftspartnerin von Cormoran ist. 
Als Zuhörer wird man Zeuge als dann eines Tages Billy, ein etwas verwirrt wirkender junger Mann in die Detektei kommt und Cormoran etwas umständlich um Hilfe bittet, denn er glaubt den Mord an einem Kind gesehen zu haben. Doch bevor Cormoran weitere Einzelheiten erfragen kann, flüchtet Billy panisch aus den Räumlichkeiten….
Irgendetwas sagt Cormoran, dass er an dieser Sache dranbleiben sollte …
Die Klärung dieses anfangs etwas undurchsichtigen Falles ist eine schwierige und umfangreiche Ermittlung, die dann allerdings weitreichende Kreise zieht…
Robin arbeitet undercover, denn ein hoher Minister bittet um Hilfe, da er erpresst wird….
Auf Umwegen kreuzen sich die beiden obigen Fälle dann und führen in die exklusiven Kreise, in Herrenhäuser und aufs Land, wo Pferde im Mittelpunkt des Geschehens stehen und aus Erpressung wird dann Mord, den es aufzuklären gilt….
Mehr möchte ich gar nicht verraten von diesem komplexen, aber so was von spannenden Hörbuch!  Ich kann nur jedem empfehlen, sich dieses Hörvergnügen zu gönnen.
Es kommen eine ganze Menge Personen in der Handlung vor, aber Dietmar Wunder schafft es „wie von Zauberhand“, dass man die Mitwirkenden alle gut unterscheiden kann, denn für jeden hat er eine ganz besondere Stimmnuance parat, die dabei hilft, sich in der komplexen Geschichte zurechtzufinden. Klasse!
Fazit: Unbedingte Hörempfehlung für dieses spannende Hörvergnügen, dass gern noch durch weitere „Einsätze von Strike und Co.“  fortgesetzt werden darf!

 

 

 

 

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Jens Henrik Jensen: Oxen – Der dunkle Mann

der audio-verlag

Nachdem ich bereits im September letzten Jahres ganz begeistert von der Hörbuchlesung „Oxen – Das erste Opfer“ durch Dietmar Wunder gewesen bin, gibt es jetzt den zweiten Teil der Trilogie mit dem Titel „Oxen – Der dunkle Mann“, die Jens Henrik Jensen zu Papier gebracht hat. Die ungekürzte Lesung hat wiederum Dietmar Wunder übernommen, was immer ein gute Wahl ist!
Am Ende des ersten Teils trennten sich ja die Wege des hochdekorierten, aber psychisch angeschlagenen ehemaligen Elitesoldaten Niels Oxen und Margarethe Franck, der toughen Mitarbeiterin des dänischen Geheimdienstes,  ganz abrupt, da Oxen spontan in die Anonymität abgetaucht ist, obwohl Margarethe so etwas wie einen „gewissen Draht“ zu ihm aufbauen konnte, denn vertrauen tut Oxen eigentlich niemanden mehr…..
Zu Anfang des zweiten Teils erfährt der Zuhörer, dass Niels bei dem alten „Fisch“ untergekommen ist, wo er in einem heruntergekommenen Haus wohnt und unter falscher Identität für den alten gebrechlichen Fischzüchter arbeitet und sich vorerst in Sicherheit wiegt….
Doch diese Sicherheit trügt, Museumsdirektor Bulbjerg, dem Oxen vor einiger Zeit brisante Unterlagen über den geheimnisumwitterten und aus dem Verborgenen agierenden Geheimbund Danehof, hatte zukommen lassen, wurde ermordet….
Wie auch im ersten Teil dauert es nicht lange und man fahndet nach Niels Oxen, denn der übermächtige Feind hat geschickt wieder alle Hebel in Bewegung gesetzt um ihm den  Mord an Bulbjerg  in die Schuhe zu schieben…
Auch der Geheimdienstchef Axel Mossmann will Oxen unbedingt sprechen und hofft mit Margarethe Franck einen Ass im Ärmel zu haben. Doch ob Margarethe tatsächlich Kontakt zu Oxen aufbauen kann, bleibt hier natürlich wieder unerzählt, dafür ist der zweite Teil viel zu spannend um noch mehr vom Inhalt zu verraten…
Über 15 Stunden gibt es hier anhaltende Spannung, die durch den hervorragenden Lesestil Dietmar Wunders zu einem Hörerlebnis der besonderen Art wird. Die Charaktere werden stimmlich unterschiedlich „dargestellt“, so dass man sie sich bildlich vorstellen kann und schnell ins Geschehn abtauchen kann.
Besonders interessant/spannend finde ich auch das Zusammenspiel zwischen Niels Oxen und Margarthe Franck, das sich weiterentwickelt hat und man auf den dritten Teil gespannt sein darf, inwieweit sich die beiden noch annähern.
Fazit: Hatte Jens Henrik Jensen den ersten Teil schon sehr fesselnd geschrieben, gibt es hier noch einen Extra-Spannungspunkt dazu. Dietmar Wunder setzt dem Ganzen mit seinem exzellenten Vortrag dann noch die Krone auf, so dass die Hörbuchfassung besonders hörens- und empfehlenswert gelungen ist!

