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Andrea Sawatzki: Andere machen das beruflich

Piper Verlag

Gundula Bundschuh nebst familiärem Anhang hat nach „Ihr seid natürlich eingeladen in „Andere machen das beruflich“ ihren kreativ-chaotischen vierten Auftritt!
Das Cover des Buches verrät schon mal, worum es inhaltlich diesmal geht. Gundula Bundschuh wird aus ihrem täglichen familiären „Chaos“ unfreiwillig in die Rolle einer Lehrerin katapultiert und das genau auf dem Gymnasium, wo auch ihre beiden Kinder zur Schule gehen. Ehe sie sich versieht soll sie mit einer Gruppe von Schülern Shakespeares „Sommernachtstraum“ auf die Bühne bringen, denn die 200-Jahr-Feier des Gymnasiums steht in Kürze an. Dass es sich um hier zumeist um Schüler/innen handelt, die in die Theater AG wegen „Fehlverhaltens“ strafversetzt wurden und hier eher unfreiwillig teilnehmen, erfährt Gundula nur so nebenbei….
Bevor Gundula ihren Auftritt vor der Klasse hat, vergeht einige Zeit, denn die erste Stunde verpasst sie auf der Schultoilette, da sie intensive Atemübungen durchführen muss um ihre Phobie vor großen Menschenansammlungen zu vertreiben, doch bis sie einigermaßen „startbereit“ ist, ist es bereits Abend geworden und ihre Schüler unverrichteter Dinge nach Hause gegangen….
Mehr zum Inhalt dieses sehr humorvollen Romans möchte ich nicht preisgeben, denn es lohnt sich wirklich dieses Buch zu lesen und eins kann ich garantieren, die Lachmuskeln bekommen hier reichlich viel Arbeit!
Da bereit einige der vorherigen Bücher der Reihe mit Andrea Sawatzki (es hätte auch niemand anders so passend spielen können!) als Gundula Bundschuh verfilmt wurden, hatte ich gleich beim Lesen die Personen auch bildlich vor Augen, so dass ganz schnell das „Kopfkino“ ansprang und ich mitten im Geschehen war…
Nachdem ich alle Bücher der Reihe gelesen habe, kommt es mir vor, als wenn ich Familie Bundschuh schon immer kenne und es war ganz leicht wieder an ihrem Alltag „teilzunehmen“!
Besonders gut gefällt mir der Erzähl/Schreibstil von Frau Sawatzki, denn wenn man mal in seine eigene Familie blickt, findet man sicherlich die eine oder andere Parallele bzw. sind die geschilderten Situationen „wie aus dem wirklichen Leben“ aufgeschrieben und mit viel Humor erzählt.
Ich habe beim Lesen herzhaft gelacht und freue mich auf die Fortsetzung der Reihe (man will doch wissen ob nun ein Hermann oder eine Petra „koooooooommt“) bzw. auf die Verfilmung dieses Buches, die wie man aus dem Klappentext erfährt, schon in Vorbereitung ist!
Fazit: Gelungener humorreicher Page-Turner, an dem man einfach nicht vorbei kommt!

Wer mal in eine Verfilmung des „Sommernachtstraums“ hineinschnuppern möchte, dem empfehle ich diese DVD

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Andrea Sawatzki: Ihr seid natürlich eingeladen

