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Mads Peder Nordbo: EisRot

Fischer Verlage

Ich liebe Spannungsliteratur aus dem Hohen Norden und „Eisrot“ gehört ab jetzt sofort dazu. Nicht nur Grönland als Schauplatz steht ja für eisige Kälte, auch was man hier im Buch handlungsmäßig zu lesen bekommt, macht betroffen und lässt einen „erstarren“ und die Nackenhaare hochstehen!
Der Erzählstil des Autors ist fesselnd und durch die anschauliche Beschreibung der eisigen Landschaft kann man die Kälte direkt spüren. Der in zwei Zeitebenen erzählten Geschichte kann man sich nicht entziehen, so dass Seite um Seite nur so „dahin fliegt“! Nur „zart besaitete“ Leser seien gewarnt, denn hier wird sehr brutal gemordet…
Bevor ich einen kleinen Einblick ins Geschehen gebe, möchte ich noch anmerken, dass es mir sehr gut gefallen hat, dass der Autor hier geschichtliche und soziale Zusammenhänge in die Gesamthandlung eingefügt hat, was noch zu einem besseren Verständnis bzw. Einblick in die Hintergründe gibt.
Zum Inhalt:
2014: Matthew Cave startet nach einem persönlichen Schicksalsschlag einen Neuanfang als Reporter in Grönland. Der Fund einer vom Eis freigegebenen mumifizierten Leiche könnte eine Sensation bedeuten, würde es sich um einen verschollenen Wikinger handeln. Matthews Chefredakteur hatte ihn und den Fotografen Malik zum Fundort geschickt um darüber zu berichten…
Während Matthew und Malik sich vor Ort etwas umschauen dürfen, sind angereiste Wissenschaftler bereits am Fundort. Da aber auch polizeiliche Ermittlungen anstehen und die Ermittler erst am nächsten Tag anreisen können, wird ein Polizist zum Bewachen der Leiche abkommandiert.
Als dann am nächsten Tag die Ermittler den Fundort erreichen, machen sie eine grausige Entdeckung, die mumifiziert Leiche ist verschwunden und der Schnee ist mit dem Blut des wachhabenden brutal getöteten Polizisten getränkt…
Die Art wie der Polizist getötet wurde bzw. was von ihm noch übrig ist, erinnert einen der zuständigen Ermittler an eine Mordserie die sich in den 1970ziger Jahren ereignet hatte und die nie aufgeklärt wurde. Er unterstützt Matthew mit Informationen über das damalige Verbrechen und übergibt ihm ein ganz besonderes Notizbuch, das Matthew und auch den Leser in die damalige Zeit zurückversetzt und Einblick in menschliche Schicksale gibt, die dann zu einem Strudel aus brutalen Übergriffen, abscheulichen Versuchen und einer Art „Übermacht“ führt, die über Jahrzehnte ihre Machtposition ausübte um Menschen zu manipulieren und Morde zu vertuschen….
Die unterschiedlichen Zeitebenen sind so geschickt miteinander verwoben, dass es keine Schwierigkeiten bereitet sich als Leser zurechtzufinden und man gebannt der Auflösung „entgegenfiebert“….
Ich kann diesem spannungsgeladenen eiskalten Thriller nur die volle Punktzahl gegen und hoffe es gibt noch weitere so spannende Bücher  – vielleicht ja auch ein Wiedersehen/lesen mit Matthew und Co. !
Fazit: Unbedingte Leseempfehlung für diese eiskalte Spannung aus dem Hohen Norden! Gerne mehr davon!
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Lotte und Soren Hammer: Das weiße Grab

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Nachdem die Zuständigkeit geklärt ist, übernimmt das dänische Ermittlungsteam um Konrad Simonsen die Ermittlungen, die im grönländischen Polareis beginnen. Dort wurde  von einem Helikopter aus von hohen internationalen Regierungsmitgliedern, die sich auf einem Rückflug von Grönland befanden um sich über die Klimaveränderungen vor Ort ein Bild zu machen, eine schreckliche Entdeckung gemacht. Durch die Klimaveränderungen hat das ewige Eis eine  weibliche Leiche freigegeben.
Es ist kein schöner Anblick, der sich den Ermittlern bietet: Eine nur sehr wenig bekleidet tote Frau kniet wie in einer Badewanne vor ihnen. Sie hat eine Plastiktüte über den Kopf.
Bald stellt sich heraus, dass die Tote Maryann Nygaard, eine 27- jährige Krankenschwester ist. Sie arbeitete auf einer Radarstation  und wird seit 25 Jahren  vermisst! Die Obduktion ergibt, dasssie  mit der Plastiktüte erstickt wurde und als Besonderheit fällt auf, das ihr Nägel merkwürdig geschnitten und sie roten Lippenstift trägt.
Konrad Simonsen erkennt Parallelen zu einem anderen Mordfall. 1997 wurde Catherine Thomsen auf ähnliche Weise getötet. Damals galt der Vater als Verdächtiger. Die Familie Thomsen waren Zeugen Jehova und es wurde gemunkelt Catherine habe eine lesbische Beziehung. Aus religiösen Gründen wurde vermutet, habe der Vater die Tochter getötet und dann später Selbstmord begangen.
Nach einigen Recherchen gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Mordfällen und es kristallisiert sich ein Täter heraus, der technisch sehr versiert ist, aber emotional eher kindliche Züge hat, was ihn unberechenbar macht. Nach einer Befragung ist er schnell wieder auf freiem Fuß, denn es fehlen dem Ermittlerteam stichhaltige Beweise für seine Schuld. So müssen sie zu einer List greifen, was dann schwerwiegende Folgen hat….
Das Autorenteam hat schon den passenden Nachnahmen!, denn „Das weiße Grab“ ist echt ein „Hammer-Krimi“.  Johannes Steck liest dies Hörbuch vor. Durch seine Stimmnuancen werden die unterschiedlichen Figuren lebendig und die Handlung fesselt den Zuhörer vom Anfang  bis zum Ende.
Fazit: Bei diesem Krimi kann man die Eiseskälte spüren!
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