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Schünemann & Volic: Kornblumenblau

978-3-257-06833-7

 

 

Ein Fall für Milena Lukin
Die Handlung dieses Buches führt den Leser nach Serbien, denn dort lebt Milena Lukin. Sie arbeitet nach ihrem Studium in Berlin jetzt in Serbian an der Universität und ist dort Spezialistin für internationale Strafverfolgung und Gerichtsbarkeit. Sie lebt in bescheidenen Verhältnissen in einer beengten Wohnung mit ihrer Mutter und ihrem Sohn.
Ihr guter Freund und Anwalt Sinisa Stojkovic bittet sie für ihn in einer heiklen Sache tätig zu werden. Er vertritt zwei Elternpaare, deren Söhne als Gardisten bei der serbischen Eliteeinheit ihren Dienst taten. Die beiden waren wie Brüder und deswegen waren sie wohl auch zusammen zum Nachtdienst für die Patrouillengänge auf dem Militärgelände von Topcider eingeteilt. Am 12. Juli wurden sie dann tot aufgefunden. Die Ermittlungen des Militärs ergaben Mord und Selbstmord und so wurde es auch offiziell den Eltern der beiden mitgeteilt. Doch die können mit dieser offiziellen Darstellung nicht leben und haben deswegen den Anwalt um Mithilfe bei der Aufklärung der Todesursache gebeten. Nun braucht dieser Hilfe bei der Übersetzung der deutschen Untersuchungsergebnisse, denn er hat alles was er vom Militär an Fotos und sonstigen Beweisen erhalten hat nach Deutschland geschickt und um ein Gutachten gebeten. Milena soll dieses ihm dieses nun übersetzen.
Sie stößt auf Ungereimtheiten und hat bald stichhaltige Informationen, dass etwas an der offiziellen Todesursache nicht stimmen kann. Sie wagt einen sehr mutigen Schritt: Ohne vorherige Ankündigung fährt sie zu dem Militärgelände und will mit dem Vorgesetzten und Ausbilder der beiden toten Gardisten sprechen. Zuerst wird ihr der Zutritt zu dem streng bewachten Gelände verwehrt, doch dann zu ihrem Erstaunen bekommt sie tatsächlich ein Gespräch mit dem Oberst.
Kurze Zeit später, als sie in der Stadt einkaufen will, wird sie ohne ersichtlichen Grund verhaftet und auf Polizeirevier gebracht. Warum? Ist doch etwas Verdächtiges an den Todesfällen?  Ist sie jemanden zu nahe gekommen?
Im Vorfeld wird erwähnt, dass das Buch „Kornblumenblau“ auf einer wahren Begebenheit beruht, aber die Story darum frei erfunden ist.  Der Leser bekommt einen Einblick in die serbische Mentalität, ihre Lebensweise und erfährt wie heute das Leben nach den schlimmen Kriegsereignissen dort ist.
Man spürt beim Lesen eigentlich keine Spannung, sondern man bekommt ein mulmiges Gefühl in der Bauchgegend und es ist wohl immer noch traurige Gewissheit, dass man immer noch auf der Hut sein muss mit wem man in Kontakt kommt und wem man eigentlich trauen kann.
Fazit: Lesenswerte Geschichte mit wahrem Hintergrund
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