 

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Jens Henrik Jensen: Oxen – Das erste Opfer

In Dänemark landete Jens Henrik Jensen mit „Oxen: Das erste Opfer“ auf Nr. 1 der Bestseller-Liste. Nun ist der erste Band der Thriller-Trilogie in Deutschland erschienen.
Ich habe mich für die ungekürzte Lesung mit Dietmar Wunder entschieden, was mal wieder spannende Unterhaltung der Spitzenklasse war, was natürlich zum Einen durch die fesselnd geschriebene Buchvorlage von Herrn Jensen kam, aber dann durch den meisterhaften Vortrag von Herrn Wunder zum Ohrenschmaus wurde.
Zum Inhalt:
Im Mittelpunkt des Geschehens steht der ehemalige Elitesoldat Niels Oxen, der sich zwar mit vielen Tapferkeitsauszeichnungen schmücken kann, aber psychisch durch Einsätze in vielen Krisen/Kriegsgebieten schwer gezeichnet ist, weshalb er sich mit seinem Hund Mr. White in die Einsamkeit der dänischen Wälder zurückgezogen hat, wo er mit seinen inneren Dämonen reichlich zu kämpfen hat.
Während er mal wieder durch die Wälder streift, ist es bereits dunkel geworden und Oxen erreicht das Gelände um das gut gesicherte Schloss Nørlund. Um nicht vom Wachpersonal oder den Videokameras erfasst zu werden, zieht er sich ins Unterholz zurück, wo er dann plötzlich auf einen erhängten Hund stößt….
Leider ist das nicht die einzige Leiche in diesem Gebiet, denn auch der Schlossbesitzer, ein ehemaliger Botschafter wird ermordet…
Im Verlauf gerät Niels Oxen dann in den Fokus der polizeilichen Ermittlungen, die auch noch den PET, den dänischen Geheimdienst, auf den Plan rufen und er gilt bald als Mordverdächtiger Nr. 1….
Um aus diesem Schlamassel heil rauszukommen, lässt er sich auf einen Deal mit dem Geheimdienst ein und ermittelt dann nebst der sehr engagierten Geheimdienstmitarbeiterin Margarethe Frank auf eigene Faust um seine Unschuld zu beweisen…
Doch bald müssen die beiden feststellen, dass der Botschafter nicht der einzige Todesfall ist, den sie genauer untersuchen müssen, sondern je weiter bei ihren Recherchen kommen, je größer wird das Ausmaß und die Brisanz und sie bekommen es mit einem mächtigen Gegner zu tun, was dann in der Handlung zu reichlich Actionszenen führt, die Dietmar Wunder so bildhaft vorträgt, dass man mit den beiden „Ermittlern“ regelrecht mitfiebert und hofft, dass sie heil aus der ganzen Sache herauskommen….
Ob sie es schaffen, dem übermächtigen Gegner Paroli zu bieten, bleibt hier mal wieder unerzählt, sollte man sich aber auf gar keinem Fall entgehen lassen und ganz besonders die Hörbuchfassung kann ich da empfehlen, denn das Kopfkino springt hier ganz schnell an und auch nach 13 Stunden Hörgenuss, hätte es für mich noch weitergehen können….
Da es ja eine Trilogie ist, hoffe ich dass das nächste Buch bald veröffentlicht wird!
Hier gehts lang zur Hörprobe auf der DAVVerlags-Seite
Fazit: Der hochspannende erste Einsatz des sympathischen dänischen Ermittler-Duos aus der Feder von Jens Henrik Jensen wird durch die Lesung von Dietmar Wunder zum Kopfkino und somit zu einem besonderen Hörerlebnis! Unbedingt anhören!

