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Ragnar Jónasson: Nebel

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Nach „Dunkel“ und „Insel“ lichtet sich nun der „Nebel und handlungsmäßig beginnt das letzte Buch der Hulda-Trilogie im Jahr 1988, wo die isländische Kommissarin nach einem schweren Schicksalsschlag versucht wieder im Leben fußzufassen und um andere Gedanken in den Kopf zu bekommen, sich wieder auf ihrer Dienststelle zur Arbeit einfindet.…
Hulda bekommt von ihrem Vorgesetzten den Auftrag, die Ereignisse aufzuklären, die sich auf einem sehr abgelegenen und besonders in der Winterzeit kaum erreichbaren Bauernhof ereignet haben….
Während Hulda sich auf den Weg macht um sich vor Ort ein Bild zu machen, erzählt der Autor aus unterschiedlichen Richtungen und Perspektiven hier eine nervenaufreibende, unvorhersehbare und sehr spannende Kriminalgeschichte, auf die ich hier inhaltlich nicht weiter eingehen möchte, denn dazu ist sie zu gelungen und eigentlich auch die „Krönung“ der Trilogie.
Besonders die landschaftliche Szenerie ist sehr anschaulich dargestellt, wo sich in der schneebedeckten Einsamkeit eines abgelegenen und im Verlauf durch einen schlimmen Schneesturm  auch vom Rest der Zivilisation abgetrennten Bauernhauses sich das ältere Ehepaar Einar und Erla trotz der widrigen Umstände auf die bevorstehenden Weihnachtstage freut. Doch dann wird ihre vertraute Idylle von einem unbekannten Gast durcheinandergewirbelt, was schon gleich zu Beginn irgendwie nichts Gutes ahnen lässt. Da aber in der isländischen Abgelegenheit Gastfreundschaft einen hohen Stellenwert einnimmt, bietet man dem Unbekannten Kost und Logie an….
Was sich dann Hulda auf dem Hof für ein schauriges Bild bietet, sollte jeder nervenstarke Leser selbst herausbekommen…
Ich habe dieses spannungsgeladene Buch gern und in einem Rutsch gelesen, obwohl mir an manchen Stellen schon die Nackenhaare hochstanden!
Fazit: Spannender, nervenaufreibender und wirklich gelungener Abschluss der Trilogie!
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Ragnar Jónasson: Insel

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Nachdem ich endlich „Dunkel“ gelesen hatte und ganz begeistert von diesem Thriller war, wo die 64jährige isländische Kommissarin Hulda Hermannsdóttir in Reykjavík ihren Dienst verrichtete, konnte ich gar nicht schnell genug die „Vorgängergeschichte“ mit dem Titel „Insel“ lesen, wo man einen  Zeitsprung rückwärts macht und Hulda 50 Jahre alt ist und man das Jahr 1997 schreibt.
Doch bis Hulda in diesem Band zum Zuge kommt, dauert es etwas. Die Gesamthandlung setzt sich aus in verschiedenen Zeitebenen erzählten Ereignissen zusammen, die für spannende Unterhaltung sorgen.
Ich möchte die wichtigsten Fakten hier etwas zusammenfassen:
1987 ein jungendliches Pärchen macht einen Ausflug in den entlegenen Nordwesten Island, genauer gesagt auf die Vestfirdir-Halbinsel, wo sie in einem Sommerhaus übernachten wollen. Die wunderschöne Landschaftsidylle trügt nach kurzer Zeit, denn nur einer der beiden Jugendlichen kommt lebend nach Hause….
1997 hat Hulda gerade Dienst, als von dem Vestmannaeyjar-Archipel ein Anruf bei ihr im Revier landet, wo ein fragenaufwerfender Todesfall auf der Insel Ellidaey gemeldet wird. Kurzer Hand macht sie sich auf den Weg, ohne vorher zu ahnen, was für ein weitreichender Kriminalfall sich daraus entwickelt, der dann auch noch einen Zusammenhang mit dem oben erwähnten Todesfall aus 1987 aufweist…
Die Landschaftsbeschreibung der einsam gelegenen und nur mit einem Haus versehenen Insel Ellidaey hat mich dazu veranlasst im Internet nach einem Bild davon zu suchen und konnte sogar ein Video ergattern, das mir beim Weiterlesen sehr geholfen hat, denn so konnte ich mir „Vorort ein Bild machen“…
Ganz so spannend wie Dunkel fand ich dies Buch zwar nicht, zumal ich recht bald eine Ahnung hatte, wer der eigentliche Täter von 1987 war. Auch dass die polizeilichen Ermittlungen im ersten Fall hier so oberflächlich verliefen und dann so schnell ad acta gelegt wurden, erstaunte mich etwas, aber dies nur am Rande, denn wer Dunkel gelesen hat, kommt an Insel nicht vorbei, weswegen ich mich schon auf Band drei freue!
Fazit: Etwas schwächer als Band 1, aber nichtsdestotrotz spannend und lesenswert!
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Ragnar Jónasson: Dunkel

