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Artic Circle – Der unsichtbare Tod

Edel Motion VÖ 20.03.20

Die zehnteilige deutsch-finnische SerieArctic Circle“ führt den Zuschauer weit hinauf in den Norden, genauer gesagt in ein Gebiet nördlich des Polarkreises. Diese große, meist schneebedeckte Landschaft teilen sich mehrere Länder, die Handlung ist im nordfinnischen Lappland angesiedelt, wo sich in unmittelbarer Nähe die Grenze zu Russland befindet.
Im beschaulichen Ort Ivalo lebt die alleinerziehende Mutter und Polizistin Nina Kautsalo. Mit einem Kollegen ist sie auf der Suche nach Wilderen, weswegen sie auf ihren Schneemobilen im „weißen Nichts“ unterwegs sind.  Bei einer Hof-Kontrolle ist auf den ersten Blick niemand zuhause, doch dann entdecken die beiden im Keller des Hauses eine bewusstlose Frau, die offenbar dort gefangen gehalten wurde. Während man die Frau ins Krankenhaus bringt, wird die nähere Umgebung des Hofes untersucht, wo dann zwei verscharrte Frauenleichen entdeckt werden…
Im Krankenhaus untersucht man die Frau und entdeckt bei der Blutanalyse ein tödliches Virus. Der hinzugezogene deutsche Virologe  Dr. Thomas Lorenz sieht Parallelen zu einem vor einiger Zeit im Jemen aufgetauchten Virus, das dort zu schrecklichen Todesfällen geführt hatte…
Auf polizeilicher Seite läuft die intensive Suche nach dem Hofbesitzer.  Im Verlauf können die Frauenleichen identifiziert werden und es stellt sich heraus, dass es sich bei ihnen um sogenannte „Partybus-Girls“ aus Russland handelt…
Dr. Lorenz  versucht bei der Gesundheitsbehörde in Helsinki durchzusetzen, dass von der gesamtem Bevölkerung Ivalos Blutproben genommen werden, um so einer weiteren Verbreiterung des tödlichen Virus entgegenzuwirken. Was allerdings kein leichtes Unterfangen ist…..
Während ein Wettlauf mit der Zeit beginnt um den Auslöser/Verursacher dieses todbringenden Virus zu identifizieren, treffen ein engagierter Mitarbeiter einer übergeordeten Polizeibehörde und ein undurchsichtiger Besitzer eines Pharmaunternehmens in Ivalo ein, die beide ebenfalls großes Interesse an den gefundenen Frauen haben, allerdings jeder aus anderen Gründen….
Reichlich kriminelle Energie durchzieht die Serie, denn es kommt zu weiteren Entführungen von Frauen, Folter und Mord….
Einen großen Part der Serie übernimmt dann noch das turbulente Privatleben der beiden Hauptakteure, was eher vom Thema „unsichtbarer Tod“ ablenkt und für mich ein entbehrlicher Handlungsteil ist.

Auch wenn diese Serie mit einer schönen Landschaftskulisse punkten kann, war es mir inhaltlich zu viel „Durcheinander“, der „rote Faden“ entglitt mir immer wieder und interessant fand ich ehrlich gesagt nur die erste Folge, was danach kommt, entspricht nicht meiner Vorstellung von spannender Unterhaltung, auch wenn das „Virus-Thema“ der Serie leider im Moment hochaktuell ist. 
Fazit: Schade, nur die schneebedeckte finnische Landschaftskulisse ist hier beeindruckend!
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Die Bärenbande – In Skandinaviens Wäldern

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Diese herzerwärmende Naturdokumentation beginnt im Hohen Norden, wo Väterchen Frost mit eisiger Hand regiert: Alles ist weiß und schneebedeckt, aber unter der dicken Schneedecke, da gibt es eine lauschige Höhle in der drei junge Braunbären auf die Welt gekommen sind. Fünf Monate verbringen sie im Schutz der Höhle und der Wärme ihrer Mutter…..
Doch dann ist es endlich soweit, der Frühling mit der langsamen Schneeschmelze beginnt und die drei kleinen Bärchen erblicken zum ersten Mal Licht und Sonne…

 

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Der Lebensraum der gezeigten Braunbären liegt in den Wäldern Finnlands, Norwegens und Schwedens, wo nun die kleinen Bärchen auf Erkundungstour gehen und da sie noch nicht Freund und Feind kennen, ist ihre Mutter immer in ihrer Nähe, es sei denn man klettert wagemutig auf einen Baum, wo sich dann andere Waldbewohner zeigen. Allerdings kommt es da schon mal zu brenzligen Situationen, denn jetzt im Frühling sind alle Tiere ausgehungert und sie kämpfen um jedes Stück Nahrung das sie ergattern können.

