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Lone Theils: Falsche Gesichter

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Ein neuer Fall für die dänische Journalistin Nora Sand, die sich nach ihrem letzten Einsatz in „Hexenjunge“ erst mal eine Auszeit in Thailand gönnt, zumal ihr Privatleben in Schieflage geraten ist und ihr Arbeitsplatz in London bei der dänischen Online-Zeitung Gobalt auf wackligen Füßen steht, denn der neue Geldgeber lässt auf sich warten…
Noch in Thailand erfährt sie aus den Medien über einen möglichen IS-Anschlag auf die Polizei in Toppingham, einer englischen Kleinstadt. Ein Video der Gräueltat kursiert im Netz…
Kurze Zeit später bekommt Nora den Auftrag, genau über diese Vorkommnisse zu berichten….
Während in Toppingham die großangelegten Ermittlungen anlaufen, beginnt auch Nora vor Ort mit ihren Recherchen und sie zweifelt recht schnell daran, dass es sich hier um einen terroristischen Anschlag gehandelt hat, denn das Opfer war nicht bei jedermann beliebt und so mancher atmete jetzt eher auf, als dass man ihn vermisste…
In einem anderen Handlungsstrang gerät Nora durch Zufall an eine Story, wo es um junge Mädchen geht, die man auch als „Problemkinder“ bezeichnet. Eines dieser Mädchen heißt Laura, sie ist alkoholisiert als sie in einen Döner-Laden torkelt. Sie steuert schwankend auf den Wirt zu, beschimpft ihn wüst und bezichtet ihn des Mordes an „Mel“ und dann bricht sie genau vor Noras Füßen zusammen….
Die Ereignisse in Toppingham spitzen sich im Verlauf zu:  Ein weiterer bizarrer Mord geschieht, der Parallelen zum Polizistenmord aufweist und dann verschwindet die Bürgermeisterin spurlos….
Nora hat das Gefühl, dass irgendetwas mit dieser Kleinstadt nicht stimmt und da sollte sie rechtbehalten…
Was für einen brisanten und bewegenden Fall die Autorin in „Falsche Gesichter“  niedergeschrieben hat, lässt einen nicht so schnell los. Wie sie selbst in der „Danksagung“ erwähnt, ist sie durch reale Ereignisse zu diesem Buch inspiriert worden!
Der Kriminalroman liest sich gut, schnell ist man mitten im Geschehen und ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, so fesselt es einen, weswegen ich hier auch meine Leseempfehlung ausspreche, die volle Punktzahl vergebe und hoffe, die spannende Reihe um Nora Sand wird fortgeführt!
Fazit: Fall Nr. 4 um Nora Sand ist spannend, brisant, bewegend und sehr fesselnd geschrieben, daher gibt es hier die volle Punktzahl dafür!

 

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Sam Lloyd: Der Mädchenwald

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Aus unterschiedlichen Perspektiven und Zeitebenen wird dieser spannende Thriller erzählt. „Der Mädchenwald“ ist das Debüt des britischen Autors Sam Lloyd. Sein Schreibstil ist flüssig und obwohl es in der Handlung einige Twists gibt und man oftmals nicht ganz sicher sein kann, ob das von der Figur Wahrgenomme, der Realität entspricht, hat man keine Schwierigkeiten sich in der Geschichte zurechtzufinden. Denn genau diese Art es Erzählens macht diesen Thriller aus, die Spannung wird von Anfang bis Ende gehalten und einmal angefangen zu Lesen, hat dieses Buch etwas Sogartiges, das einen nicht so schnell loslässt!
Hier gibt es einen kleinen Einblick ins Geschehen:
Anfangs lernt man als Leser Elijah kennen, der mit seinen Eltern und seinem Bruder irgendwo abgeschieden von der modernen Welt (ohne Handy oder Internet) in einem Cottage in England lebt, das sich mitten im Wald befindet. Von diesem Cottage gibt es noch ein baugleiches, allerdings bereits verfallenes, irgendwo in der Nähe des anderen. Dieses verfallene Gebäude zieht Elijah magisch an, denn unten im Keller ist etwas verborgen…
Elissa Mirzoyans ist 13 Jahre alt und sie ist begeistere Schachspielerin, weswegen ihre Mutter mit ihr zum Jugendturnier fährt, wo sie in einer Spielpause spurlos verschwindet….
DI MacCullagh ist die leitende Ermittlerin im Vermisstenfall von Elissa, auch aus ihrer Sicht wird ein Teil der Handlung erzählt.
Im Verlauf der Geschichte begegnen sich Elijah und Elissa, die man im Keller des verfallenen Cottage gefangen hält. Während Elissa versucht aus ihrer bedrohlichen Lage irgendwie herauszukommen, muss sie aber erkennen, dass ihr Elijah zwar in gewisser Weise wohlgesonnen, aber bestimmt keine Hilfe für sie holen wird….
Ich habe diesen Thriller in kürzester Zeit „verschlungen“, der wirklich gut gelungen ist. Nur die „Befindlichkeitsstörungen“ der Ermittlerin wären für mit entbehrlich gewesen, denn man nimmt ihr das berufliche Engagement auch ohne den privaten Einblick in ihr Leben ohne Weiteres ab. Aber das nur am Rande.
Fazit: Dieses spannende Thriller-Debüt ist gelungen und ich werde immer mal wieder Ausschau halten, ob oder was es Neues von diesem Autor gibt!

