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Christoffer Carlsson: Der Turm der toten Seelen

Der Turm der toten Seelen von Christoffer Carlsson

Der Turm der toten Seelen von Christoffer Carlsson

Am Anfang der Geschichte wird eine junge Frau ermordet, die zufällig im gleichen Haus lebte wie der  zurzeit suspendierte Polizist Leo Junker. Dieser wagt  aus Neugier einen Blick auf den Tatort, wo er eine Halskette in der Hand der Toten sieht, die ihn schlagartig an seine Jugend erinnert…
Zwar ist Leo ja nicht im Dienst und Mordermittler ist er auch nicht, aber irgendetwas treibt ihn um und er befasst sich mit dem Fall und  seiner Vergangenheit, denn die ermittelnden Beamten haben ein Auge auf ihn geworfen, da man Spuren von ihm auf der Halskette der Toten gefunden hat. Wie kann das sein, Leo hatte am Tatort  doch nichts berührt…..
Während der Rückerinnerung an seine Jugend kommt Leo dem Mörder sehr nah und bald wird es sehr persönlich und gefährlich, denn der Täter scheint eine Rechnung mit ihm offen zu haben…
Im Hörverlag ist jetzt dies Erstlingswerk des schwedischen Schriftstellers Christoffer Carlsson erschienen und die ungekürzte Hörbuchfassung wird von zwei bekannten deutschen Schauspielern, nämlich Wanja Mues und Mark Waschke, vorgelesen. Ich mag die beiden Schauspieler sehr gerne und ihr Vortrag des jeweiligen Parts war einwandfrei, aber hier beide kombiniert, fand ich nicht so passend, denn ich hätte mir zwei markantere Stimmen gewünscht, die man besser hätte unterscheiden können.
Der Erzählstil des Autors ist ungewöhnlich und wer hier auf knisternde Spannung hofft, der wird sicherlich etwas enttäuscht.
Die Handlung wird sehr detailliert in Form von erlebten Situationen bzw. Zusammentreffen von Personen geschildert. Durch Rückblenden in die Vergangenheit erklärt sich dann so einiges was jetzt in der Gegenwart geschehen ist. Für den Zuhörer ist es aber ein langer Weg bis man versteht wie alles zusammenhängt, denn es wird hin-, her-, vor- sowie zurück-geschwenkt und man begegnet vielen Personen, die man auseinanderhalten muss.
Zwar kann man die Handlung letztendlich nachvollziehen, aber so richtig fesseln konnte mich „Der Turm der toten Seelen“ nicht, zumal ich recht schnell den Täter und auch den Ort des Showdown erahnt habe. Schade!
Fazit: Ungewöhnlicher Erzählstil trifft auf eine Art Jugendroman und wenig Krimi

 

 

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Dora Heldt: Siebenmeter für die Liebe

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Handballfans werden sicher mit den Begriff „Siebenmeter“ etwas anfangen können und die 12-jährige Paula, die mit ihren Eltern nach Hamburg gezogen ist, sowieso, denn sie hat Talent und spielte erfolgreich in einem Verein. Paula ist bockig, denn sie mußte ihre beste Freundin und ihren geliebten Sportverein zurücklassen.
In Hamburg ist alles neu und anders. Ihre Eltern haben ihr in den Herbstferien ein besonderes Handballtraining in Aussicht gestellt, wenn sie sich gut integriert.
Nach ersten Kontakten in ihrer neuen Schule findet sie in Johanna und Frieda Freundinnen, aber sie verschweigt ihre Handballkenntnisse. Als dann die erste Sportstunde bevorsteht, erfährt sie, dass ein neuer Sportlehrer die Klasse unterrichten wird und als der dann vor der Klasse steht, bleibt Paula fast die Luft weg, denn ihr neuer Sportlehrer ist niemand anderes als ihr Lieblingshandballer und Ex-Bundesligaspieler Florian Hoffmann!
Handball ist dann auch Thema für die nächste Zeit und Paula kann sich nicht lange vor ihrem Sportidol verstecken, denn er erkennt ihre Handballkenntnisse, die sie dann auch in der neuen Mannschaft einsetzen kann, da ein Wettkampf mit anderen Schulen geplant ist.
Neben ihrem Sportidol schleicht sich langsam aber stetig noch jemand an sie heran. Sein Name ist Julius und Paula findet ihn anfangs einfach nur doof. Doch nach einigen Monaten ändert sich das um 180 Grad, denn sie hat bei Julius Anwesenheit plötzlich Schmetterlinge im Bauch….
Das Hörbuch „Siebenmeter für die Liebe“ wird wunderbar von Josefine Preuß vorgetragen. Dass Dora Heldt sehr humorvoll schreiben kann, hat sie ja schon mit zahlreichen Büchern wie z.B. „Herzlichen Glückwunsch Sie haben gewonnen“ bewiesen. 
Dies Hörbuch ist ja für die jüngere Generation gedacht, der Schreibstil ist sehr locker und humorvoll im Tonfall von Teenagern verfaßt.
Als erwachsener Zuhörer fühlt man sich wieder herrlich in  seine Jugendzeit zurück versetzt. Auch das Handballspiel ist so bildlich aufgeschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst jubelnd auf den Zuschauerrängen zu sitzen.
Fazit: Handball und erste Liebe verschmelzen hier zu einem hörenswerten locker-flockigen Jugendroman
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