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Neben den abenteuerbereiten Mini-Bären kommen hier Wölfe, Rentiere, Luchse, aber auch Greifvögel wie der Bartkauz oder der Seeadler vor die Kamera, denen man beim Beutemachen zusehen kann, denn sie haben ein sehr feines Gehör, dass auch die Lebewesen unter der dicken Schneeschicht ausmachen kann….

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Possierlich sind auch die Gleithörnchen, die sich von Baum zu Baum schweben lassen.
Nicht nur für „ Die Bärenbande “ hier im Film gibt es viel zu sehen und zu lernen, auch der Zuschauer wird mit wunderschönen Landschafts- und Tieraufnahmen belohnt und wer einmal den kleinen Bärchen in die Augen geschaut hat, der schmilzt sowieso dahin….
Die Kameraleute haben hier zu allen Jahreszeiten gedreht, was sicherlich manchmal auch eine körperliche Herausforderung war, denn bei Minustemperaturen zu drehen, stelle ich mir nicht einfach vor. Man sollte vor ihnen den Hut ziehen, dass ihnen ein so charmanter Film gelungen ist!
Fazit: Auch wenn die Naturdokumentation im Hohen Norden spielt, schmilzt das Herz sofort, wenn man in die Augen der drei kleinen Bärchen schaut, die hier zusammen mit dem Zuschauer ihre Welt erkunden! Sehr sehenswert!
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Roope Lipasti: Ausflug mit Urne

Ausflug mit Urne von Roope Lipasti
Der Titel dieses Romas klingt schon ein wenig schräg.  Da fragt man sich gleich: „Worum geht es hier?“
Die Handlung führt nach Finnland, wo sich zwei charakterlich sehr gegensätzliche Brüder mit einem etwas in die Jahre gekommenen Auto auf eine Reise durch dieses Land machen.
Sie haben die Urne ihres Stiefgroßvaters Jalmari bei sich um ihm die letzte Ehre zu erweisen und die Asche dann in einem ganz bestimmten See zu verteilen. Aber das ist nicht er einzige Grund warum sich Teemu, ein etwas schüchterner Mann, der wegen seinem Faible für Zahlen jetzt bei einer Versicherung arbeitet und Janne der Schlag bei den Frauen hat und sich mit vielen unterschiedlichen Beschäftigungen über Wasser hält,  auf diese lange Autofahrt begeben haben.
Der Hauptgrund ist die Testamentseröffnung in Imatra. Da Jalmari keine Kinder hatte, sind sie offensichtlich die alleinigen Erben und in Gedanken geben sie schon die erhoffte große Geldsumme aus.
Die beiden Brüder haben sich seit einigen Jahren nicht gesehen, denn sie hatten da so ihre Differenzen in ihrer Jugend und nach dem Tod der  Mutter ist der Kontakt irgendwann abgerissen.
Während der langen Fahrt erleben sie so manche Aufregung sei es nun durch drogensüchtige Tramper oder eifersüchtige Ehemänner, die auch vor einer Schlägerei nicht zurückschrecken und am Ende gibt es reichlich Blessuren bei Teemu und Janne.
Im Verlauf der Handlung erfährt der Leser so einiges aus dem Leben von Jalmari, der mit Vorliebe umgezogen ist und wie es sich dann bald herausstellt, sein eigentliches Leben recht ausgeschmückt hat um vor den Verwandten gut dazustehen, denn die beiden Brüder versuchen seinen beruflichen Werdegang zu durchleuchten und irgendwie passen dann viele Dinge nicht zusammen. Ob die beiden dann am Ende im Reichtum schwimmen, soll hier nicht beantwortet werden und wie so oft, kommt meistens alles anders als gedacht…
Auch das bisherige Leben der Brüder wird durchleuchet und zum Teil gut in die Geschichte eingewoben. Nur die teils sehr abschweifenden Gedankengänge des Erzählers und seine Weltanschauung bzw. Weisheiten lenken für meinen Teil von der Storyline ab und so haben mich nur die humorbesetzten Szenen und Situationen am Weiterlesen gehalten.
Ohne die abschweifenden Gedanken hätte mir das Buch „Ausflug mit Urne“ bestimmt besser gefallen, denn die Geschichte an sich ist eigenwillig und humorvoll und wie der Titel ein wenig schräg.
Fazit: Eigenwillig, schräg und humorvoll ist dieser Roadtrip durch Finnland
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Kati Hiekkapelto: Kolibri

