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Sven Koch: Dünenfeuer

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Gut ein Jahr ist es her, daß ich hier den Krimi „Dünenkiller“ von Sven Koch vorgestellt habe und mein Resümee fiel durchaus gut aus, denn die gelunge Fortsetzung der „Dünen-Reihe“ punktete mit einem tollen Ermittlerteam und filmreifen Szenen.
Nun gibt es Nachschub aus dieser Reihe und gleich zu Beginn wird es frostig, denn ganz Niedersachsen ist zu einer schneebedeckten klirrenden Winterlandschaft erstarrt. Die verköpfige SOK für Schwerverbrechen und organisierte Kriminalität unter der Leitung von Ceylan Özer hat hier ihren vierten Einsatz und Femke, Tjark und Fred haben wieder alle Hände voll zu tun:
Die schlechten Witterungsbedingungen mit Eis und Schnee führen neben einem über die Autobahn laufenden Wildschwein zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen, die allesamt ineinander verkeilt und zu einem riesigen Blechhaufen zusammengeschoben sind. Mehrere Tote sind zu beklagen.
Dass die Mitglieder der SOK sich mit dem schweren Unfall befassen müssen, hat einen besonderen Grund, denn neben dem Unfallort auf einem Feld wird der abgetrennte Torso eines Mannes gefunden, der zwar keine Papiere, dafür aber eine Waffe in der Tasche hat.  Während die Ermittlungen anlaufen und die Vier sich selbst vor Ort ein Bild machen, treffen sie auf Nele Grimm,  die Leiterin der Autobahnpolizei, die ihnen dann erklärt, dass es sich hier neben dem Wildunfall auch noch um sogenannte Truck Robbery handelt, wo während der Fahrt Diebe Lkw’s ausrauben, ohne dass die Fahrer davon etwas merken….
Wer die Bücher von Sven Koch kennt, der weiß auch, dass dies nur ein kleiner Teil des Geschehens sein kann, denn er versteht es meisterhaft weitere Fäden zu spinnen, die dann aktuell zu einer undurchsichtigen Spedition führen, wo einiges im Argen liegt. Auch der ungeklärte Tod von Tjarks Mutter ist ein Teil der Handlung genau wie die Messerattacke auf Ceylan, bei der sie nur knapp dem Tod entronnen ist und eine auffällige Zahl von Todesfällen in den Reihen der Polizei wird hier untersucht. Alles in allem viele Szenenwechsel, die aber nicht verwirren, sondern gekonnt ineinander verwoben sind und am Ende zu einem Showdown im vereisten Wattenmeer führen, wo ein Dünenfeuer“ angezündet wird……..
Erneut ist Sven Koch ein sehr spannender Kriminalroman gelungen. Die vier Hauptakteure sind glaubhaft in Szene gesetzt und man erfährt auch wieder ein wenig über ihr Privatleben, das allerdings bei diesen umfangreichen Ermittlungen etwas in den Hintergrund tritt, was mich hoffen lässt, dass es weitere Bücher aus dieser Reihe gibt…
Ich habe mich wieder gut unterhalten gefühlt, die Spannung wurde bis zum Ende gehalten und durch die bildhafte Sprache war alles sehr gut vorstellbar, was teils auch mit einem gewissen Gruselfaktor (Torso etc.) einherging.
Fazit: Ein vermeintlicher Wildunfall entpuppt sich als etwas ganz anderes und zieht weitreichende Kreise, die man gebannt verfolgt und in diesem Krimi durch die bildhafte Sprache direkt vor Augen hat, so dass ich das spannende Buch nur empfehlen kann!

 

 

 

 

 

 

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Sven Koch: Dünenkiller

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Ein neuer Fall für Femke Folkmer und Tjark Wolf, die jetzt beide unter der Leitung von Ceylan Özer mit ihrem Kollegen Fred die SOK für Schwerverbrechen und organisierte Kriminalität für das nördliche Niedersachen bilden.
Vor dem Kutter „Nadja“, der auf Garnelenfang ist, taucht plötzlich aus dem Nichts eine Art Geisterschiff auf. Der Kapitän hatte es plötzlich auf dem Radar, war er doch noch kurz vorher der Meinung hier draußen vor den Ostfriesischen Inseln allein unterwegs zu sein.
Mit dem Fernglas ist eine weiße moderne Segelyacht auszumachen, doch auf die Funksprüche der „Nadja“ kommt keine Reaktion. Als sie in Sichtweite ist, scheint es so, als wenn die Yacht Schlagseite hat, aber niemand ist an Deck zu sehen.
Da stimmt etwas nicht, sind die Gedanken des Kapitäns und er macht sich daran nachsehen, ob jemand Hilfe braucht.
Auf der Yacht macht er dann eine schreckliche Entdeckung: Überall ist Blut und es riecht verkohlt, offensichtlich war ein Feuer ausgebrochen. Unter Deck findet er dann drei verkohlte Leichen. Nach diesem grausigen Fund will er nur noch weg von hier, doch dann hört er ein leises Wimmern und das kommt von einer schwer verletzten Frau, die in einer der Kabinen liegt….
Nun ist der Einsatz des SOK gefragt und es wird ein kniffeliger Fall, denn die einzige Überlebende spricht nur unverständliche Worte, die sich anhören wie: „Ich bin neu“…..
Lange Zeit fischen die Ermittler im Trüben und kommen nur langsam voran, aber als dann die Überlebende aus dem Krankenhaus entlassen wird und für kurze Zeit im ehemaligen Haus von Femkes Oma einzieht, überschlagen sich die Ereignisse, denn in das Haus wird eingebrochen und es kommt zu einem Schusswechsel……..
Nach „Dünengrab“ und „Dünentod“ geht an der ostfriesischen Küste nun der „Dünenkiller“ um!
Durch die flüssige und anschauliche Erzählweise des Autors macht es richtig Spaß diesen Krimi zu lesen, es sind mundartliche Sätze eingefügt, die die Atmosphäre und Lebensart der Landschaft unterstreichen, was mir gut gefallen hat. Die Spannung wird bis zuletzt gehalten und es gibt wieder einen spektakulären Showdown, der filmreif ist..
Das vierköpfige SOK-Team ist einem bereits durch die vorherigen Einsätze gut bekannt und es gibt auch einen kleinen Einblick in das Privatleben der Ermittler, wo es im zwischenmenschlichen Bereich an manchen Stellen knistert und es auch einiges Neues zu erfahren gibt, was aber nie von der eigentlichen Krimihandlung ablenkt, sondern sich gut ins eigentliche Geschehen einfügt. Am Ende des Buches taucht ein kleiner Hinweis auf, der mich auf eine Fortsetzung der Reihe hoffen lässt..
Fazit: Lesenswerte, gelungene Fortsetzung der „Dünen-Reihe“: Tolles Ermittlerteam muss in filmreifen Szenen gegen einen mächtigen Gegner kämpfen

Auch spannend und vom gleichen Autor: Totenmond

 

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