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Christiane Franke & Cornelia Kuhnert: Muscheln, Mord und Meeresrauschen

Rowohlt Verlag

Das Cover des Buchs  „Muscheln, Mord und Meeresrauschen“ verheißt Urlaubsidylle, doch die wird dem Leser gleich von Anfang genommen, denn bei einem Großbrand auf einer Baustelle in Neuharlingersiel wird bei den Löscharbeiten die Leiche eines polnischen Arbeiters gefunden. Ob nun das dort geplante neue Entspannungszentrum überhaupt in nächster Zeit eröffnet wird, darüber denkt der Geldgeber Geflügelzüchter Johann Gehrken erst mal nicht nach, denn die Polizei ermittelt noch ob es Brandstiftung oder gar ein „warmer Abriss“ war…
Da in dieser windumwogenen Ortschaft den Bewohnern nichts unbemerkt bleibt, kommt schnell auch die Gerüchteküche in Gang. Auch Hobbydetektivin Rosa Moll ist voll in ihrem Element, denn sie hat so ihre eigenen Vorstellungen, wer für die recht schnell ermittelte Brandstiftung auf der Baustelle verantwortlich ist und so hält sie ihre Spürnase in den Wind. Der beste Platz um etwas zu erfahren ist für sie der ortsansässige Friseursalon, wo dann auch schnell unter vorgehaltener Hand von zwei weiteren Toten gemunkelt wird……
Während die Polizei noch ein Auge auf Gehrkens selbst und sein Umfeld hat, um die Hintergründe für die Tat zu ermitteln, verkündet der Geflügelzüchter recht bald öffentlich, er wisse wer den Brand gelegt hat und er setzt demjenigen ein Ultimatum sich selbst bei der Polizei zu stellen, sonst gebe er den Namen bekannt…..
Dieses öffentliche Bekenntnis hat für Johann Gehrkens fatale Folgen, denn kurze Zeit später wird er blutüberströmt tot aufgefunden……
Für mich war dies der erste Ostfriesenkrimi dieses Schriftstellerinnen-Duos. Doch offenbar gab es schon vier vorherige Einsätze von Rosa Moll und Co.. Da ich Neuharlingersiel und auch die Küstenregion schon mehrfach besucht habe, konnte ich mir die Handlung dort gut vorstellen. Allerdings hatte ich so meine Schwierigkeiten mit der richtigen Einordnung der vielen Personen/Mitwirkenden und deren verwandtschaftliche Verhältnisse. Da wäre das Personenverzeichnis, das ich dann nach Beendigung des Lesens am Ende des Buches entdeckt habe, vor der eigentliche Handlung besser platziert gewesen, da hätte man dann zum besseren Einordnen mal nachschlagen können.
Fazit: Das Buch liest sich gut, aber die Handlung an sich ist eher seichte Krimikost mit humorvollen Einlagen, die ich dann in Richtung Urlaubslektüre für den Strandkorb (vielleicht gleich an der Nordseeküste?!) einordnen würde.
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