 

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Ingar Johnsrud: Der Hirte

Bei Thriller-Debüts greife ich gern auf die Hörbuchfassung zurück und da Dietmar Wunder die gekürzte Lesung von „Der Hirte“  übernommen hat, war das für mich schon mal ein wichtiger Aspekt, denn alles war ich bisher von diesem Vorleser gehört habe, war mit Hörgenuss verbunden……
Der Osloer Hauptkommissar Frederik Beier ist körperlich und seelisch angeschlagen, weswegen einige Vorgesetzte ihn nur unter Vorbehalt einsetzen wollen. Als dann Anette, die erwachsene Tochter der Politikerin Lise Wetre vermisst wird, ist Beiers Einsatz gefragt. Kaum das er nebst seinem Kollegen  die Eltern der Vermissten befragt und von ihnen erfahren hat, dass Anette mit ihrem kleinen Sohn der Glaubensgemeinschaft „Gottes Licht“ angehört, werden die beiden Ermittler zu einem abgelegenen Hof abgebordert.  Auf diesem Hof haben sich die Mitglieder  von „Gottes Licht“ angesiedelt und nun wurden dort mehrere Personen auf brutalste Weise ermordet, aufgefunden. Bei der näheren Untersuchung des Geländes stoßen Beier und Co auf einen Keller, der extrem gesichert ist und ein furchteinflößendes Labor beinhaltet….
Obwohl das ganze Gelände untersucht wird, fehlt von weiteren Mitgliedern der Glaubensgemeinschaft jede Spur. Auch die dort lebende Anette mit ihrem kleinen Sohn ist nirgend aufzufinden, wurden sie entführt oder was war auf dem Gelände geschehen???
Leider begnügt sich der Autor nicht mit der Suche nach den Vermissten, sondern er packt so viel „Input“ in die Handlung, dass einem schwindlig werden kann. Nicht nur das die unterschiedlichsten Örtlichkeiten eine Rolle spielen – wie z.B. im Prolog Afghanistan – sondern auch Zeitsprünge in die 1940ziger Jahre werden handlungsmäßig mit vielen „Mitwirkenden“ eingebaut. Dann geht es themenmäßig nicht nur um Mord und Entführung, sondern um verabscheuungswürdige Experimente an Menschen, Terror, unterschiedliche Religionen, Bruderschaften, Sekten und Identitätswechsel, was mir ehrlich gesagt ein bisschen zu viel „des Guten“ ist.
Der Schreib- bzw. Erzählstil ist eigentlich ganz angenehm und anschaulich und wenn es bei einem Thema geblieben wäre, hätte es durchaus spannend/fesselnd werden können aber durch das ständige „Switchen“ und die vielen Personen/Namen/Orte/Themen wird es dann trotz des sehr guten Vorlesers undurchsichtig und man muss sehr aufpassen, dass man nicht den Faden verliert….
Fazit: Schade, trotz exzellentem Vorleser gibt es hier zu viel Handlungswirrwarr, so dass man aufpassen muss, das man nicht den Faden verliert. Oftmals ist weniger mehr!

 

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Tony Parsons: Wer Furcht sät

Dies ist der dritte Einsatz von Detective Max Wolfes, der in London als Ermittler in Sachen Mord  spannende Fälle löst.
Fand ich die beiden vorherigen Bücher bzw. Hörbücher „Dein finsteres Herz“ und  „Mit Zorn sie zu strafen“ schon spannend und durch den Vorleser Dietmar Wunder besonders hörenswert, setzt Tony Parsons mit „Wer Furcht sät“ noch eine Portion Spannung drauf, denn er webt historische Ereignisse und die immer noch existierenden geschichtsträchtigen Orte geschickt in die Handlung ein, so dass man sie als „Link“ in die Jetztzeit verstehen kann….
Max Wolfes und sein Team bekommen diesmal alle Hände voll zu tun, denn eine mehrköpfige Bande hat sich zusammengefunden und entführt Menschen und richtet sie durch erhängen hin. Ihr erstes Opfer ist ein ausländischer Taxifahrer, der nur auf den ersten Blick unschuldig ist, denn genau wie alle weiteren Opfer der „Henkersbande“ hatte er ein schweres Verbrechen begangen, wurde zwar vor Gericht gestellt, aber doch eher milde dafür bestraft…
Bis man dieser Gruppe von Gleichgesinnten jedoch auf die Spur kommt, sind umfangreiche Recherchen angesagt: Zwar sind die Auffindeorte der Leichen recht dicht beieinander und weisen auf einen historischen Ort hin, aber die Täter sind immer den Ermittlern eine Nasenlänge voraus. Besonders brisant am Fall ist, dass man Videos im Internet findet, die dann im Verlauf sogar live die Opfer am Galgen hängend zeigen….
Als dann wieder jemand entführt wird, folgt Max Wolfes seiner Intuition um die Täter auf frischer Tat zu ertappen, doch das wird Ihm zum Verhängnis, denn plötzlich hängt sein Leben nur noch an einem seidenen Faden……
Mehr darf man von diesem absolut spannenden und toll geschrieben Buch nicht preisgeben, das wieder mit unverkennbarer stimmlicher Vielfältigkeit von Dietmar Wunder vorgetragen wird.
Fazit: Tony Parsons hat hier Spannung pur angereichert mit historischen Fakten niedergeschrieben, die stimmlich wieder fesselnd von Dietmar Wunder vorgetragen wird, so dass man hier schon von einem Thriller-Dream-Team sprechen kann. Bitte mehr davon!