 

 

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Lone Theils: Hexenjunge

rororo

Die dänische Autorin – selbst einige Jahre lang als London-Korrespondentin für eine dänische Tageszeitung tätig – hat im aktuellen Buch „Hexenjunge“, wieder einen turbulenten und aufregenden Fall für ihre Hauptakteurin Nora Sand aufgeschrieben.
Immer auf der Suche nach einer spannenden Story oder einem interessanten Interview, freut sich Nora über die SMS, die sie von Professor Abioni erhält. Denn der Nigerianer ist in Sachen Terrororganisationen ein angesehener Experte. Lange Zeit hatte er nicht auf ihre E-Mails oder Anrufe reagiert. Doch nun hält er sich in London auf, gibt sich aber Nora gegenüber etwas geheimnisvoll und er besteht auf absolute Geheimhaltung und Diskretion bezüglich ihres Treffens.
Nora ist damit einverstanden und trifft sich dann mit ihm zu einer Führung auf einem Londoner Friedhof. Doch ihr Gespräch entwickelt sich in eine ganz andere Richtung als Nora geplant und erwartet hat, denn der Professor erklärt ihr, dass er „unsichtbar“ bleiben muss, da er einem Netzwerk bzw. einer Organisation auf der Spur ist, die in Nigeria im großen Stil Kinder entführt, eines davon ist offenbar der kleine Neffe seiner langjährigen Assistentin Maria, die ihn bei der Suche nach dem Jungen um Hilfe gebeten hat….
Während Nora versucht so viele Informationen über dieses brisante Thema herauszubekommen, ist der Professor immer auf der Hut und willigt nur zögerlich noch auf ein abschließendes Kaffeetrinken im naheliegenden Cafe ein. Während Nora kurz die Toilette aufsucht, verschwindet der Professor spurlos….
Einen Tag später findet man bestialisch ermordet auf….
Nora will den Informationen von Abioni unbedingt nachgehen und auch über seinen Mord recherchieren, doch ihr Chef will davon nichts hören. Nora soll unbedingt über die medienwirksame Scheidung eines russischen Oligarchen und von seiner dänischen Frau, einem einstigen Reality-Sternchen, umfassend berichten. Und es geht dabei nicht nur ums Geld, sondern das Paar streitet in aller Öffentlichkeit über das Sorgerecht für ihren achtjährigen Sohn Nicholas….
Doch Nora lässt der schreckliche Tod des Professors keine Ruhe und während sie über die Scheidung recherchiert und Berichte für die Zeitung verfasst, wird der kleine Nicholas entführt….
Was für ein komplexer Fall aus beiden Handlungssträngen sich hier entwickelt, ist zum einen nichts für schwache Nerven, andererseits ist die Geschichte aber so fesselnd und spannend aufgemacht, dass man gar nicht anders kann, als sie Seite um Seite zu „verschlingen“.
Genau wie die beiden vorherigen Bücher „Das Mädchen von der Englandfähre“ und „Das Meer löscht alle Spuren“ hat mich auch diesmal die Thematik nachhaltig berührt. Ich hoffe Nora Sand behält ihren Mut und Spürsinn auch wenn es mal  – wie im aktuellen Fall – lebensbedrohlich wird!
Fazit: Nervenaufreibender, spannend erzählter Pageturner! Bitte weiter so und mehr davon!
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Joy Ellis: Der Sohn der Mörderin

