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Yrsa Sigurdardóttir: DNA

DNA von Yrsa Sigurdardottir

In Islands Hauptstadt Reykjavík geht das Grauen um: Elisa ist allein zuhause mit ihren drei kleinen Kindern, denn ihr Mann Sigvaldi ist zu einer medizinischen Konferenz gereist. In der Nacht steht plötzlich die kleine Margrét vor Elisa Bett und erzählt ihr, dass jemand im Haus ist…..
Einige Stunden später wird die Polizei von der Nachbarin alarmiert, denn die beiden kleinen Söhne von Elisa stehen in der Kälte auf der Straße. Auf mehrmaliges Klingeln und Klopfen der Nachbarin  hatte sich nicht im Haus geregt. Dann machen die eingetroffenen Polizisten eine schreckliche Entdeckung:  Elisa liegt grauenvoll zugerichtet tot in ihrem Bett…..
Für die Polizisten ist es ein schrecklicher Anblick, aber welchen Alptraum muss die kleine Margrét durchlebt haben,  denn man findet sie zusammengekauert unter dem Bett der toten Mutter…..
Die Befragung der einzigen kleinen Zeugin ist schwierig und bedarf besonderer Fachkenntnisse. Freya vom Jugendamt kommt da ins Spiel und im Verlauf übernimmt sie eine ganz besondere Aufgabe…
Der ermittelnde Beamte heißt Huldar und da es sein erster großer Fall ist, muss er seinem Chef beweisen, dass er dieser Verantwortung gewachsen ist, denn dieser verlangt schnelle sichtbare Ermittlungsergebnisse. Doch leider bleibt es nicht bei der einen grausam zugerichteten Toten und Huldar und sein Team haben alle Hände voll zu tun, zumal der Täter rätselhafte Botschaften hinterlässt….
Dies ist ein Handlungsteil. In einem weiteren lernt der Leser Karl und seine beiden Freunde kennen. In ihrer Freizeit beschäftigen sie sich mit Amateurfunk. Eines Tages empfängt Karl auf einer Frequenz merkwürdige Zahlenkombinationen, die ihm Rätsel aufgeben…
Es gibt noch weitere Puzzleteilchen, die sich dann im Verlauf zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Fand ich das Rätselraten um die Zahlenkombinationen und die Entschlüsselung der Botschaften noch spannend und interessant, so muss ich einige Abstriche beim Nachvollziehen des Motivs des Täters bzw. den Auslöser für diese brutalen Taten machen. Die langwierige Suche nach dem „gemeinsamen Nenner“ der Opfer und dann die „kurze“ Erklärung wie alles zusammenhängt, passen irgendwie nicht zu dem sonst bekannten Schreib- bzw. Erzählstil der Autorin. Besonders die anhaltende beklemmende Spannung wie ich sie z.B. aus „Nebelmord“ kenne, fehlt mir hier bei „DNA“ ganz.
Fazit: Schade, aber dies Buch reicht m.E.  nicht an die vorherigen Bücher der Autorin heran

 

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Arne Dahl: Hass

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Mit diesem Buch heißt es Abschiednehmen von der Opcop-Gruppe um Paul Hjelm!
Doch bevor es soweit ist, passiert noch eine Menge und aus vielen Handlungssträngen kristallisiert sich dann ein Horrorszenario, dass man nur hoffen kann, das es reine Fiktion ist, obwohl ich mir doch an manchen Stellen denken könnte, was Arne Dahl hier aufgeschrieben hat, könnte in absehbarer Zeit Forschern tatsächlich gelingen, denn wer weiß schon genau was in geheimen Forschungslaboren so alles herumexperimentiert wird und da ist die menschliche DNA sicherlich kein Tabu. Und auch wie in diesem Buch klar und deutlich wird, wenn Geld da ist und ein Käufer sich für ein Produkt interessiert, können so einige unvorstellbare Dinge passieren.
Ich weiß, dass ich hier in Rätseln spreche, aber ich will auf gar keinem Fall zu viel vom Inhalt des Buches „Hass“ preisgeben, denn dann nähme ich ja dem Leser die Spannung und den Genuss diesen fesselnden Thriller zu lesen.
Wer die vorherigen Bücher gelesen hat, der weiß dass in „Neid“ am Ende eine Bombe explodiert ist. Ein Handlungsstrang in diesem Buch ist jetzt die Aufarbeitung warum Donatella Bruno sterben musste und wer für das Attentat verantworlich ist.
Ein weiterer Teil befasst sich mit einem Hackerangriff auf eine Stockholmer Firma, die sich mit Genforschung befasst. Diese Ermittlungen führen einige Mitglieder der Opcop-Gruppe nach China, wo sie dann auf einen chinesischen Polizisten treffen, der etwas undurchsichtig ist und sie nicht genau wissen, inwieweit sie ihm trauen können.
Auf einer Südseeinsel taucht plötzlich eine Drohne auf, die den geheimen Unterschlupf zweier Bewohner auskundschaftet und dann alles in Schutt und Asche legt…..
Ein Teil der Gruppe befasst sich mit dem Verschwinden zweier Mitglieder und diese Ermittlungen führen zur italienischen Mafia und die hat anscheinend neue Strukturen um ihre Machtverhältnisse zu verbreiten und in einem abgelegenen, kaum bewohnten Teil Italiens kommt es dann zu einem Showdown, der schon ein wenig in Richtung Sci-Fi geht, da Paul Hjelm & Co.  es hier mit einem ganz speziellen Gegener zu tun bekommen…
Arne Dahl hat hier den Schlussakkord der Opcop-Gruppe mit einem spektakulären Showdown enden lassen und auch diesmal fügen sich viele kleine Teile zu einem großen Etwas zusammen, dass einem zu denken geben sollte und man nur hoffen kann, dies ist Fiktion und nicht der Realität entsprungen.
Fazit: Dieser Schlussakkord mit seinem spektakulären Showdown klingt noch lange nach, doch man kann sich ihm auch nicht entziehen, dazu ist dieser Thriller einfach zu fesselnd und diese Spanung sollte man unbedingt genießen.
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