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Hotel Artemis

Concorde Movie VÖ 03.12.18

Durch den Trailer wurde ich auf „Hotel Artemis“ aufmerksam und freute mich mal wieder Jodie Foster in einem neuen Spielfilm als Mitwirkende zu entdecken.
Die Handlung führt ein paar Jahre in die Zukunft und man schreibt das Jahr 2028, wo auf den Straßen Los Angeles durch verschiedene Aufstände Chaos herrscht.
Eine Gruppe maskierter Gangster nutzt dieses Durcheinander und überfällt eine Bank, doch es läuft nicht alles glatt und es kommt zu einem Schusswechsel mit Verwundeten auf Seiten der Banditen….
Seit einiger Zeit geistert in Gangster-Kreisen ein Mythos, der besagt, dass im Hotel Artemis ein geheimes Krankenhaus für verletzte Gesetzesbrecher existieren soll, wo man Hilfe bekommen kann…

 

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Tatsächlich öffnen sich die Türen zu besagtem Krankenhaus für die verwundeten Bankräuber. Eine Krankenschwester (Jodie Foster) und ihr Assistent Everest (Wrestling-Star Dave Bautista) nehmen sich ihrer an.
Es gibt neben der medizinischen Hilfe aber auch strikte Regeln an diesem Ort wie z.B den obersten Grundsatz, dass in diesem Krankenhaus niemand getötet werden darf, auf deren Einhaltung die Schwester und ihr Assistent genau achten, denn das Klientel ist ja schon etwas speziell.
Die verletzten Bankräuber sind nicht die einzigen Gäste des Hauses, u.a. wohnt dort auch Nice, eine Auftragskillerin, die im Verlauf noch eine besondere Rolle spielt….

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Neben Jodie Foster hat Jeff Goldblum noch einen Art Gastauftritt. Er spielt den berüchtigten obersten Gangsterboss Wolf King, der dann durch widrige Umstände auch als Gast im Hotel Artemis eincheckt, was allerdings nicht ganz komplikationslos für die Mitbewohner des Hauses ist…..
Der Trailer ist vielversprechend und bekannte Darsteller locken zusätzlich diesen Film anzusehen.  Allerdings konnte mich der Filminhalt nur kurz fesseln. Durch zu viele Handlungsansätze, die irgendwie aufblitzen, aber nicht weiterverfolgt werden, war dann kaum auszumachen, in welches Genre man diesen Film überhaupt einordnen soll, denn als „Gangsterfilm“ allein möchte ich ihn nicht einstufen. Der Trailer ist zwar gut zusammengeschnitten, der Film selbst kann aber bei mir nicht besonders punkten, da inhaltlich kaum ein roter Faden auszumachen ist.
Fazit: Schade, ich hatte mir mehr vom Inhalt versprochen und die bekannten Darsteller schaffen es nicht die Schwachstellen durch ihre Performance auszugleichen um daraus einen spannenden und sehenswerten Spielfilm zu machen.

 

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Gisa Pauly: Jeder lügt, so gut er kann

