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Roger Smith: Staubige Hölle

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Vor einiger Zeit hatte ich hier ja den sehr spannenden Thriller von Roger Smith mit dem Titel „Leichtes Opfer“ vorgestellt.
Jetzt habe ich erneut einen atemberaubenden Thriller von ihm gelesen. Der Titel „Staubige Hölle“ bringt es genau auf den Punkt, denn der Autor entführt den Leser in die glühende Hitze Südafrikas, wo auch in der heutigen Zeit noch brutale Gewalt, Korruption und oftmals undurchsichtige politische Verhältnisse gepaart mit Stammesfehden zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen die Schlagzeilen füllt. Außerdem ist AIDS immer noch eine vorherrschende Krankheit, die die Bevölkerung des Landes schwächt.
Durch die schonungslose bildhafte Sprache bekommt man hier einen Einblick in dieses Land, wo alte Sitten und Gebräuche immer noch praktiziert werden und offenbar Gang und Gebe sind, obwohl man sich durchaus bewusst ist, in welcher Zeit man sich befindet und z.B. mit moderner Kommunikation wie Handys sich auskennt und diese Art der Technik durchaus nutzt. Krasse Gegensätze prallen hier aufeinander und werden in diesem spannenden Thriller in raschem Szenenwechsel bzw. unterschiedlichen Handlungssträngen erzählt, was aber keineswegs verwirrt, sondern eher noch die Spannung vorantreibt und dann letztendlich zu einem blutigen Showdown führt…..
Ich habe auch erst etwas überlegt, was ich hier vom Inhalt erzählen soll, denn eigentlich muss man diese Buch selber lesen um die fesselnde Athmosphäre zu spüren, die hier verankert ist. Allerdings darf man nicht zimperlich sein,  denn wie bereits erwähnt, blutige, rohe Gewalt ist hier an der Tagesordnung und ist auch so unverblümt und schonunglos niedergeschrieben….
Zum Inhalt:
Der zwielichtige reiche Geschäftsmann Ben Baker wird in seinem Hotelzimmer, wo er sich gerade mit seiner verheirateten Geliebten Rosie Dell vergnügt, überfallen und getötet. Rosie kann fliehen und wiegt sich erst einmal bei ihrer Familie in Sicherheit. Doch das bleibt nicht lange so, denn der Mörder hat ihre Fährte aufgenommen. Während die vierköpfige Familie einen Ausflug mit dem Wagen macht, drängt sie an einer abschüssigen Straße ein anderer Pkw von der Fahrbahn ab und es kommt zu einem folgenschweren Unfall. Wie ein Wunder überlebt eine Person, die sich dann aber im Verlauf auf der Flucht befindet…..
Dies ist nur ein Handlungsstrang des gesamten Thrillers, aber mehr darf man einfach nicht erzählen, damit die Spannung nicht genommen wird. Mir hat der Schreibstil gut gefallen. Das Buch liest sich flüssig und man hat die brutalen Szenen und die Hetzjagd, die sich im Verlauf der Handlung entwickelt, direkt vor Augen und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass – da Roger Smith auch ein bekannter Drehbuchautor ist – dieses Buch Vorlage für einen Film sein könnte.
Fazit: Nichts für Zartbesaitete, aber für Thriller-Fans ein Muss, knallharte, spannende Action, die filmreif ist, bekommt man hier geboten. Unbedingte Leseempfehlung!

 

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Grand Piano

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Was für ein Film! Elijah Wood spielt Tom Selznick, einen berühmten Pianisten, der seit über fünf Jahren nicht mehr aufgetreten ist, da er unter höllischem Lampenfieber leidet. Seine Ehefrau steht ebenfalls im Rampenlicht, denn sie ist eine preisgekrönte Schauspielerin, die ihn ermutigt hat wieder aufzutreten.
Während für den großen Auftritt Selzniks noch ein besonderer Konzertflügel auf die Bühne gehievt wird, läuft Tom noch etwas neben der Spur, denn er will zu Ehren seines großen Lehrmeisters Patrick Godrow dessen als „unspielbar“ geltende Partitur fehlerfrei bei seinem großen Auftritt vortragen.
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Gerade noch beglückwünscht ihn jemand, dass er vor ausverkauftem Hause spielen wird, da muss Tom auch schon auf die Bühne. Unter größter Anspannung sitzt er vor dem Flügel und schlägt die ersten Takte an und fühlt sich langsam etwas besser, als plötzlich beim Umblättern der Noten in roten Buchstaben eine Todesdrohung steht. Glaubt Tom erst noch an einen schlechten Scherz, muss er gleich darauf feststellen, dass auf dem Hals seiner Frau ein roter leuchtender Punkt zu sehen ist…
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Was nun beginnt, erinnerte mich anfangs an „Bitte nicht auflegen“, wo Kiefer Sutherland als Bösewicht durch Telefon Anweisungen gab. Diesen Part übernimmt hier John Cusack, dessen Stimme Regieanweisungen während der Partitur gibt, er selbst dann aber auch noch einen kurzen mörderischen  Auftritt hat.
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Grand Piano“ist dann doch ganz anders als zuvor erwähnt. Es ist ein Thriller, der Fans klassischer Musik und Krimiliebhaber eint und den Zuschauer vom ersten Ton an fesselt und nach dem letzten Ton noch überrascht!
Elijah Wood, den viele ja als Frodo aus Herr der Ringe kennen, spielt diesen Starpianisten einfach hervorragend und obwohl von vielen Ängsten geplagt, bietet er doch hier seinem Gegenspieler echt Paroli, was teils schon schwarzhumorig anklingt.
Fazit: Einfach nur klasse, oder anders gesagt: Un grand film!
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