Piper Verlag

Mit „Der Sohn der Mörderin“ startet die Krimi-Reihe, die landschaftlich in den Fens, einer Moor- und Marschlandschaft im Osten Englands angesiedelt ist.
In einem abgelegenden Haus am Rande der Marschlandschaft liegt der Tatort, an dem sich die beiden Ermittler DI Rowan Jackman und DS Marie Evans einfinden um sich ein Bild von dem dort stattgefundenen Mord an Alison Fleet zu machen: Der Anblick der sich ihnen bietet, hallt noch lange nach:
Überall sieht man Blut, das aus den zahllosen Wunden, die man Alison auf brutale Weise zugefügt hat, geflossen ist. Warum man die bekannte und engagierte Organisatorin vieler Wohltätigkeitsveranstaltungen so brutal ermordet hat, heißt es nun aufzuklären…
Während das Ermittler-Team noch Hintergrundrecherchen betreibt, taucht ein junger Mann am Empfang des Polizeireviers auf, der dem Beamten dort etwas merkwürdig vorkommt, weswegen er kurze Zeit später in einem Verhörraum DS Evans gegenübersitzt und Folgendes zu Protokoll gibt:
Mein Name ist Daniel Kinder und ich habe Alison Fleet getötet, denn Töten liegt mir im Blut, genau wie meiner leiblichen Mutter, einer polizeibekannten Serienmörderin…
Doch so ganz können die beiden Ermittler diesem Geständnis nicht glauben, denn Daniel kann zwar Angaben zum Mord machen, aber dann berichtet er immer wieder über Erinnerungslücken, die er mit dramatischen Vorfällen in seiner Kindheit erklärt und die ihn sein ganzes Leben lang schon begleiten….
Während der Polizeiapparat auf Hochtouren läuft, fehlen aber handfeste Beweise gegen Daniel Kinder, der dann bald wieder auf freiem Fuß ist, aber im Verlauf spurlos verschwindet und bald darauf ähnlich gelagerte Morde geschehen….
Den Namen dieser Autorin sollte man sich auf jeden Fall merken, denn was sie hier als Debüt-Krimi abgeliefert hat, ist beachtenswert. Die beiden Ermittler kommen kompetent und sympathisch rüber, der rätselaufgebende geständige Mörder ist gut skizziert und als Leser ist man hin- und hergerissen, ob man ihm seine vorgebrachten Taten glauben soll oder ob hier ganz andere kriminelle Energie am Werke ist. Die Auflösung hätte noch etwas ausgefeilter sein können, aber nichtsdestotrotz ist hier von Anfang bis Ende fesselnde Spannung gegeben und da es der Beginn einer Krimi-Reihe ist, bin ich schon auf das nächste Buch sehr gespannt!
Fazit: Beachtenswerter gelungener Debüt-Krimi, der von Anfang bis Ende fesselnde Spannung beinhaltet, weswegen die Reihe unbedingt fortgesetzt werden sollte!

 

 