Prendo

Das Coverbild vonJeder lügt, so gut er kannist ansprechend.
Die 60jährige Anna aus Deutschland fährt mit ihrem kleinen weißen Fiat in Richtung Italien um sich einen Traum zu erfüllen, den schon ihre Eltern hatten, ihn aber wegen ihres untadeligen Lebenswandels selbst nicht verwirklichen konnten …
Nachdem Annas Ehemann verstorben ist, will sie einen Neuanfang starten und im italienischen Siena ein Hotel errichten, was bei ihrer Tochter Henrieke auf völliges Unverständnis stößt, hatte sie doch gehofft, ihre Mutter würde ihr und ihren Freund Dennis mit einer kräftigen Finanzspritze unter die Arme greifen. Doch Anna verlässt Deutschland und denkt gar nicht daran, dem „windigen Dennis“ mal wieder irgendein tolles Projekt zu finanzieren.
Doch bis das Hotel öffnen kann und alles so ist wie es sich Anna erträumt hat, ist noch ein weiter Weg, auf dem sie zwar Hilfe bekommt in Form ihres Nachbarn Konrad und seinem Sohn, der als Architekt die Umbaumaßnahmen für das Hotel leitet, aber ganz reibungslos geht das nicht von Statten.  Dann taucht völlig unverhofft Annas Tochter bei ihr auf und ins noch unfertige wird Hotel wird eingebrochen…
Nun kommt langsam Fahrt in die Handlung, denn dem sehr charmanten italienischen Commissario kann Anna nicht erzählen, was gestohlen wurde, dass ist ihr strenggehütetes Geheimnis und so lügt sie ihm vor, dass zwar alles durchwühlt, aber nicht gestohlen wurde…..
So zusammengefasst, klingt der Inhalt des Buches noch amüsant und und man hofft zu Beginn vielleicht auf eine mit italienischem Flair angehauchte Kriminalgeschichte oder einen heiteren Roman, worin sich eine Kriminalgeschichte versteckt.
Aber bei mir konnte dieses Buch nicht richtig punkten. Zwar passiert handlungsmäßig einiges, es tauchen viele Personen auf, so das reichlich Turbulenzen aufkommen, aber so richtig „rund“ ist die Story nicht.
In jedem „zweiten Satz“, der von Henrieke fällt, spielt sie auf das Alter ihrer Mutter an und meint, dies und das passt nicht zu ihr, was etwas „nervig“ ist. Die „vielen emotionalen Farben“, die hier im Text verarbeitet wurden, lenken eher vom Handlungsgeschehen ab, als dass sie die Szenen besser verständlich machen. Beim „Zwiegespräch“ zwischen Anna und demjenigen, der das Buch liest, hatte man teils das Gefühl, die Autorin rechtfertigt sich, warum sie den Teil der Handlung so abgefasst hat, was etwas eigenwillig ist. Das „besondere Feeling“ das herüberkommt, wenn ich die Geschichten der Autorin über „Mamma Carlotta“ lese, fehlt mir hier im Buch ganz und auch darüber können auch die schönen Augen des Commissario nicht hinweghelfen.
Ich würde lieber ein Buch mehr im Jahr mit „Mamma Carlotta“ und ihrem italienischen Temperament lesen, als noch einen Roman, der zwar in Italien angesiedelt ist, dem aber dem irgendwie der Pepp fehlt.
Fazit: Schade, mich konnte dieses Buch nicht recht begeistern, mir fehlte der „frische Wind von Sylt, wenn z.B. Mamma Carlotta ihr kriminalistisches Gespür einsetzt“!

 

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Miroslav Nemec: Die Toten von der Falkneralm – Mein erster Fall

Die Toten von der Falkneralm von Miroslav Nemec

Miroslav Nemec ist der Schauspieler, der für mich als Krimi-Fan natürlich unabdingbar mit  seiner „Tatort“-Rolle als Kommissar Ivo Batic verbunden ist, wo er in München mit seinem langjährigen Kollegen Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) spannende Kriminalfälle löst.
Nun ist aus dem Schauspieler der Autor geworden und „Die Toten von der Falkneralm“ ist sein Debut. Er liest seinen ersten Fall selbst vor, was gut passt, denn Miroslav Nemec hat selbst einen Part in der Geschichte übernommen. Er ist als Schauspieler nämlich für eine Krimilesung gebucht worden….
Zu einem „Mörderischen Wochenende“ wird er auf der Falkneralm erwartet, einem Hotel im Berchtesgadener Land, das nur durch eine einzige Seilbahn erreichbar ist. Der Autor ist glücklich als er die Fahrt mit der Seilbahn hinter sich hat und er bezieht sein Zimmer, am nächsten Tag soll die Veranstaltung beginnen. Einige Gäste, die der Lesung beiwohnen wollen, sind schon eingetroffen, aber die anderen, die unten noch an der Seilbahnstation ankommen, erreichen ihr Ziel nicht, denn ein schlimmes Unwetter mit Sturm, Gewitter und Regen schneidet ihnen den Weg ab. Im Berghotel trifft man sich an der Bar und man versucht das Beste aus der Situation zu machen. Der Autor lernt einige Gäste kennen und Smalltalk ist angesagt bis die ungetrübte Stimmung plötzlich umschlägt, denn einer der Gäste wird tot im Schwimmbad des Hotels aufgefunden, man geht von einem tragischen Unfall aus, doch dann kommen plötzlich Zweifel auf, denn in kürzester Zeit versterben noch zwei weitere Gäste….
Nun ist der Detektivsinn des Schauspielers geweckt und mit Hilfe einer durch Zufall unter den Gästen anwesenden „richtigen“ Polizistin begibt er sich auf Spurensuche und bald kommt tatsächlich der Verdacht auf, hier könnte es sich um einen perfiden Mordplan handeln….
Ich muss sagen, ich habe mich hier gut unterhalten gefühlt, allerdings hätte es noch ein Schuss mehr Spannung sein dürfen. Da Herr Nemec sein Buch selbst vorträgt, kommt das „Persönliche“ sehr gut rüber und man hat das Gefühl man sitzt ihm gegenüber und er erzählt diese Geschichte so, als wenn sie ihm in der Realität passiert ist. Der Erzählstil ist flüssig, gut nachvollziehbar und Situation werden sehr anschaulich geschildert, was mir gut gefallen hat. Bitte mehr davon!
Fazit: Miroslav Nemec kann nicht nur gut schauspielern, sondern auch sein Debut als Krimi-Autor ist ihm gut gelungen. Da er die Lesung selbst übernimmt, ist das Hörbuch besonders zu empfehlen!
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National Geographic: Remote Hotels