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Um ehrlich zu sein, bin ich erst einmal um dieses Buch „herumgekreist“ und war mir anfangs nicht so sicher, ob ich es lesen möchte. Krimis aus dem Hohen Norden sind eigentlich mein bevorzugter Lesestoff und explizit auch aus/über Island. Als ich mich dann noch entschlossen hatte die „einsamste Kommissarin Islands“  Hulda Hermannsdóttir  kennenzulernen, war ich ganz schnell von dem leicht zu lesenden Buch in Beschlag genommen, denn Spannung und überraschende Wendungen sind hier garantiert!
Oben erwähnte Hulda arbeitet in Reykjavik bei der Polizei. Sie ist 64 Jahre alt und will eigentlich noch gar nicht in den vorzeitigen Ruhestand gehen. Diesen Schritt versucht sie so lange wie möglich hinauszuziehen, doch beim Betreten des Reviers wird sie zu ihrem Vorgesetzten zitiert, der ihr unmissverständlich nahelegt, dass sie ihren Schreibtisch so schnell wie möglich räumen soll, denn ein jüngerer Kollege wartet auf seinen Einsatz und ihren Schreibtisch….
Da zuhause niemand auf sie wartet, ringt sie ihrem Vorgesetzten noch eine klitzekleine Galgenfrist ab, um einen ganz bestimmten Cold-Case-Fall aufzuklären:
Die junge Russin Elena wird ertrunken in einer abgeschiedenen Bucht gefunden. Die damaligen Ermittlungen waren eher oberflächlich, weswegen Hulda noch einmal etwas genauer die alten, recht dürftigen Akten durchsieht…. 
Tatsächlich stößt sie bei ihren Recherchen auf Ungereimtheiten. Je weiter sie gräbt, um so näher scheint sie der richtigen Lösung zu kommen und ehe sie sich versieht,  gerät sie selbst in große Lebensgefahr….
Mir hat die Geschichte einfach nur gut gefallen, denn die Erzählweise ist gut gelungen, die unvorhersehbaren Wendungen überraschen den Leser und Hulda, hatte ich anfangs als „armes Schäfchen“ eingestuft, die einige Schicksalsschläge zu verkraften hatte, aber da war ich dann doch wohl auf einem Holzweg….
Ich bin schon gespannt wie es weitergeht, denn auch das ist anders als bei sonstigen Geschichten, denn der Autor erzählt die Trilogie offenbar rückwärts. Aber da ich schon in diesem Buch durch 180°-Wendungen überrascht wurde, kann ich mir das auch für die noch zwei ausstehenden Bücher ebenfalls vorstellen.
Fazit: „Dunkel“ ist eigentlich schon das Ende der Trilogie, was ungewöhnlich ist. Es wird wendungsreich, spannend, ist leicht lesbar und nach dem Motto „Nichts ist wie es scheint“,  bin ich auf die Vorgeschichte gespannt! Unbedingt lesenswert!

 

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