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C. J. Tudor: Lieblingskind

Goldmann

Im Mai letzten Jahres habe ich hier das Thriller-Debüt „Der Kreidemann“ von C. J. Tudor vorgestellt. Damals hatte ich mich für die Hörbuchversion, gelesen von Devid Striesow“ entschieden und war begeistert von der Kombination aus der spannenden Buchvorlage und des sehr gut besetzten Vorlesers.
Mit „Lieblingskind“ meldet sich die Autorin zurück und diesmal habe ich die Print-Version gewählt, was sich als gute Wahl herausgestellt hat, denn schon gleich nach dem „unheimlichen“ Prolog lässt einen die Handlung nicht mehr los:
Die Geschichte ist in England angesiedelt. Die ländliche Gegend ist neben den Überresten des einstigen Sherwood Forest eher unscheinbar als idyllisch. Ein paar Bauernhöfe, alte Steinhäuser und ein nicht unbedingt einladender Pub sowie ein verwittertes Holzschild mit der Aufschrift „Willkommen in Arnhill“ sind die ersten Eindrücke, die Joe Thorne nach langer Abwesenheit von dem Ort seiner Kindheit aufnimmt.
Nun tritt er eine Stelle als Lehrer an, genau an der Schule, die er auch einst selbst besuchte. Doch nicht alle Bewohner des kleines Ortes empfangen ihn mit offenen Armen, doch das schreckt Joe nicht ab, denn er hat einen Plan und er ist aus einem bestimmten Grund zurückgekommen…
Der Ort und die Menschen des Ortes katapultieren ihn recht schnell zurück zu den Ereignissen in seiner Jugend und ins Jahr 1992:
Damals verschwand seine kleine Schwester Annie spurlos. Eine großangelegte Suchaktion konnte sie nicht finden…… und dann tauchte sie wieder auf…… doch Joe ist sich sicher, die Person, die zurückgekommen ist, ist nicht die liebenswerte Annie von einst….
Die Erzählweise und wie die Autorin diese Geschichte aufbaut hat, wo die Spannung dann an manchen Stellen sehr unheimlich und unheilverkündend ist, hat mir gut gefallen. Das Buch liest sich gut. Die Handlung an sich ist aus unterschiedlichen Handlungssträngen zusammengesetzt, die sich langsam zusammenfügen. Von der ersten bis zur letzten Seite herrscht eine unheimliche, nicht greifbare Ungewissheit vor und tatsächlich hätte ich an manchen Stellen auch gern noch etwas mehr erfahren, aber keinesfalls einen Vor-Ort-Termin an den düsteren, tief in der Erde gelegenenen Schauplätzen vereinbart, denn der Gruselfaktor ist hier auf jeden Fall gegeben.
Fazit: Neben dem Thrill- und Krimi-Elementen ist auch ein gewisser Anteil Sozial-Drama nebst Mobbing eingewoben, so dass dies Buch am Puls der Zeit ebenfalls punkten kann und ich hier meine Leseempfehlung aussprechen möchte.

 

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Lone Theils: Das Meer löscht alle Spuren

rororo

Mich hatte im Mai letzten Jahres bereits das erste spannende Buch „Die Mädchen von der Englandfähre“ über die Journalistin Nora Sand, die mit ihrem Kollegen Pete in London für eine dänische Zeitung arbeitet, begeistert.
Jetzt folgt mitDas Meer löscht alle Spuren“ der zweite journalistische Einsatz der beiden.
Während viele Medienvertreter vergeblich versuchen ein Interview mit dem bekannten iranischen Dichter Manash Ishmail zu gekommen, der nach seiner Flucht aus seinem Heimatland in einem Flüchtlingsheim in Dänemark sitzt, will dieser zur großen Überraschung für Nora nur mit ihr sprechen. Doch bevor er ihr ein Exklusiv-Interview gibt, tritt er mit einer großen Bitte an sie heran:
Manash ist zusammen mit seiner Frau Amina aus dem Iran geflohen, doch sie wurden getrennt, er vermutet sie in London, doch er kann sie telefonisch nicht erreichen, weswegen er Nora eindringlich bittet, seine Frau zu suchen.
Während Nora sich mit dem Fall vertraut macht und bröckchenweise vorankommt, führt sie eine Spur in ein Abschliebelager, das wie eine Festung von einer dubiosen Security-Firma abgeschirmt und bewacht wird.
Parallel zu dieser Personen-Suche, bekommt sie von ihrem Chef den Auftrag über einen bekannten Firmenchef ein Porträt zu verfassen, dass anlässlich seines Geburtstags veröffentlich werden soll. Während Nora für diesen Artikel recherchiert, stößt sie auf Zusammenhänge, die ihr bei der Suche nach Amina bald nützlich sind….
Von der weiteren Handlung möchte ich hier gar nichts preisgeben, denn dazu ist dieses Buch einfach zu spannend und lesenswert!
Nur so viel sei noch verraten, im Verlauf geraten Nora nebst ihrem Kollegen Pete in höchste Lebensgefahr, denn sie st0ßen bei der Suche nach Amina auf ein skrupelloses Pharma-Unternehmen, das kurz davor ist ein bahnbrechendes Medikament auf den Markt zu bringen, komme was da wolle und „schnüffelnde“ Reporter kann dieses Unternehmen nun gar nicht gebrauchen…..
Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsproblematik ist es der Autorin gelungen, einen spannenden, bis zum Schluss fesselnden Kriminalroman zu schreiben. Die Figuren sind gut gezeichnet, die unterschiedlichen Schauplätze anschaulich/bildhaft beschrieben, so dass man gut ins Geschehen abtauchen und die vielfältigen Emotionen, die hier aufkommen, durchaus nachvollziehen kann.
Fazit: Rundum gelungener, spannend geschriebener Kriminalroman, der bis zum Schluss so fesselt, dass man das Buch kaum aus den Händen legen mag. Klasse, bitte mehr davon!
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Jane Corry: Lass mich los

