TOP

Mads Peder Nordbro: Eisgrab

Fischer Verlage

Ende letzten Jahres hatte ich hier “Eisrot“ vorgestellt und ich war von der „eiskalten Spannung aus dem Hohen Norden! begeistert, weswegen ich meine Leseempfehlung aussprach und auf eine Fortsetzung hoffte.
Nun ein Jahr später liegt die vor und unter dem Titel „Eisgrab“ gibt es Neuigkeiten aus Grönland!
Der dänische Reporter Matthew Cave hatte ja 2014 durch einen privaten Schicksalsschlag einen Neuanfang in Grönland gestartet, ohne vorher zu ahnen, dass er schon gleich bei seiner ersten Reportage, mitten in eine weitreichende Mordermittlung gerät, die dann auch noch ganz persönliche familiäre Neuigkeiten nach sich zog.
Eisgrab setzt genau dort 2014 an, wo Eisrot endet. Informationen zu den Vorkommnissen des ersten Bandes hat der Autor geschickt ins aktuelle Geschehen eingewoben, aber zum besseren Verständnis finde ich es persönlich schöner, wenn man spannende Geschichten von Anfang an verfolgt, so dass man auch bei Band 1 anfangen sollte!
Eine wichtige Wegbegleiterin hatte Matthew ja in Tupaarnaq gefunden. Ihre bewegende Geschichte ist ein Teil des ersten Bandes. Sie verschwand am Ende ohne ein Wort des Abschieds…
Während Matthew noch die Geschehnisse verarbeitet, macht sich seine Halbschwester Arnaq mit einigen Internatsfreunden aus Dänemark auf einen Camping-Ausflug um ihnen die Gegend zu zeigen. Doch nach ganz kurzer Zeit gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihnen und als Matthew und die wieder aufgetauchte Tupaarnaq sich auf die Suche nach den Jugendlichen machen, ahnen sie noch nicht auf welch lebensbedrohliche, gefährliche Mission sie sich begeben…
Die Fortsetzung des spannungsgeladenen Thrillers geht genauso nervenaufreibend weiter und von der ersten Seite an, konnte ich das Buch kaum aus den Händen legen.
Die Vorkommnisse auf der amerikanischen Air Base im grönländischen Thule im Jahr 1990 sind ein wichtiger Handlungsstrang, genau wie die Suche nach Arnaq und ihren Freunden. Man sollte aber gute Nerven haben, denn was man hier zu Lesen bekommt, ist „hard stuff“. Ich mag den Erzählstil des Autors und auch das Schwenken von der Vergangenheit in die Gegenwart und umgekehrt gelingt ohne Schwierigkeiten. Die anschaulich geschilderten eiskalten Kulissen passen zum Geschehen und man taucht ganz schnell ab und ist hautnah dabei, wenn es in die abgelegensten Winkel Grönlands geht. Bis auf den etwas holprig wirkenden „Showdown“ hat mir das Buch wieder sehr gut gefallen und da Tupaarnaq mal wieder ohne Gruß verschwindet, hoffe ich auf eine weitere spannende Fortsetzung.
Fazit: Eiskalter nervenaufreibender Pageturner, der unbedingt fortgesetzt werden sollte!

 

