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Miss Fishers mysteriöse Mordfälle – Staffel 1

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Auf geht es mit Musik zu der man Charleston tanzen kann geradewegs nach Down Under. Die dreizehnteilige Serie führt den Zuschauer ins australische Melbourne der 1920ziger Jahre.
Die Titelgeberin der Serie ist die selbsternannte Privatdetektivin Phryne Fisher. Sie ist jung und sehr attraktiv und sie hat ihre ganz eigenen Ermittlungsmethoden.
Am Anfang der Serie wird gleich ihr Spürsinn geweckt, denn als sie zu einer Einladung eintrifft, wird ihr mitgeteilt, dass der Hausherr plötzlich verstorben sei. Die Polizei ist bereits vor Ort und auch Miss Fisher gelingt ein Blick auf den Tatort ganz zum Leidwesen des ermittelnden Detective Inspector Jack Robinson.
Im Verlauf stellt sich heraus, dass der Hausherr ermordet wurde und da kommen so einige Dinge über ihn zu Tage, die dann wiederum zu einem Quacksalber führen, der illegale Abtreibungen durchführt….
Einen gewissen Gruselfaktor hat die letzte Folge der Staffel, denn es werden Leichen gefunden, deren Gehirn durch die Nase entfernt wurden, wie man es im Alten Ägypten mit den Mumien gemacht hat und der Mörder hat auch ein Souvenir in Form eines kleinen Steins da gelassen, der dann in einer der Nasenöffnungen steckt…
Miss Fishers Hausmädchen Dorothy Williams hat aus religiösen Gründen Schwierigkeiten mit der neu aufkommenden Technisierung.  Wenn z.B. das Telefon klingelt, kann es sein, dass sie daneben steht und nicht in der Lage ist den Hörer abzunehmen, doch wenn man für Miss Fisher arbeitet, muss man diese Hürde nehmen…

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Phyrne Fisher ist schlagfertig und wenn sie einen Raum betritt, wird man auf sie unweigerlich aufmerksam, denn ihr schwarzer Bob und ihre luxuriöse Kleidung sind ihr Markenzeichen und lassen so manchen Mann wehmütige Blicke senden. DI Robinson ist zwar verheiratet, aber es knistert bald zwischen ihm und Miss Fisher…..
Wer gerne dem belgischen Hercule Poirot oder der englischen Miss Marple beim Ermitteln zugesehen hat, dem gefallen sicherlich auch „Miss Fishers mysteriöse Mordfälle “. Die schauspielerische Besetzung ist gelungen und die Hauptdarstellerin hinterläßt einen nachhaltigen Eindruck und verpasst der Figur eine Ausstrahlung, das es nicht nur wegen der Spannung knistert!
Im beiliegenden Booklet werden alle Figuren vorgestellt und im reichhaltigen Bonusmaterial gibt es Interviews mit Cast und Crew, einen Blick hinter die Kulissen u.v.m.
Fazit: Miss Fisher hinterlässt einen bleibenden Eindruck und spannende Kriminalfälle gibt es noch dazu! Bitte mehr davon!
 

 

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Jonathan Evison: Umweg nach Hause

Umweg nach Hause von John Evison
Eine kleine Warnung vorweg! Bevor man das Hörbuch „Umweg nach Hause“ startet, sollte folgendes beachtet werden:
Man sollte es sich zwar bequem machen und der Handlung folgen, aber Essen und Trinken während des Anhörens sind tabu, denn sonst könnte es passieren, dass das Nahrungsmittel, dass sich gerade im Mund befindet, plötzlich durch die abrupte Irritation der Lachmuskeln dann irgendwo auf der Kleidung oder der näheren Umgebung landet.
Der Autor hat hier Passagen geschrieben, die Bjarne Mädel (übrigens für dieses Hörbuch eine tolle Wahl) dann in seiner ganz eigenen Sprechweise wiedergibt, so dass man die Situation direkt vor dem Auge hat und dann passiert es: Die Lachmuskeln explodieren und man erliegt dem Charme und Witz der Situation!
Doch die Geschichte behinhaltet auch ein ernstes Thema, nämlich die schwere Muskelerkrankung des 19-jährigen Trevor, der auf sehr viel Hilfe durch seinen Pfleger Benjamin Benjamin (was für ein Name!) angewiesen ist.
Nach einem Crashkurs in Sachen „häuslicher Pflege“ und nach einem ganz großen privaten Desaster wird Benjamin der neue Pfleger von Trevor. Nach einer Eingewöhnungsphase auf beiden Seiten werden die beiden zu einem guten Team und im Verlauf der Handlung machen sich die beiden auf den Weg um Trevors Vater in Utah zu besuchen. Mit einem Kleinbus und mit allen möglichen Hilfsmitteln fahren die Zwei quer durch Amerika. Es kommt zu Begegnungen mit Menschen, wie z.B. dem Mädchen Dot, das einige Zeit mit den beiden im Bus mitfährt oder die hochschwangere Peaches und ihren Freund Elton, die ebenfalls nach einer Autopanne im Bus mitfahren, was dann noch zu einigen Turbulenzen führt…..
Die Gesamthandlung durchziehen die Gedanken von Benjamin, der eine schwere Bürde trägt und mischen sich mit den Biographien von Trevor, Dot, Peaches und Elton und das ist dem Autor wirklich gut gelungen.  
Die Geschichte ist mit viel Herz und Mut machtend niedergeschrieben, sie wird so gekonnt von Bjarne Mädel ausgedrückt und sprachlich wiedergegeben, dass man als Zuhörer mit im Bus sitzt und durch die USA fährt…
Fazit: Ergreifendes, aber auch humorvolles Hörbuch, das durch die Lesung von Bjarne Mädel zu einem besonderen Hörerlebnis wird. Unbedingt anhören!
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