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Cold Blood Legacy

Ascot Elite VÖ 18.10.19

In diesem Spielfilm hat Jean Reno die Rolle des berühmt-berüchtigten Profi-Killers Henry übernommen. Vor einiger Zeit hat er seinen letzten Auftrag ausgeführt und lebt nun abgeschieden irgendwo in Nordamerika in einer einsamen Hütte, die idyllisch an einem See gelegen ist.

Es ist Winter geworden und die freiwillig gewählte Einsamkeit Henrys in der mittlerweile schneebedeckten Landschaft wird jäh gestört, als eine junge Frau auf einem Schneemobil schwer verunglückt. Sie kann sich zu seiner Hütte schleppen, was für Henry eine nicht willkommene Störung ist….

Schweren Herzens nimmt er sie bei sich auf, damit sie wieder zu Kräften kommen kann und ihre Verletzungen heilen. Er macht ihr aber unmissverständlich klar, dass sie so schnell wie möglich wieder aus der Hütte ausziehen muss. Außerdem er traut ihr nicht über den Weg und will unbedingt wissen, wer sie ist und warum sie sich in diese Einöde begeben hat….

Die junge Frau mit Namen Melody kann Henry mit ihrer Erklärung nicht überzeugen und er ist auf der Hut. Nicht ohne Grund hat er für seinen Ruhestand die Einsamkeit gewählt um nicht doch noch in den Fokus der Strafverfolgungsbehörden zu geraten…
In landschaftlich beeindruckenden Bildern wird hier die Handlung präsentiert. Jean-Reno ist einer meiner Lieblingsschauspieler und deswegen war es auch für mich ein Muss „Cold Blood Legacy“ anzuschauen und den Part des „Profi-Killers“ (hat er ja bereits in  „Leon“ gezeigt)  hat er immer noch drauf!
Mal abgesehen davon, dass Landschaft und Darsteller ganz toll sind, hatte ich inhaltlich doch so meine Schwierigkeiten, um zu verstehen, worum es hier eigentlich geht. Spannung kommt hier kaum auf, bzw. verschwindet so still und leise wie Henry aus der von Wasserdampf eingehüllten Sauna…..
Hier geht es zum Trailer
Im Making-Of erfährt man, dass diese tollen Landschaftsaufnahmen nicht in Amerika gedreht wurden, sondern in der Ukraine. Auch kommen hier die Darsteller und die Macher des Films zu Wort.
Fazit: Trotz tollem Hauptdarsteller und eindrucksvoller Kulisse fehlt es hier leider an spannender Handlung.

 

 

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Hakan Nesser: Die Lebenden und die Toten von Winsford

Die Lebenden und Toten von Winsford von Hakan Nesser

Auf dem Buchcover steht „Roman“, doch die Geschichte, die uns Hakan Nesser wieder in seiner wunderbaren Art des Erzählens präsentiert, hat auch etwas von einem Psychogramm. Das ganze Buch über liegt eine ungewisse Spannung in der Luft, die mich bei Lesen dieses Buches eingefangen hat.
Von der Handlung möchte ich eigentlich nur kleine Teile wiedergeben, denn „Die Lebenden und Toten von Winsford“ sollte man sich nicht entgehen lassen!
Die Geschichte ist in der Ich-Erzählweise geschrieben und gibt die Erlebnisse und Gedankengänge der schwedischen Mitfünfzigerin Maria wieder, die ihren Nachnamen dann und wann ändert.
Eines Tages beschließt sie ihren Hund zu überleben. Warum und wieso, dass erzählt sie in diesem Buch…..
Einst war Maria eine Schönheit und als Moderation und Produzentin aus dem schwedischen Fernsehen vielen Menschen bekannt. Maria und ihr Mann Martin verlassen Stockholm in Richtung Marokko, so die offizielle Version für Familie und Freunde.
16 Tage später mietet sich eine schwedische Schriftstellerin mit Namen Maria in einem abgelegen Haus im englischen Dörfchen Winsford ein. Sie ist nur in Begleitung ihres Hundes und sie liebt die Abgeschiedenheit dieser Heidelandschaft. Die wenigen Kontakte zu den Dorfbewohnern scheinen ihr zur genügen und Marc Britton, würde sagen, Maria umgibt eine geheimnisvolle Aura….
Im örtlichen Pub lernen Maria und Marc sich kennen, der wegen seines kranken Sohnes in die Einsamkeit dieser Gegend gezogen ist.
Die beiden kommen sich näher und auf dieser Vertrauensbasis scheint es Maria möglich, Marc von ihrem Gefühl zu erzählen, sie werde von jemanden gestalkt. Doch Beweise hat sie nicht, nur so eine Ahnung und dann ist plötzlich eines Abends ihr Hund spurlos verschwunden…
Ist diese Frau, die allein in England aufgetaucht ist, jene Maria aus Schweden, die mit ihrem Mann Richtung Marokko abgereist ist? Doch wo ist ihr Mann?
Diese Fragen werde ich hier nicht beantworten, denn das kann der Autor viel besser als ich. Trotz der Zeitsprünge die man als Leser durchläuft, hat man keine Mühe der gesamten Handlung zu folgen. Man hat die Landschaft und die Personen direkt vor Augen, was auf auf die bildhafte Sprache  zurückzuführen ist.
Fazit: Ich habe diesen Roman genossen, und hoffe auf weitere Bücher von diesem Autor, die einem wunderbar  Zeit  und Raum vergessen  lassen!