Kolibri von Kati Hiekkapelto
Die Autorin hat zuvor in Finnland als Lehrerin gearbeit und dies ist ihr erster Roman. Und die Bezeichnung Roman für das Buch „Kolibri“ finde ich persönlich auch besser als Thriller, denn für einen Thriller fehlt mir hier doch der richtige „Thrill“. Zwar geht es um sehr brutale Morde, die aber durch andere Handlungsteile nicht unbedingt im Vordergrund stehen. 
Das Buch beginnt mit einem Notruf, der bei der Polizei eingeht und von dem jungen kurdischen Mädchen Bihar getätigt wurde. Dieser Notruf und die Geschichte von Bihar durchzieht das ganze Buch, was eher von der Mordermittlung ablenkt.
Die junge Anna Fekete, die als Kleinkind aus Ungarn nach Finnland gekommen ist, tritt ihren Dienst bei der Kriminalpolizei an. Sie bekommt als Partner Esko Niemi, der nicht sonderlich erfreut darüber ist, dass er mit einer „Nichtfinnin“ arbeiten soll, was die Kommunikation zwischen den beiden nicht sonderlich fördert. Doch der Tod einer jungen Joggerin zwingt sie dazu miteinander auszukommen und zu ermitteln.
Die tote Joggerin heißt Riika und man hat ihr mit einer Schrotflinte das Gesicht weggeschossen. In ihrem Trainingsanzug findet sich ein Anhänger, der später noch eine große Rolle spielen wird.
Die Ermittlungen führen ins Leere bis wieder ein Mord an einem Jogger geschieht, der wiederum einen Anhänger in der Tasche hat.
Allerdings gibt es zwischen den beiden Toten keine Verbindungen und die Ermittlungen führen wieder zu nichts Greifbarem.
Nach dem dritten Mord gibt es dann endlich den Hauch einer Spur und die ganzen Ermittlungen können beendet werden, doch wer dann als Täter präsentiert wird und warum es zu den Taten gekommen ist, fand ich doch etwas zu nebulös und nicht befriedigend erklärt.
Im Buch geht es eigentlich mehr um die Lebensumstände von Anna Fekete, ihrer Familie sowie um Menschen mit Migrationshintergrund  und die eigentliche Krimihandlung findet eher  im Hintergrund statt, was eigentlich schade ist.
Für ein Erstlingswerk nicht schlecht, aber die Spannung und die „Täteranalyse“ sind sehr flach und wären sicherlich noch ausbaufähig gewesen.
Fazit: Eher Roman mit Krimihandlung, als spannungsgeladener Thriller
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Wunder des Waldes

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Dieser Naturfilm führt nach Finnland und erzählt über den Ursprung des Waldes bzw. Urwaldes. In Anlehnung an die Sagen und Mythen des Landes bekommt der Zuschauer einen Einblick in die Geheimnisse dieses Naturwunders. Es wird von Elfen, Kobolden und Waldschraten erzählt, denn sie sind von Anbeginn der Zeit die Hüter der Tiere und Pflanzen.
In atemberaubenden Filmaufnahmen wird der Zuschauer vom Unglückshäher begrüßt, der für jeden Waldbewohner einen anderen Warnruf erschallen lässt.

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Der Film beginnt im Winterzauber und man entdeckt Eulen oder Iltisse auf der Nahrungssuche. Eichhörnchen  flitzen von Ast zu Ast und verschiedene Spechtarten  klopfen Höhlen in die Bäume um dort erst Nahrung zu finden und dann später eine Behausung für ihre Kinder zu haben.