Read More
TOP

Mads Peder Nordbo: EisRot

Fischer Verlage

Ich liebe Spannungsliteratur aus dem Hohen Norden und „Eisrot“ gehört ab jetzt sofort dazu. Nicht nur Grönland als Schauplatz steht ja für eisige Kälte, auch was man hier im Buch handlungsmäßig zu lesen bekommt, macht betroffen und lässt einen „erstarren“ und die Nackenhaare hochstehen!
Der Erzählstil des Autors ist fesselnd und durch die anschauliche Beschreibung der eisigen Landschaft kann man die Kälte direkt spüren. Der in zwei Zeitebenen erzählten Geschichte kann man sich nicht entziehen, so dass Seite um Seite nur so „dahin fliegt“! Nur „zart besaitete“ Leser seien gewarnt, denn hier wird sehr brutal gemordet…
Bevor ich einen kleinen Einblick ins Geschehen gebe, möchte ich noch anmerken, dass es mir sehr gut gefallen hat, dass der Autor hier geschichtliche und soziale Zusammenhänge in die Gesamthandlung eingefügt hat, was noch zu einem besseren Verständnis bzw. Einblick in die Hintergründe gibt.
Zum Inhalt:
2014: Matthew Cave startet nach einem persönlichen Schicksalsschlag einen Neuanfang als Reporter in Grönland. Der Fund einer vom Eis freigegebenen mumifizierten Leiche könnte eine Sensation bedeuten, würde es sich um einen verschollenen Wikinger handeln. Matthews Chefredakteur hatte ihn und den Fotografen Malik zum Fundort geschickt um darüber zu berichten…
Während Matthew und Malik sich vor Ort etwas umschauen dürfen, sind angereiste Wissenschaftler bereits am Fundort. Da aber auch polizeiliche Ermittlungen anstehen und die Ermittler erst am nächsten Tag anreisen können, wird ein Polizist zum Bewachen der Leiche abkommandiert.
Als dann am nächsten Tag die Ermittler den Fundort erreichen, machen sie eine grausige Entdeckung, die mumifiziert Leiche ist verschwunden und der Schnee ist mit dem Blut des wachhabenden brutal getöteten Polizisten getränkt…
Die Art wie der Polizist getötet wurde bzw. was von ihm noch übrig ist, erinnert einen der zuständigen Ermittler an eine Mordserie die sich in den 1970ziger Jahren ereignet hatte und die nie aufgeklärt wurde. Er unterstützt Matthew mit Informationen über das damalige Verbrechen und übergibt ihm ein ganz besonderes Notizbuch, das Matthew und auch den Leser in die damalige Zeit zurückversetzt und Einblick in menschliche Schicksale gibt, die dann zu einem Strudel aus brutalen Übergriffen, abscheulichen Versuchen und einer Art „Übermacht“ führt, die über Jahrzehnte ihre Machtposition ausübte um Menschen zu manipulieren und Morde zu vertuschen….
Die unterschiedlichen Zeitebenen sind so geschickt miteinander verwoben, dass es keine Schwierigkeiten bereitet sich als Leser zurechtzufinden und man gebannt der Auflösung „entgegenfiebert“….
Ich kann diesem spannungsgeladenen eiskalten Thriller nur die volle Punktzahl gegen und hoffe es gibt noch weitere so spannende Bücher  – vielleicht ja auch ein Wiedersehen/lesen mit Matthew und Co. !
Fazit: Unbedingte Leseempfehlung für diese eiskalte Spannung aus dem Hohen Norden! Gerne mehr davon!
Read More
TOP

Lotte und Soren Hammer: Das weiße Grab

v250xv300shadow_ADAC-FJ2013_Hammer
Nachdem die Zuständigkeit geklärt ist, übernimmt das dänische Ermittlungsteam um Konrad Simonsen die Ermittlungen, die im grönländischen Polareis beginnen. Dort wurde  von einem Helikopter aus von hohen internationalen Regierungsmitgliedern, die sich auf einem Rückflug von Grönland befanden um sich über die Klimaveränderungen vor Ort ein Bild zu machen, eine schreckliche Entdeckung gemacht. Durch die Klimaveränderungen hat das ewige Eis eine  weibliche Leiche freigegeben.
Es ist kein schöner Anblick, der sich den Ermittlern bietet: Eine nur sehr wenig bekleidet tote Frau kniet wie in einer Badewanne vor ihnen. Sie hat eine Plastiktüte über den Kopf.
Bald stellt sich heraus, dass die Tote Maryann Nygaard, eine 27- jährige Krankenschwester ist. Sie arbeitete auf einer Radarstation  und wird seit 25 Jahren  vermisst! Die Obduktion ergibt, dasssie  mit der Plastiktüte erstickt wurde und als Besonderheit fällt auf, das ihr Nägel merkwürdig geschnitten und sie roten Lippenstift trägt.
Konrad Simonsen erkennt Parallelen zu einem anderen Mordfall. 1997 wurde Catherine Thomsen auf ähnliche Weise getötet. Damals galt der Vater als Verdächtiger. Die Familie Thomsen waren Zeugen Jehova und es wurde gemunkelt Catherine habe eine lesbische Beziehung. Aus religiösen Gründen wurde vermutet, habe der Vater die Tochter getötet und dann später Selbstmord begangen.
Nach einigen Recherchen gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Mordfällen und es kristallisiert sich ein Täter heraus, der technisch sehr versiert ist, aber emotional eher kindliche Züge hat, was ihn unberechenbar macht. Nach einer Befragung ist er schnell wieder auf freiem Fuß, denn es fehlen dem Ermittlerteam stichhaltige Beweise für seine Schuld. So müssen sie zu einer List greifen, was dann schwerwiegende Folgen hat….
Das Autorenteam hat schon den passenden Nachnahmen!, denn „Das weiße Grab“ ist echt ein „Hammer-Krimi“.  Johannes Steck liest dies Hörbuch vor. Durch seine Stimmnuancen werden die unterschiedlichen Figuren lebendig und die Handlung fesselt den Zuhörer vom Anfang  bis zum Ende.
Fazit: Bei diesem Krimi kann man die Eiseskälte spüren!
Read More