Diana Verlag

Nach einer Pressemeldung 2015 im Daily Telegraph geht es erst einmal 15 Jahre in die Vergangenheit, wo die junge Anwältin Lily und der Künstler Ed gerade geheiratet haben.
Beruflich startet Lily gerade erst als Anwältin und ihr erster komplizierter Fall dreht sich um den wegen Mordes an seiner Freundin verurteilten und in Haft sitzenden Joe Thomas, der seine Unschuld beteuert und durch neue Beweise ein neues Gerichtsverfahren erwirken will.
Der erste Gang ins Gefängnis zu ihrem Mandanten fällt Lily schwer. Als sie Joe Thomas dann gegenübersitzt, umgibt diesen eine faszinierende Aura. Seine eigenwillige Art in Rätseln zu sprechen und sein gesamtes Auftreten erinneren Lily dann schmerzlich an jemanden aus ihrem näheren Umfeld…
Während sie sich in ihre Arbeit stürzt, gerät ihr Eheleben in Schieflage…
Im gleichen Haus wohnt die kleine Carla mit ihrer Mutter Francesca. Die Mutter ist alleinerziehend und Carla hat es schwer in der Schule, wo sie vielen Hänseleien ausgesetzt ist.
Im Verlauf der Handlung wird Carla die meisten Sonntage bei Lily und Ed verbringen. Ed hat eine künstlerische Ader und er ist von der kleinen Carla und ihrem Wesen fasziniert und er malt sie. Ein ganz besonderes Bild entsteht, das dann im weiteren Verlauf Ed zu einem gewissen Ruhm verhilft.
Irgendwann verschwindet dann Carla mit ihrer Mutter von der Bildfläche, Lily und Ed werden Eltern eines Sohns, der ihnen allerdings durch eine Erkrankung viele Sorgen bereitet und so vergehen die Jahre…
Im zweiten Teil des Buches sind zwölf Jahre vergangen und der Leser begegnet der jungen Carla, die sich auf den Weg nach London macht um ihr Jurastudium zu vervollständigen.
Carla ist eine Schönheit geworden und sie weiß um ihr Aussehen und die damit verbundenen Chancen zu nutzen…
Carlas, Lilys und Eds Wege kreuzen sich wieder, was allerdings im Verlauf schwerwiegende Veränderungen bei allen zur Folge hat und letztendlich wieder zu der Pressemitteilung im Jahr 2015 im Daily Telegraph führt…..
In unterschiedlichen, immer wieder wechselnden Sichtweisen von Lily und Carla wird diese Geschichte hier erzählt. Man hat während des Lesens die Mitwirkenden gut vor Augen, auch wenn keiner davon mir so richtig sympathisch ist, denn alle scheinen irgendwie Geheimnisse zu haben.
Auch als richtigen Psychothriller möchte ich „Lass mich los“  nicht unbedingt einordnen, sondern eher als gut gelungenes, packendes Ehedrama, was aber nicht weniger spannend und fesselnd erzählt wird. Zwar ist es stellenweise etwas „wackelig“ in der Handlung, da man den Verlauf manchmal erahnen kann, aber die Autorin kriegt immer wieder zu guter Letzt die Kurve, was mir gut gefallen hat. Das ganze Buch hindurch schwebt eine „Ungewissheit“ über dem ganzen Geschehen und man wartet eigentlich immer darauf, dass gleich etwas Schlimmes passiert, was ja dann auch tatsächlich mehrfach stattfindet….
Fazit: Ich habe dieses Buch gern gelesen, ungern aus der Hand gelegt, da die Handlung fesselnd war und ich kann nur hoffen, dass die Autorin weitere spannende Bücher dieser Art formuliert!

 

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