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Geir Tangen: Höllenangst

Goldmann

Hatte ich beim Debüt-Thriller „Seelenmesse“ anfänglich noch etwas Schwierigkeiten die ungewöhnlich klingenden Namen von Personen und Orten einzuordnen, gelang es mir bei „Totenfest“ gleich auf Anhieb und nun beim Abschluss der im norwegischen Haugesund angesiedelten Thriller-Reihe mit dem Titel „Höllenangst“ sind mir der Journalist Viljar Ravn Gundmundsson und die Polizistin Lotte Skeisvoll „gut bekannt“.  Beide haben so ihre „Päckchen“ zu tragen und im Verlauf körperliche und seelische Blessuren erlitten, was sie aber nicht davon abhalten kann, Dingen auf den Grund zu gehen, komme was da wolle….
Die beiden vorherigen Bücher der Reihe haben mich begeistert und ich habe den „Thrill“ genossen, so dass ich die volle Punktzahl vergab.
Nach den Ereignissen des letzten Falls hüten Viljar und Lotte ein schwerwiegendes Geheimnis, das, wenn es gelüftet würde, beiden ihren Job kosten und auch juristische Konsequenzen nach sich ziehen würde…
Bevor der Leser aber hier mehr erfährt, bekommt man es mit einem Serienmörder zu tun, der die tiefsten Ängste seiner Opfer kennt und lässt diese dann wahrwerden. Ohne hier inhaltlich zu viel preiszugeben, gibt es hier nur ein paar kleine Puzzlesteinchen um was es geht:
Besonders bizarr sind die „Mordwaffen“ des Killers, denn u.a. benutzt er Ratten oder Insekten, was eher etwas ungewöhnlich ist, aber die Opfer vor ihrem Tod einen Alptraum durchleben lassen…..
Da Viljar und Lotte beide doch recht angeschlagen sind, haben sie bei ihren jeweiligen Ermittlungen personelle Hilfe und erst am Schluss kreuzen sich ihre Wege noch einmal, aber „das Böse“ ist ihnen beiden auf den Fersen und sie schweben in höchster Lebensgefahr….
Wow, was für ein Buch! Spannung auf höchstem Niveau und für mich das beste Buch der Trilogie, obwohl ja alle die volle Punktzahl erreicht haben und Nervenkitzel vom Feisten beinhalten!
Lieber Geir Tangen, ein wenig traurig bin ich schon, dass nach drei Büchern hier Schluss ist, aber bei so einem geschickten Erzähl- und Schreibpotential gibt es vielleicht Nachschlag in Sachen Spannung, der ohne Lotte und Viljar erzählt werden könnte. Ich würde es gerne lesen und hier wieder vorstellen.
Fazit: Wow, Spannung auf höchstem Niveau! Krönender Abschluss der lesenswerten, nervenaufreibenden Trilogie!

 

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Geir Tangen: Totenfest

Goldmann Verlag

Im November 2017 hatte ich den gelungenen Debüt-Thriller mit dem Titel „Seelenmesse“ hier vorgestellt, die volle Punktzahl vergeben und mir eine Fortsetzung  gewünscht.
Nun ist der zweite Band „Totenfest“ erschienen. Der norwegische Journalist Viljar Ravn Gudmundsson ist psychisch immer noch nicht auf der Höhe und hat auch seinen „Biss“ bisher nicht wiedergefunden. Auch Oberkommissarin Lotte Skeisvoll ist wieder mit von der Partie, allerdings ist sie durch die Ereignisse, die sich im Vorgängerbuch nachlesen lassen, psychisch kaum belastbar, sie will aber unbedingt arbeiten, was ihr mehr schlecht als recht gelingt….
Viljar wird mit einem Schlag aus seiner Elegie gerissen, als ihn sein 17-jähriger Sohn Alexander verzweifelt anruft und ihn dringend um Hilfe bittet, denn nach einer ausschweifenden Party mit Alkohol und Drogen ist er in einem Bett neben seiner Freundin Emilie aufgewacht, was für ihn schon ein „Ereignis“ ist, denn so eng war er bisher mit ihr noch nicht. Doch bis sein „vernebeltes Gehirn“ registriert, dass irgendwas an der ganzen Situation nicht stimmt, kommt dann die ernüchternde Erkenntnis, dass Emilie neben ihm tot im Bett liegt….. Alexander versucht verzweifelt sich an die vergangenen Stunden zu erinnern, was ihm nicht gelingt, denn sein Gehirn ist völlig leer – das große Nichts, der totale Blackout …
Der Tod von Emilie ist nur der Beginn einer Reihe von weiteren Todesfällen. Die Opfer waren ebenfalls Gäste dieser Party. Doch durch Alkohol, Drogen oder „mordmäßige“ Eifersucht lassen sich die Todesumstände der Opfer nicht erklären und die Ermittler müssen tief graben um auf den gemeinsamen Nenner zu kommen. ….
Erneut ist dem Autor ein durchweg spannendes und besonders auch fesselndes Buch gelungen.  Die beiden Hauptakteure Lotte und Viljar haben ihre besten Zeiten bereits hinter sich gelassen und kämpfen mit ihren Dämonen, schaffen aber doch sich nicht unterkriegen zu lassen und werden so zu einem eher ungleichen „Ermittler-Duo“. Die Handlung ist anschaulich geschrieben, die Situationen bildhaft eingefangen und auch aktuelle Thematik  gut nachvollziehbar ins Geschehen eingewoben, so dass die polizeilichen und auch „journalistischen“ Recherchen in alle Richtungen gehen. Besonders gut hat mir die nicht vorhersehbare Auflösung der Ereignisse erst ganz zum Schluss gefallen.
Da im Nachwort bereits ein drittes Buch in Aussicht gestellt wird, bin ich gespannt, was im weiteren Verlauf noch so passiert……
Fazit: Lesenswerter spannender Page-Turner, der von der ersten Seite an fesselt! Bitte weiter so!
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