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Das Erwachen des Frühlings mit der Schneeschmelze an kleinen Bächen wird durch das Erblühen vieler bunter Blumen am Waldboden gezeigt.
Man sieht wie die Natur zum Bildhauer wurde:  Bäume mit Pilzanbauten oder Blitzeinschläge  haben eigenartige Gebilde geformt, die an Gesichter oder Gestalten erinnern, so dass man sich schon deshalb auch die Geschichten über Elfen und Waldkobolde gut vorstellen kann.
Braunbären, Elche, Luchse, aber auch Schlagen  haben ihren Auftritt in diesem wunderschönen Film, der bestimmt die ganze Familie vor den Fernseher lockt.
Ganz besonders possierlich fand ich die Flughörnchen, die von Baum zu Baum segeln. Lautlos gleiten Eulen und Käuzchen durch die Luft und aus der Vogelperspektive sieht man was über den Waldboden huscht.
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Untermalt ist der Film mit einer sehr passend ausgewählten Musik, die die filmische Reise und ihre Darsteller ganz besonders in Szene setzt.
Fazit: „Wunder des Waldes “ beeindruckt besonders durch seine faszinierenden Momentaufnahmen und gibt Einblick in eine sagenumwobene Welt, die bestimmt Alt und Jung begeistern wird.

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Markku Ropponen: Faule Finnen fangen keine Fische

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Das Cover des Buches ist schon ganz schön schräg, was nichts gegen den Inhalt dieses Buch ist, denn wo Kriminalroman drauf steht, kann ich leider keinen spannenden Inhalt entdecken. Zwar lässt der Anfang des Buches darauf hoffen, aber man bekommt eine dahinplätschernde Erzählung und auf dem Weg zum eigentlichen Ermittlungsauftrag einen Einblick in die finnische Gesellschaft, ihre etwas eigenwilligen Gewohnheiten und einen Privatdetektiv, der auch nicht ganz in der Spur läuft. Man erfährt mehr von seinen Besuchen beim Urologen und seinen dortigen Erfahrungen, was zwar zum Teil Schmunzelattacken auslöst oder auch den einen oder anderen Lacher bewirkt, aber einen spannenden oder auch humorvollen Krimi stelle ich mir anders vor.
Auch deswegen habe ich mich eher durch das Buch“Faule Finnen fangen keine Fische“  gequält und immer gehofft, dass nun endlich die Spurensuche bzw. Tätersuche beginnt, doch die verliert sich in zwischenmenschlichen Geplänkel, Kontakt mit dem einen oder anderen etwas merkwürdigen Typen und die ausführliche Schilderung eines Angelausflugs des Privatdetektivs Otto Kuhala mit seinen zwei Freunden, was dann in einem Saufgelage mündet und mit der Suche nach einem abgetauchten Kumpel endet….
Das Buch fängt mit der Erzählung an, wie die junge Ilona Lost ihren letzten Tag an der Kasse des Supermarkts im finnischen Jyväskylä verbringt und davon träumt, dass sie bald ihr Studium beginnen kann. Doch dazu kommt es nicht mehr, denn Ilonas letzter Arbeitstag ist auch ihr Todestag, denn sie wird von einem Unbekannten erschlagen. Auch nach zwei Jahren ist der Fall noch immer nicht von der Polizei geklärt und nun wendet sich der Vater von Ilona an den Privatdetektiv Otto Kuhala. Der hält sich mehr recht als schlecht mit kleinen Aufträgen über Wasser. Außerdem ist er gerade von seiner Freundin verlassen worden und dadurch seelisch traumatisiert. Nur sein Hund Jeri hält ihn noch aufrecht.
Doch bevor Kuhala mit den Nachforschungen anfangen kann, bittet ihn sein  Freund Ratsku telefonisch  um Hilfe, denn ihm ist die Kellertür zugeschlagen und nun kann er nicht mehr nach draußen, was besonders schlimm ist, denn das benötigte Herzmittel liegt in der Küche…
Als Kuhala am Haus von Ratsku ankommt, steht die Haustür auf und im Haus befinden sich zwei vermummte Gestalten, die alles durchsuchen. Als sie Kuhala bemerken, kommt es zu einem Kampf in deren Verlauf Kuhala etwas auf den Kopf bekommt. Als er wieder zu sich kommt liegt einer der beiden Gestalten tot im Flur…
Fazit: Die beiden Ermittlungsansätze hätten spannend werden können, verlieren sich aber leider in den ablenkenden alltäglichen Unzulänglichkeiten und privaten Aktivitäten des Ermittlers
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