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Helene Tursten: Schneenacht

btb

Ein neuer Fall für Embla Nyström, die junge Kriminalinspektorin aus Göteburg, die zuvor in „Sandgrab“ ermittelte.
Immer wieder kommt es vor, dass Embla von wiederkehrenden Alpträumen geplagt wird und sie schweißgebadet aufwacht. Den Grund dafür kennt sie nur zu gut, denn vor mehr als zehn Jahren wurde ihre beste Freundin Lollo vor ihren Augen entführt und sie selbst von einem der Entführer mit dem Tod bedroht….
Um mal etwas „zur Ruhe zu kommen“, gönnt sich Embla ein paar freie Tage und fährt zu ihrem Onkel Nisse mit dem sie gern in den Wäldern jagen geht. Doch mit Ruhe und Erholung ist es schnell vorbei, denn sie wird um Unterstützung gebeten, da man in einer abgelegenen Hütte in einem Ferienresort die blutverschmierte Leiche eines Mannes gefunden hat. Wegen der schlechten Witterung mit ständig neuem Schneefall kann die örtliche Polizei, die bereits zu einem anderen verdächtigen Todesfall gerufen wurde, die abgelegene Hütte nicht so schnell erreichen.
Daher macht Embla sich auf den Weg durch die verschneite Landschaft um sich vor Ort ein Bild zu machen:
Im Schlafzimmer liegt auf dem Bett ein toter Mann in einer großen Blutlache, auf seiner Stirn kann Embla ein Einschussloch erkennen. Als sie etwas näher an den Toten herantritt, erstarrt sie und es dauert eine gewisse Zeit bis sie realisiert, wer dort tot vor ihr liegt: Es ist der Mann, der sie einst bedrohte, während ihre Freundin entführt wurde. Bis heute fehlt jede Spur von ihr…
Helene Tursten erzählt in „Schneenacht“ eine Geschichte, die sich aus unterschiedlichen Kriminalfällen zusammensetzt. Für Embla wird es ein ganz besonders persönlicher Fall, der sie nicht nur gedanklich in ihre Vergangenheit zurück führt….
Die schneebedeckte Landschaftskulisse passt gut zu den eiskalten Morden, die hier im Verlauf passieren. Während die Ermittlungen langsam anlaufen, lernt Embla einen jungen engagierten Polizeiinspektor namens Olle Tillman kennen, der für die örtliche Polizei arbeitet und mit dem sie gemeinsam von einem Einsatzort zum nächsten „schlittert“, denn die Todesfälle in der Gegend häufen sich. Während sich langsam einige Puzzlesteinchen zusammenfügen, geraten Embla und Olle bei einer Kontrollfahrt auf extrem kriminelle Energie und es wird von jetzt auf gleich lebensbedrohlich für sie…
Ich habe bisher immer gern die Kriminalgeschichten von Helene Tursten gelesen, auch dieses Buch. Doch das gewisse „Etwas“ der früheren Bücher –  wo Irene Huss noch die Ermittlungen übernahm -,  vermisse ich seit Beginn der Reihe mit Embla Nyström.  Die Ansätze sind da, doch teils verliert sich die Autorin z.B. in ausgiebigen Beschreibungen der servierten Menüs beim Essen oder schmückt Situationen aus, was die Spannung bremst, was echt schade ist. Auch letztendlich die Auflösung der Mordfälle war keine große Überraschung für mich, hatte ich doch in dieser Richtung schon Vermutungen angestellt. Die Endszenerie hat ja etwas von einem Cliffhanger und ich gehe davon aus, dass dies nicht der letzte Einsatz von Embla und Co. sein wird, so dass man das nächste Buch abwarten sollte, ob die Autorin nicht  doch noch wieder zu ihrem alten Erzählstil zurückfindet.
Fazit: Morde in eiskalter Winterlandschaft, deren Aufklärung allerdings das gewisse „Etwas“ an Spannung fehlt, da stellenweise Nebensächlichkeiten erzähltechnisch zu viel Raum einnehmen, was schade ist, denn Potential ist auf jedem Fall vorhanden!
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Helene Tursten: Jagdrevier