Bei Familie Bundschuh ist wieder Trubel angesagt: Nachdem der 19-jährige Rolf,  der älteste Spross der drei Kinder von Gundula und Gerald Bundschuh seine Mutter aus Amerika anruft und ihr ganz nebenbei mitteilt, dass sie demnächst Oma wird und man plane noch vor der Niederkunft seiner geliebten Candy in Deutschland zu heiraten, ist Gundula erst einmal baff, sprachlos und dann fließen bei ihr die Tränen, denn ohne ein weiteres Wort legt Rolfi auf….
Nun sind Gerald Bundschuhs angeblichen gute Englischkenntnisse gefragt um Näheres über die geplante Anreise und Hochzeit zu erfahren. Doch das Telefonat mit den Eltern der Braut ist dann alles andere als klärend und führt dann doch über den Teich hinweg zu einigen Mißverständnissen…
Nach der ersten Schockphase plant Gundula Bundschuh dann die Hochzeit ihres Sohnes. Besonders für die Unterbringung der über zehn anreisenden neuen Mitglieder der Familie muss gesorgt werden, da ja auch Gundulas Eltern, Bruder Hadi nebst Gattin Rose und ihre Schwiegermutter zu diesem Fest zu Besuch kommen. Um die Feier ganz familiär zu gestalten, plant man eine Gartenparty, wo dann Gerald ein Spanferkel grillen will, was sich noch als große Herausforderung entpuppen soll…
Nun wer die beiden vorherigen Bücher über Familie Bundschuh gelesen hat, der weiß ganz genau, bei „Ihr seid natürlich eingeladen“ sind mit Sicherheit Turbulenzen zu erwarten und Gundula malt sich ja bereits einige Holpersteine aus, aber dass was hier alles rund um die Hochzeit ihres Sohnes passiert, ist schon alptraumhaft und verlangt von ihr mal wieder stahlharte Nerven und da ist es gut, dass ihr Psychotherapeut gleich in der Nähe wohnt…
Wer die turbulenten  Geschichten über die Familie Bundschuh noch nicht kennt, da bietet sich handlungsmäßig  jetzt zur  Weihnachtszeit das erste Buch der Reihe mit dem Titel „Tief durchatmen, die Familie kommt“ an und auch Buch Nr. 2 „Von Erholung war nie die Rede“ sollte man ebenfalls nicht verpassen!
Ich fand es wunderbar, dass Andrea Sawatzki auch gleich bei der Verfilmung des ersten Buches die Hauptrolle der Gundula Bundschuh übernommen hat. Axel Milberg als Gerald Bundschuh finde ich auch treffend besetzt, genau wie Judy Winter als Gundulas weinselige Schwiegermutter Susanne. Durch die Verfilmung hatte ich beim Lesen des wieder wunderbar erzählten und mit ganz viel Humor angereicherten  „Hochzeits-Chaos“ genau die mitwirkenden  Personen vor Augen, was dann wie ein Kopfkino war und mir sehr gut gefallen hat.
Fazit: Hier bleibt kein Auge trocken, gelungene humorvolle Fortsetzung der „Bundschuh“-Reihe, die hoffentlich in dieser Form fortgesetzt wird.

 

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Andrea Sawatzki: Von Erholung war nie die Rede

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Bei der Familie von Gundula Bundschuh hat es durch reichlich Reparaturbedarf am Haus dieses Jahr finanziell zu einer Urlaubsreise nicht gereicht. Da kommt die Einladung von ihrer Schwiegermutter Susanne gerade recht, denn diese hat eine Reise auf die Ferieninsel Norderney gewonnen, die von von einem Marmeladenhersteller gesponsert wird. Doch der Haken an der Sache ist, dass der Gewinn für eine Familie ausgelegt ist und so reisen Gundula, ihr Mann Gerald und zwei ihrer drei Kinder auf die besagte Insel.
Anfangs kommt bei Oktoberwetter keine rechte Urlaubsstimmung auf und schon die Überfahrt auf die Insel ist mit einigen Schwierigkeiten verbunden, was dann auch noch dazu führt, dass ein Familienmitglied ohne Koffer dasteht!
Auch das Hotel ist zwar in der Empfangshalle noch vielversprechend, aber die Hotelzimmer haben schon bessere Zeiten gesehen.
Schwiegermutter Susanne ist ganz in ihrem Element und sie bezirzt den Marmeladenfabrikanten. Doch der hat nicht nur Augen für Susanne, sondern blinzelt auch gern Richtung Gundula. Außerdem will er den gesponserten Urlaub der Familie pressewirksam vermarkten, doch Bundschuhs wollen nur Ruhe und Entspannung…
Doch das ändert sich dann schlagartig,  als noch zwei Mitglieder der Familie sich im Hotel einquartieren und auch vom Gewinn profitieren wollen. Ob das alle gut geht?
Nach „Tief durchatmen, die Familie kommt“ hat Andrea Sawatzki nun eine neue humorvolle Begegnung mit Gundula Bundschuh und ihrer Familie aufgeschrieben. Die Urlaubserlebnisse auf Norderney sind so treffend beschrieben, dass man als Leser an der Reise teilnimmt und auch auch der Einblick ins Seelenleben der einzelnen Mitwirkenden ist sehr gut gelungen.
Bei „Von Erholung war nie die Rede“ kann man mal abschalten und sich freuen, dass es in anderen Familien auch recht chaotisch zugeht oder man findet sich in manchen Situationen wieder!?
Wie ich in einem Fernsehinterview von Frau Sawatzki gehört habe, ist man dabei und verfilmt den ersten Roman über Gundula Bundschuh und diese Rolle spielt Andrea Sawatzki, was ich mir auch wirklich gut vorstellen kann.
Fazit: Turbulente Familienferien, die humorvoll in Szene gesetzt wurden und auf eine Fortsetzung hoffen lassen.
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