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Der Untertitel lautet „Die schönsten Orte, um wirklich abzuschalten“
Die Autorin ist Debbie Pappyn, eine Belgierin, die Tourismus und Journalismus studiert hat. Mit dem Fotografen David De Vleeschauwer hat sie die 22 außergewöhnlichen Orte und Hotels bereist und die beiden haben in einem Vorwort ihre Erfahrungen und Erinnerungen daran niedergeschrieben.
Wenn man den englischen Ausdruck für „remote“ hier anwenden will, dann geht es um Abgeschiedenheit oder auch Abgelegenheit der Orte und Hotels, damit man dem lauten und stressigen Leben, was um einen herum stattfindet, entfliehen kann und sich in Ruhe auf die Schönheit der Natur und vielleicht auch auf sich selbst konzentrieren kann um aufzutanken und nach einer Auszeit wieder voll durchzustarten.
Dies Buch entführt an abgelegene Orte überall auf der Welt,  in Hotels für den kleinen und für den extrem gefüllten Geldbeutel. Das Buch beginnt in Island mit dem Hotel Budir, das nur wenige Meter vom Atlantik entfernt neben einem Lavafeld liegt. Durch meine Vorliebe für isländische Krimis habe ich zwar schon von der Halbinsel Snaefellsness im Westen Island gehört, aber nun durch die eindrucksvollen Bilder, die hier die Umgebung des Hotels einfangen, kann ich mir die Einsamkeit und Abgeschiedenheit der Gegend noch viel besser vorstellen.
Danach geht es weiter nach Norwegen, in die Schweizer Berge, Italien, Griechenland und Estland bis ich auf Seite 107 im Resort Amangiri anhalte. Es befindet sich im amerikanischen Utah und ist laut Beschreibung in der Wüstenlandschaft nicht leicht zu entdecken. Über die Architektur der Anlage möchte ich hier keine Aussage machen, das ist sicherlich Geschmacksache, aber was man hier landschaftlich geboten bekommt, ist echt beeindruckend. Das man hier nicht mal gleich zum Shoppen irgendwo hingehen kann, erkennt man auf den Fotos ein paar Seiten weiter, hier gibt es nur Felsen und Landschaft….
Die weiteren Hotels liegen in Alaska, Neufundland, Chile, der Mongolei, Buthan, China, Neuseeland, Australien, Marokko, Botswana, Namibia und Vanuatu. Bei dem Letztgenannten musste ich erst einmal im Atlas nachschauen, wohin mich die Reise führt. Es ist eine kleine Insel und ehemalige Kokosplantage mitten im Pazifik. Die Zeit scheint hier stehengeblieben zu sein und laut der Autorin soll es an das Paradies auf Erden erinnern. Als mir der Name der entlegenen Insel dann aber in den Nachrichten begegnete, wo es um Zerstörung durch Naturgewalten ging, sind dies im Buch vielleicht die letzten Bilder, die erzählen wie es dort mal ausgesehen hat, was man natürlich nicht hoffen will…..
Egal ob man sich den Luxus von Ruhe und Abgeschiedenheit in einem der aufgelisteten Unterkünfte gönnen möchte oder das Buch über die „Remote Hotels“ nur als inspirierenden Bildband zum Träumen nimmt, es ist sehr gut gelungen und informativ und wie bereits erwähnt, bekommt man Fernweh und möchte gleich die Koffer packen….
Fazit: Inspirierender, gelungener Bildband, der zum Reisen oder auch nur zum Träumen anregt
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