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Follow the Money – Staffel 2

Edel Motion VÖ 15.03.19

Im April 2018 hatte ich hier die erste Staffel von „Follow the Money“ vorgestellt, die zwar schauspielerisch gut besetzt und ganz spannend unterhaltsam war, aber auch einige Schwächen in der Handlung aufwies, weswegen ich diese dänische Serie eher als mittelmäßig eingestuft hatte.
Jetzt ist „Follow the Money – Staffel 2“ erschienen, die nahtlos an das Geschehen aus der ersten anknüpft, da sollte man dann schon tatsächlich die ersten zehn Teile angeschaut haben um sich wieder in dem Machspiel der Großkonzerne und den dubiosen Geschäften einiger Banken zurechtzufinden.
Staffel 1 endete ja mit einem „Knall“ und der einstige manipulative CEO des Energie-Konzerns Energreen, Sander Sodergren verschwindet spurlos von der Bildfläche. Seine ihm auch privat nahestehende Rechtsanwältin Claudia Moreno geht für ihre Verwicklungen in seine betrügerischen Machenschaften ins Gefängnis…
Mit Claudias vorzeitiger, auf Bewährung ausgesetzten Entlassung beginnen die neuen zehn Folgen der Serie. Während sie versucht ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen und sich beruflich wieder zu etablieren, trifft Claudia Moreno erneut auf den mächtigen Strippenzieher Knud Christensen, der ihr ein Angebot macht….
Kurze Zeit später arbeitet Claudia als juristische Beraterin bei der Absalon Bank. Was anfangs wie ein Glücksgriff für sie aussieht, gerät bald wieder in Schieflage, denn die Nova Bank will ihren neuen Arbeitgeber übernehmen und Knud Christensen scheint seine Finger im Spiel zu haben…
Erneut gerät Claudia in die Machtspiele von Spekulanten, Betrügern und unsichtbaren Gegnern, die auch vor Mord nicht zurückschrecken….
Auch die beiden engagierten Ermittler aus dem Wirtschaftsdezernat Mats Justesen und Alf Rybjerg sind wieder mit von der Partie und an ihnen nagt immer noch, dass sich der dubiose CEO Sander Soedergren“ in Luft aufgelöst“ hat. Ihr erklärte Ziel ist immer noch ihn ausfindig zu machen und die im Hintergrund agierenden Wirtschaftsbosse etc.  für ihre dubiosen Machenschaften zur Rechenschaft zu ziehen….
Ein betrogener Bankkunde, der sich von seinem Kundenberater in den Ruin getrieben fühlt, wendet sich an die beiden Ermittler Justesen und Rybjerg, die sich erst nicht zuständig fühlen und in „abwimmeln“, was allerdings dann fatale Folgen hat…
Tatsächlich hat mir die zweite Staffel der dänischen Serie wesentlich besser gefallen als die erste. Die gute schauspielerische Besetzung hat nicht gewechselt, was schon mal ein guter Ansatz beim „Eintauchen“ ins Geschehen war. Dieses Mal kam die Spannung viel besser rüber, auch wenn ich bei den vielen merkwürdigen Bankgeschäften kaum durchblickte. Zwar waren immer noch ein paar „Wackler“ bzw. einiges handlungsmäßig vorhersehbar, aber tatsächlich würde ich hier nun vier von fünf möglichen Punkten geben, denn der Unterhaltungswert ist auf jeden Fall gestiegen.
Fazit: Die Fortsetzung der Serie ist wesentlich unterhaltsamer/spannender gelungen, so dass ich hier vier von fünf Punkten vergeben möchte
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Follow the Money – Staffel 1

Edel:Motion

Die zehnteilige dänische Serie führt in die Welt der Großkonzerne, die um ihre Vormachtsstellung pokern, denn nur eins ist wichtig, nämlich Profit machen, komme was das wolle.  Da alle ein Stück vom Kuchen abhaben wollen, ist der Konkurenzkampf groß und da kommt es schon vor, dass wie in dieser Serie gut aufgezeigt wird, dubiose Machenschaften aufkommen und Geld hin- und hergeschoben wird, bis niemand mehr richtig den Durchblick hat, welche Firmensitze tatsächlich und nicht nur auf dem Papier existieren…
Um seine Vormachtstellung immer weiter auszubauen, geht der nach außen hin glänzend dastehende Energiekonzern Energreen, der sich z.B. mit dem Bau von Windparks einen Namen gemacht hat,  immer neue Wege, die für Spekulationen sorgen, die Pressevertreter aufhorchen und recherchieren lassen, denn einiges klingt nicht ganz so seriös, wie der CEO Sander Sodergren der Öffentlichkeit glauben machen will.

Hinter den Kulissen ist er aalglatt, sehr geschickt darin Menschen für sich einzunehmen, aber immer auf seine Vorteile bedacht. Anfangs bleiben seine undurchsichtigen Handlungen noch der Öffentlichkeit verborgen und selbst die Ermittler in Sachen Wirtschaftkriminalität können ihm nicht beikommen, denn er windet sich aus allen Anschuldigungen immer wieder heraus oder es ist ganz schnell ein anderer Sündenbock parat. Im Verlauf der Serie wird es dann aber auch für ihn brenzlich und da kann ihm auch seine Rechtsanwältin kaum noch den Rücken freihalten…

Die Gesamthandlung beginnt mit einem Toten, der in der Nähe eines Windparks gefunden wird. Auf den ersten Blick sieht alles nach einem Unfall aus, aber der zuständige Ermittler Mads Justesen glaubt nicht daran und er fängt an zu ermitteln. Je weiter er sich mit dem Energreen-Konzern beschäftigt, um so mehr glaubt er, dass dort nicht alles mit rechten Dingen zu geht und er wittert kriminelle Energie.

Zusammen mit einem Kollege aus dem Wirtschaftsdezernat versucht er das Gespinst Energreen zu entwirren, verbeißt sich regelrecht in dieses Thema und scheut auch nicht davor zurück, den mächtigen Konzernbossen, die Geschäfte mit Energreen machen, auf den Zahn zu fühlen und in einem Sumpf aus Spekulation, Betrügereien und Machtgeplänkel zu wühlen, doch richtige Beweise sind rar, bis er auf die Idee kommt: „Follow the Money “ und was er dabei zu Tage fördert, ist verblüffent…..
Neben diesen beiden Handlungssträngen gibt es noch viel „Beiwerk“ und Einblicke ins Privatleben der Hauptfiguren, was ich allerdings eher störend und ablenkend von der eigentlich ganz spannenden Jagd nach den Wirtschaftskriminellen fand. Die schauspielerische Besetzung mit bekannten Gesichtern aus nordischen Krimi-Serien in den Haupt- und auch den Nebenrollen ist gut gelungen.
So undurchsichtig und spannend wie der Handlungsstrang, der sich um die Machenschaften des Energreen-Konzerns dreht, ist, so vorhersehbar und etwas bauäugig/naiv fand ich die Nebenhandlung rund um die Kleinkriminellen, die sich auf Diebstahl spezialisiert haben und von einem Fettnäpfchen ins nächste treten…
Fazit: Alles in allem ist die Serie schauspielerisch gut besetzt, unterhaltsam und ganz spannend, aber durch die aufgeführten „Schwächen“ in der Handlung für mich dann eher doch nur durchschnittliche Serienkost.
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