 

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Samuel Bjørk: Federgrab

Federgrab von Samuel Bjork

Im Mai letzten Jahres hatte ich hier das Krimi- bzw. Thrillerdebut  „Engelskalt“ dieses norwegischen Autors  vorgestellt, welches ich mir damals von Dietmar Wunder in der Hörbuchfassung habe vorlesen lassen. Das Debut und besonders den Vortrag fand ich gelungen.
Nun gibt es „Nachschub“ aus Norwegen und wiederum hat Dietmar Wunder die Lesung übernommen und der Zuhörer kann sich in den neun Stunden, die die Hörbuchfassung dauert, davon überzeugen, was für ein Stimmenspektrum er besitzt. In „Federgrab“ switcht er gekonnt z.B. von einer Kinderstimme zu der des immer etwas „brummeligen“ Kommissar Munch, der die Ermittlungen leitet. Außerdem setzt sich die Gesamthandlung aus mehreren Perspektiven zusammen und da hilft einem hier die Stimme des Vorleser ganz besonders um alles richtig einzuordnen.
Zum Inhalt:
Der Hobbybotaniker Tom Pedderson durchstreift ein Waldgebiet auf der Suche nach einer besonderen Pflanze. Doch die Suche nach diesem Gewächs wird jäh unterbrochen, als er einen grausigen Fund macht: Er findet ein totes unbekleidetes Mädchen, dass von Federn umkränzt ist und eine weiße Lilie im Mund hat…
Die Ermittlungen übernimmt Kommissar Holger Munch und auch die immer noch psychisch etwas angeschlagene Mia Krüger ist wieder mit im Team dabei…
Bis die Ermittler die Identität der Toten herausgefunden haben, dauert es etwas und die Spur führt  dann zu einem Heim für junge Mädchen, wo man aber nicht unbedingt zur Aufklärung des Mordfalls beitragen kann, denn die vormals aufgegebene Vermisstenanzeige bezüglich Camilla Green wurde kurze Zeit später wieder zurückgenommen, denn sie hatte eine SMS als Lebenszeichen geschickt…
So richtig voran kommen die Ermittlungen erst als ein Hacker sich bei der Polizei meldet und auf ein bizarres Video aufmerksam macht, dass er beim „Surfen im Netz“ entdeckt hat….
Mehr möchte ich hier eigentlich gar nicht erzählen, denn wie auch der erste Fall mit dem Team um Kommissar Munch wird man hier spannend unterhalten. Zwar gibt es von Seiten des Team sehr viel „Handlungsbeiwerk“ und es wird deren psychische Verfassung (Mia) einige Male in den Vordergrund gerückt, so dass der eigentliche Fall darunter verschwindet und auch das Familienleben des Kommissars ist ein Thema, was vielleicht ein wenig zu viel des Guten ist, denn die Aufklärung des mysteriösen Falls an sich hätte mir schon gereicht, zumal auch noch aus verschiedenen Perspektiven bzw. durch unterschiedliche Personen erzählt wird.  Doch Dietmar Wunder hat es erneut geschafft, dass man genau am Ball leibt und man nicht abdriftet, denn wenn er liest, ist es immer ein ganz besonderes Hörvergnügen, so dass die „kleinen Schwächen“ in der Handlung dann nicht mehr so doll stören.
Fazit: Ein bisschen mehr Konzentration auf den spannenden Mordfall wäre hier wünschenswert gewesen, aber durch die gekonnte Lesung von Dietmar Wunder werden diese kleinen Beanstandungen gekonnt ausgeglichen, so dass man hier spannend unterhalten wird.

