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Robert Galbraith: Der Ruf des Kuckucks

Der Ruf des Kuckucks von Robert Galbraith

Das Hörbuch endet mit dem Satz: „Ein Name bin ich nun!“ Das kann man wohl sagen, denn wer den Namen des Autors noch nie gehört hat, der irrt, denn hinter Robert Galbraith verbirgt sich niemand anders als J.K. Rowling, die bekannte Autorin der Harry-Potter-Reihe. Und einen Namen hat sie sich auf jeden Fall mit dieser außerordentlich spannenden Kriminalgeschichte gemacht und bewiesen, dass sie eine sehr gute Beobachterin  ist. Außerdem ist  ihr Schreibstil fesselnd und schon so ausgearbeitet, dass es gleich die Vorlage zu einem Film sein könnte. 
Die ungekürzte Lesung des Buches hat Diemar Wunder übernommen, was wirklich eine sehr gute Wahl war. Er verleiht als Synchronsprecher bekannten Hollywoodschauspielern seine Stimme wie z.B. Adam Sandler oder Robert Downey Jr. Durch seine Stimmenvielfalt bekommt jeder Mitwirkende in diesem Krimi seine eigene Gestalt und selbst bei Dialogen zwischen einer Frau und einem Mann switscht er zwischen diesen Stimmnuancen hin und her. Einfach toll!
Zum Inhalt:
In London hatte es gescheit. Als Zuhörer wird man Zeuge wie ein Körper fällt. Später wird man sagen hören, dass es einen Streit  mit einem Mann gab. Die Auseinandersetzung  ist eskaliert und daraufhin ist das prominente, aber psychisch instabile und drogenkonsumierende Supermodel Lula Landry in den Tod gesprungen……
Für die Polizei steht nach umfangreichen Untersuchungen fest, dass es nur Selbstmord gewesen sein kann…
Szenenwechsel: Cormoran Strike, ein Privatdetektiv und Robin, seine neue Sekretärin, die er sich eigentlich gar nicht leisten kann, da er finanzielle Schwierigkeiten hat, bekommen Besuch von einem Mann. Es stellt sich heraus, dass er der Bruder des toten Supermodels Lula Landry ist. Er will Comoran Strike engagieren, da er Zweifel an der Selbstmordtheorie hat.
Strike nimmt nach kurzem Überlegen den Fall an, obwohl der Tod der schönen Lula bereits von der Polizei umfassend untersucht wurde. Strikes Ermittlungen führen in die Welt von Glitzer und Glamour, Mode, Models, Partys und zu den viel beschäftigten Prominenten, die Lula alle gekannt haben.
Mit Hilfe von Robin gelingt es Strike einige Ungereimtheiten aufzudecken.  Dann wird eine enge Freundin von Lula tot aus der Themse gefischt und wieder scheint es Selbstmord zu sein. Aber Comoran hat da so seine Zweifel…
Fazit: Fesselnd von Anfang bis Ende, so muss ein Krimi sein und am besten lässt man ihn sich von Dietmar Wunder vorlesen!

 

 

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Jess Walter: Schöne Ruinen

Schoene Ruinen von Jess Walter

Italien 1962:  Porto Vergogna, ein kleines fast unscheinbares Fischerdorf an der ligurischen Küste. Dort lebt Pasquale Tursi, der eine kleine Pension von seinen Eltern übernommen hat. Um zahlungskräftige Touristen, insbesondere Amerikaner anzulocken,  unternimmt er den Versuch, für die einzige  Pension am Ort einen Strand anzulegen. Beim Sandschaufeln träumt er von einem Tennisplatz, den er auf einem Plateau in den Klippen anlegen will. Diese Vision hat er, obwohl er vom Tennisspielen selbst gar keine Ahnung hat…
Lange Zeit passiert kaum etwas, bis eines Tages das ganze Leben von Pasquale eine Wendung nehmen sollte: Eine wunderschöne amerikanische Filmschauspielerin strandet sozusagen in Porto Vergogna. Pasquale ist von der Schönheit der blonden Amerikanerin, die sich als Dee Moray vorstellt,  fasziniert und bald fordern seine kränkelnde Mutter und seine Tante: „Lass sie nicht gehen, heirate sie!“  Doch mit Dee Moray scheint etwas nicht zu stimmen, denn sie kann kaum Nahrung bei sich behalten und dann erzählt sie eines Tages von ihrer schweren Erkrankung….
Dies Buch beinhaltet viele kleine Geschichten, die alle in unterschiedlichen Zeiträumen anfangen und der Autor switcht zwischen den Handlungen und den Beziehungen und Begegnungen von Personen hin und her, wie es z.B. bei einem Szenenwechse beim Film vorkommt.  Wer nun denkt, das  dies alles verwirrend und undurchsichtig ist, dem sei gesagt, dass dies nicht der Fall ist, denn der Autor hat eine Erzählkunst und Erzählkraft, die einen als Leser fesselt und man kann dies Buch gar nicht aus den Händen legen, denn man will unbedingt wissen, was mit den Personen passiert, die hier den Hauptteil der Handlung darstellen.  Eigentlich sind es verschiedene Biographien von Personen, die sich irgendwann treffen, kurze Zeit verweilen und dann wieder auseinanderdriften, weil das Leben eben so ist, wie es ist und nicht immer alles nach Plan funktioniert.
Dem Autor ist mit „Schöne Ruinen“ ein Roman gelungen in dem er sich mit den verschiedenen Sichtweisen der Liebe, Romantik oder einfach auch nur Sympathie befasst. Er hat daraus ein sehr ausdruckstarkes Buch gemacht, das nie kitschig wird und durch die „Zweisprachigkeit“ durchaus auch komische Momente beinhaltet.
Fazit: Diesen Roman sollte man sich nicht entgehen lassen!
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