Die Lebenden und Toten von Winsford von Hakan Nesser

Im Hörverlag ist die ungekürzte Lesung des Romans „Die Lebenden und Toten von Winsford“ erschienen.
Auf den Inhalt möchte ich nicht weiter eingehen, dass  habe ich oben bereits zur Genüge getan.
Hat bisher Dietmar Bär die Bücher von Hakan Nesser vorgetragen, wurde das diesmal von der bekannten Schauspielerin Eva Mattes (z.B. Tatort-Kommissarin) übernommen, was natürlich auch zu der ganzen Handlung und dem Ich-Erzähl-Stil besonders gut passt.
Ihr gelingt es den Zuhörer mit ihrer Stimme ganz schnell einzufangen und die Emotionen der Erzählerin Maria so vorzutragen, dass man die Person direkt vor Augen hat.
Die Ungewissheit, die für lange Zeit im Raum schwebt, was eigentlich im Leben von Maria vorgefallen ist, lässt Raum für Spekulation und als dann aus Ungewissheit Gewissheit wird, schafft es die Vorleserin durch ihre ruhige und besondere Vortragsart Sympathie und Erleichterung zu vermitteln und beim Zuhörer läßt langsam die Anspannung nach, aber die Geschichte ist da noch nicht zu Ende!
Fazit: Was will man mehr: Einfühlsame Vorleserin und eine Geschichte die einen bis zum Ende fesselt!
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Thomas Letocha: Oma Else kann’s nicht lassen

oma else

Ganz ehrlich, neben dieser Oma möchte ich nicht wohnen, denn fremde Briefe lesen, nur weil man einsam ist, das geht gar nicht! Auch wenn sie ihr Fehlverhalten einsieht und eigentlich etwas Gutes tun will….
Aber von Anfang an: Else Westermann ist mittlerweile 81 Jahre, einige Menschen nennen sie liebevoll Oma Else, obwohl sie kinderlos ist und gar keine Oma im eigentlichen Sinne ist. Vor einiger Zeit ist ihr geliebter Mann Richard verstorben und seitdem ist Oma Else etwas durcheinander:
Zur Beerdigung ihres geliebten Richard, zu der sie eigentlich nicht gehen wollte, da sie ohne ihren geliebten Mann noch nie irgendwo allein hingegangen ist,  musste ihre beste Freundin Elisabeth sie regelrecht überreden und dort kommt es dann auch zu einem folgenreichen Sturz….
Die Einsamkeit ist für Oma Else eine schwierige Situation und so kramt sie in Erinnerungsfotos und findet dabei Liebesbriefe, die an ihren verstorbenen Mann gerichtet waren. Oma Else sind diese Schreiben völlig unbekannt, denn sie sind nicht von ihr. Aber erstaunlicherweise kennt sie die diese Absenderin, denn sie ist seit langem mit ihr befreundet….
Eines Tages bekommt Oma Else einen Brief. Allerdings ist dieser nicht an sie gerichtet, sondern der Postbote hat ihn fälschlicherweise in ihren Briefkasten getan. Doch das ist Oma Else egal und sie liest den Brief….
Damit nicht genug, zwar landet der Brief dann doch noch beim richtigen Empfänger, aber Oma Else ist durch den Brief auf den Geschmack gekommen, kann sie doch so am Leben anderer Menschen teilnehmen, auch wenn sie ihr völlig unbekannt sind. Es dauert nicht lange und sie durchstreift die Stadt immer auf der Suche nach Briefen, die nicht richtig im Briefkasten stecken und somit leichte Beute für sie sind. Das geht einige Zeit gut, da sie die eingesammelten Briefe über Wasserdampf öffnet und dann wieder ordentlich verschließt und den rechtmäßigen Empfängern wieder in den Briefkasten steckt, aber dann nimmt das Schicksal seinen Lauf und Oma Else gerät an einen Brief in dem es um Leben und Tod geht…..
Skurrile und komische Situationen,  eine Oma, die aus Einsamkeit und Langeweile zur Straftäterin wird und eine Hetzjagd nach einem Briefumschlag quer durch die Großstadt so kann man das Buch  „Oma Else kann’s nicht lassen“ zusammenfassen. 
Fazit: Lesenswert wird dieses Buch durch den besonderen Schreibstil, der die Handlung lebendig werden lässt.
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