Jagdrevier von Helene Tursten

Helene Tursten schickt eine neue Ermittlerin auf Mördersuche!
Sie heißt Embla Nyström und beruflich arbeitet sie bei einer Spezialeinheit der schwedischen Polizei. Sie ist in ihrer Kindheit mit der Elchjagd großgeworden und mittlerweile selbst aktiv dabei, wenn sie wie jetzt ihren Urlaub bei ihrem Onkel Nisse in der Nähe von Göteburg verbringt. Er hat sie von kleinauf an dieses Thema herangeführt. Die beiden pflegen nun mit einer Gruppe von Gleichgesinnten die Tradition und jagen nach genauen Regeln Elche und andere Wildtiere, die dafür freigegeben wurden.
Am Abend vor der eigentlichen Jagd trifft man sich zum gemütlichen Beisammensein und einem reichhaltigen Buffet mit köstlichen Leckereien. Diesmal erscheint auch Peter Hansson, der nach dem Tod seines Vaters zum Leidwesen einiger Jagdteilnehmer wieder zurück auf den „Hansgarden“ gezogen ist und selbst die Jägerprüfung abgelegt hat.  Einige hatten mit dem Kauf des Grundstücks spekuliert, was nun nicht mehr in Betracht kommt.
Embla und Peter treffen bei diesem Abendessen erstmals aufeinander. Embla ist von ihm ganz angetan und im Verlauf der Handlung kommen die beiden sich näher.
Doch wer denkt, hopla, ist dies nicht ein Kriminalroman — doch, auf jeden Fall, nur diesmal steht die Ermittlerin mitten im Geschehen, das mit seltsamen Vorkommissen beginnt, die man erst auf zu viel Alkohol zurückführt bzw. als Sinnestäuschung abwiegelt, doch dann wird ein guter Jagdhund vergiftet, eine Schlange taucht dort auf, wo es keine Schlangen geben sollte und dann verschwinden zwei Jagdteilnehmer, wovon dann einer tot aus einem See geborgen wird. Es deutet zwar alles auf einen Unfall hin, aber der zweite Jäger bleibt verschwunden…..
Was auftaucht bei der Suche nach dem Vermissten ist eine merkwürdige Nachricht, die dann im Verlauf auch bei dem Toten aus dem See gefunden wird…
Emblas Urlaub ist damit vorbei, denn nun ist ihre Orts- und Menschenkenntnis gefragt und sie und weitere Ermittler machen sich an die Arbeit um herauszufinden von wem die mysteriösen Botschaften sind und ob noch weitere Jagdteilnehmer in Lebensgefahr schweben….
Der Titel „Jagdrevier“ ist gut gewählt, zumal man hier tatsächlich Einblick in Traditionen und Gebräuche der Elchjagd bekommt. Die Handlung  wird aus der Sicht der jungen Ermittlerin Embla Nyström  erzählt, was sehr gut gelungen ist. Zwar tappt sie etwas blauäugig in ihre Verliebtheit, behält aber einen kühlen und klaren Kopf, wenn es um die Ermittlungen geht, obwohl sie selbst in Lebensgefahr gerät…
Ich finde dieser erste Fall für die neue Ermittlerin reicht nicht ganz an die gewohnten spannenden Fälle mit Irene Huss heran, so dass der nächste Einsatz in dem Embla Nyström ermittelt, ruhig etwas kompakter sein darf. Es soll aber nicht heißen, dass dieses Buch nicht spannend ist, doch man hat es  – auch wegen dem guten Erzählstil der Autorin –  recht schnell durchgelesen.
Fazit: Embla Nyström hat ihren ersten Fall  mit Bravur und einigen Blessuren gelöst, so dass man auf den nächsten Fall gespannt sein darf, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt.

 

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Helene Tursten: Meine kleinen Morde

Meine kleinen Morde von Helene Tursten

Den letzten Krimi um die schwedische Kommissarin Irene Huss habe 2012 gelesen, was leider schon etwas her ist. Nun hat Helene Tursten unter dem Titel „Meine kleinen Morde“ 13 mörderische Kurzgeschichten im btb-Verlag veröffentlicht. Irene-Huss-Fans wird es freuen, denn in einigen Geschichten ist sie wieder aktiv und muss ihren kriminalistischen Spürsinn walten lassen.
Aber auch eine andere Frau kommt hier des Öfteren zum Einsatz, doch nicht als Ermittlerin, sondern als eine sehr geschickte Mörderin….
Irene Huss muss im Weihnachtsstress hinter einem jungen Dieb hinterherrennen, denn nach einem Rempler fehlt ihr Portemonnaie. Leider bemerkt sie, dass sie beraubt wurde einige Minuten zu spät,  denn als sie den Dieb endlich entdeckt, lebt er nicht mehr….
Ein weiterer Fall beschäftigt die Kommissarin: Ein sehr erfolgreicher Makler verschwindet samt Auto und ward nicht mehr gesehen…..
Auch in ihrer Freizeit kommt es vor, dass Irene Huss mit Mordfällen konfrontiert wird, denn während eines ausgelassen Krebsessens in der Nachbarschaft wird das gemütliche Beisammensein von einer laut schreienden, nur mit einem blutigen Negligée bekleideten Frau abrupt beendet. In dem neu errichteten Haus, aus dem sie geflüchtet ist, wird kurze Zeit später eine Leiche gefunden….
Mehr möchte ich gar nicht preisgeben, denn diese 13 Kurzgeschichten sind sehr gut gelungen und es hat mir Freude bereitet wieder einmal von Irene Huss in Aktion zu lesen oder auch der Mörderin in ihren Geschichten zu folgen. Als Bettlektüre ist dies Buch durchaus geeignet, denn einen Mini-Krimi schafft man bestimmt vorm Einschlafen.
Fazit: Die Kurz-Krimis sind gelungen und Irene Huss ermittelt in einigen davon!
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