 

 

Aus einem Jugendheim bei Oslo verschwindet ein siebzehnjähriges Mädchen. Einige Zeit später wird

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Robert Galbraith: Die Ernte des Bösen

Die Ernte des Boesen von Robert Galbraith
Ein neuer Fall für Privatdetektiv Cormoran Strike und  Robin Ellacott, die mittlerweile mehr als seine Sekretärin ist, denn sie hat ein Händchen dafür um an Informationen zu kommen und sich durch ihre ganze Art auch in sein Herz geschlichen ……
Die drei Mp3-CD’s umfassen 18,5 Stunden Spannung pur, die wie im Flug vergehen, denn Dietmar Wunder schafft stimmlich wieder die passende Atmosphäre um dieses Hörbuch zu genießen.  Besonders gut gefällt mir,  dass er jeder „Figur“  eine andere „Stimme“  gibt, so dass  man sie gut unterscheiden kann. Im Verlauf der Handlung gibt es einige nicht besonders nette Zeitgenossen, so daß durch deren Stimmnuance man auch schon etwas auf den Charakter der Figur schließen kann und dabei passiert es dann schon mal, daß einem die  Gänsehaut über den Rücken läuft. Einfach klasse!
Das Hörbuch „Die Ernte des Bösen“ beginnt auch gleich mit einer gruseligen Szene, denn Robin Ellacott, die ihre Hochzeit mit Matthew plant und vorbereitet, lässt sich aus Zeitmangel dann schon mal ihre Post ins Büro schicken. Und deshalb denkt sie sich auch nichts dabei als sie ein an sie gerichtetes Paket in Empfang nimmt.  Als sie es öffnet und den Inhalt sieht, bleibt ihr erst einmal die Luft weg und sie stößt einen Entsetzenschrei aus, denn im Paket befindet sich ein abgetrenntes vernarbtes Frauenbein….
Cormoran ist davon überzeugt, dass dies Paket eigentlich für ihn gewesen ist, denn das darin befindliche Bein ist genau an der Stelle abgetrennt, an dem auch sein Bein amputiert werden musste. Bei dem Absender fallen  ihm  dann auch einige Typen ein, die für so eine makabere Tat in Frage kommen.  Alle haben irgendwie mit seiner Vergangenheit zu tun und so erfährt man im Verlauf einiges aus dieser unsteten Zeit.
Als Zuhörer taucht man ein in die sozialen Umfelder der Verdächtigen und die jeweiligen vorherigen Taten. Die Handlung ist so geschrieben, dass jeder der Täter sein könnte, denn kriminelle Energie gibt es hier reichlich. Die Handlung ist nichts für schwache Nerven, denn es gibt weitere abgetrennte Körperteile und brutale Morde. Es kommt zu einigen körperlichen Auseinandersetzungen bei der Cormoran so einiges einstecken muss. Am Ende hat er reichlich Blessuren davongetragen, aber wieder mal erfolgreich einen bizarren Mörder zur Strecke gebracht!
Robert Galbraith (übrigens das Pseudonym von J.K. Rowling) beschreibt sehr anschaulich die Lebensverhältnisse der einzelnen Mitwirkenden und diesmal bekommt der Zuhörer reichlich Einblick in das Privatleben von Cormoran, aber auch von Robin, die eine schwierige Zeit mit ihrem Verlobten durchlebt, was dann zu einem Liebes-On/Off führt, das die ganze Hochzeit in Taumeln bringt…
Das Ende des Hörbuchs ist so geschickt gewählt, dass man als Zuhörer staunt, dass es mitten in einer Situation endet und man braucht einen Moment um das zu realisieren, denn man ist ja – wie schon oben erwähnt –  durch den tollen Vorleser eingetaucht ins Geschehen. So kann ich nur hoffen, dass diese spannende Reihe bald fortgesetzt wird!
Fazit: Nach „Ruf des Kuckucks“ und „Der Seidenspinner“ ist dies Hörbuch eine gelungene Fortsetzung der spannenden Reihe, das erneut von Dietmar Wunders Vortragskunst noch veredelt wird!
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