TOP

Frank Kodiak: Das Fundstück

Droemer

Dieser Thriller wurde unter einem Pseudonym herausgegeben/geschrieben, denn hinter dem Namen Frank Kodiak verbirgt sich niemand anderes als der Bestsellerautor Andreas Winkelmann, dessen Bücher ich sehr schätze und von denen ich hier zuletzt im Juli letzten Jahres den Thriller mit Gänsehauteffekt „Die Lieferung“ vorgestellt habe. Sein zweite „Ich“ hat nun den Stift in die Hand genommen und „Das Fundstück“ abgeliefert.
Gleich vorweg möchte ich anmerken, für schwache Nerven ist dieser Thriller nichts!
Hier gibt es einen kleinen Einblick ins Geschehen:
Mit einem vergessenen Koffer im Gepäckraum eines Fernbusses, der von Dortmund nach Bremen unterwegs war, beginnt dieser Thriller. Um Herauszufinden wem der Koffer gehört, öffnet der Busfahrer ihn und macht eine grausige Entdeckung: Der Inhalt besteht aus einem abgetrennten menschlichen Fuß und einer Hand, jeweils in einer Plastiktüte verpackt…
Der ermittelnde Kommissar Olav Thorn untersucht den Koffer dann noch etwas genauer und findet eine handgeschriebene Nachricht darin: Ich packe meinen Koffer und die Reise geht…?
Ab hier nimmt der Autor einen mit auf eine gruselige Reise, denn im Verlauf werden noch mehr Leichenteile in Koffern und immer in Bussen der einen Fernbus-Linie gefunden, wie z.B. auch in Berlin, denen ebenfalls die handgeschriebene Botschaft beigefügt ist…..
Als Leser steigt man dann ab und an in einen der Busse ein, lernt Fahrgäste kennen, begleitet sie ein Stück des Weges und kann dabei seine eigenen „Ermittlungen“ anstellen um dem „Bösen“ auf die Spur zu kommen. Was gar nicht so einfach ist, denn greifbar sind verdächtige Personen nur ganz kurz, denn dann tauchen wieder sehr blutige Tatorte auf und das Böse verschwindet spurlos…..
Ich habe diesen Thriller gern gelesen, hatte aber ein wenig Schwierigkeiten mit den vielen Mitwirkenden. Zwar hat der Autor immer Hilfestellungen bei der Einordnung der jeweiligen Szenerie gegeben, aber aufpassen muss man schon etwas beim Lesen. Ich hatte des Rätsels Lösung nicht parat, was ich immer positiv bei einem Thriller finde. Obwohl die Beweggründe des „Bösen“ schlüssig erklärt wurden, hat mich das Ende dann doch etwas überrascht! Nichtsdestotrotz vergebe ich hier vier von fünf möglichen Punkten und ob ich demnächst eine Busreise buche, bleibt erst einmal dahingestellt….
Fazit: Man braucht schon starke Nerven bei diesem lesenswerten, unvorhersehbaren Thriller!

 

Read More