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Frida Gronover: Dänische Schuld

Ullstein

Im Juli 2018 hatte ich hier „Ein dänisches Verbrechen“ vorgestellt. Es war der erste „Einsatz“ von Gitte Madsen, die deutsche und dänische Wurzeln in sich trägt. Aus privaten Gründen hatte sie Deutschland den Rücken gekehrt und war nach Dänemark übergesiedelt. Auch beruflich hatte sie einen Wechsel vollzogen und nun arbeitet sie bei einem ortsansässigen Bestatter in Marielyst. Irgendwie befindet Gitte sich immer in der Nähe von Toten, nicht nur beruflich, sondern auch privat „fallen sie ihr vor die Füße“ . Besonders wenn dann der Verdacht im Raum steht, dass es sich um eine „unnatürliche“ Todesursache handeln könnte, erwacht Gittes Neugier und ihre Spürnase, so dass die gern auf eigene Faust ermittelt….
Das oben erwähnte Buch habe ich gern gelesen und ich konnte mir durchaus eine Fortsetzung vorstellen.
In „Dänische Schuld“  sitzt Gitte in Marielyst in einem Lokal. Plötzlich bekommt am Tisch neben ihr ein Mann einen Krampfanfall, sinkt zu Boden und kurze Zeit verstirbt er…
Der ermittelnde Kommissar Ole Ansgaard kann bald den Verdacht ausräumen, dass der Mann an einer vermuteten Pilzvergiftung starb. Zwar war tatsächlich Gift im Spiel, doch das war anderer Natur und nun ermittelt er in Sachen Mord!
Björn, der Sohn des Verstorbenen organisiert die Beerdigung seines Vaters, dass das Institut in dem Gitte arbeitet, übernehmen soll. Durch einen Unfall sitzt er seit einiger Zeit im Rollstuhl, was aber die Polizei nicht daran hindert, ihn in den Kreis der Verdächtigen einzureihen. 
Björn möchte selbst einige Erkundigungen wegen des Todes seines Vaters durchführen, weswegen er an Gitte herantritt und sie um Hilfe bittet. Deren „Neugier“ ist ebenfalls geweckt und gemeinsam versuchen sie den Mörder ausfindig zu machen, was dem Gitte auch privat zugetanen Kommissar Ansgaard nicht sonderlich behagt…
Wie schon im vorherigen Buch sucht Gitte weiter nach ihrem seit vielen Jahren in Dänemark verschwundenen Vaters Mads, so dass sie nicht nur im „Giftmord“-Fall, sondern auch bei der Suche nach ihrem Vater oftmals ins recht brenzliche Situationen gerät…..
Das Buch liest sich gut, die Charaktere sind gut gezeichnet und man findet sich – auch ohne den Vorgängerband zu kennen – gut zurecht und kann das Geschehen verfolgen. Man erfährt „nebenbei“ auch etwas über Land und Leute und ihre Gewohnheiten, was gut in die Handlung eingewoben ist. Manches im Tun und Handeln der „Hobbyermittlerin“ konnte ich zwar nicht so ganz nachvollziehen, aber nichtsdestotrotz würde ich gern den weiteren Verlauf in Sachen „Mads Madsen“ erfahren und da Gitte ja offenbar immer über Leichen stolpert, darf diese Reihe gern weitergehen.
Fazit: „Wohlfühlkrimi“, der gern fortgesetzt werden darf!

 

 

 

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