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Rocco Schiavone – Der Kommissar und die Alpen – Staffel 1 und 2

Polyband

Die dritte Staffel der italienischen Krimi-Reihe „Rocco Schiavone – Der Kommissaar und die Alpen“, von der ich ganz begeistert bin, habe ich hier ja schon vorgestellt. Zwar konnte man diese Staffel auch ohne Vorkenntnisse anschauen, denn die notwendigen/wichtigen Details wurden ins Geschehen eingewoben – aber wer so wie ich – von dieser Serie angetan ist, der kommt an der „Vorgeschichte“ nicht vorbei und will auch die ersten beiden Staffeln anschauen.
Die „Vorgeschichte“ bzw. „Staffel 1 und 2“ gibt es zusammen auf DVD.
Vice Questore Rocco Schiavone (Mario Giallini) hat seine eigenen Moralvorstellungen bzw. wie man Gesetze auslegt, weswegen er auch aus disziplinarischen Gründen aus dem quirligen Rom ins abgelegene Aosta-Tal versetzt wird. Aber nicht nur das Berufsleben ist irgendwie bei ihm in Schieflage geraten. Ganz besonders in seinem Privatleben muss er einen herben Tiefschlag verarbeiten, was ihm bisher noch nicht richtig gelungen ist. Dies kristallisiert sich aber für den Zuschauer erst im Verlauf heraus, erklärt aber auch die eher depressiv angehauchte Stimmungslage des Ermittlers, weswegen er bei seinem „neuen Team“ auch eher brummig und wortkarg herüberkommt. Dass er aber einen scharfen Verstand hat und die ihm anvertrauten Fälle auf seine ganz eigene Art und Weise löst,  wird allen recht schnell klar, als er im ersten Fall vor Ort zu recherchieren beginnt:
Es liegt überall hoch Schnee. Mit großem Gerät versucht man im andauernden Schneetreiben die Pisten zu räumen, wo es dann zu einem Zwischenfall kommt und eine entstellte Leiche gefunden wird…
Auch der nächste Fall sieht auf den ersten Blick nach Selbstmord aus, denn die Leiche hängt an einem Kronleuchter, doch der Schein trügt….
Im Verlauf der ersten sechs Folgen tauchen aus Rom Roccos beste Freunde Sebastiano, Brizio und Furio bei ihm auf. Alle wirken undurchsichtig/zwielichtig und was sie beruflich machen, bleibt nebulös, bzw. kann man nur vermuten…
Rocco verbindet mit den drei Männern eine tief verankerte Freundschaft, aber auch ein Geheimnis, dass niemals gelüftet werden darf…
Zum Ende der ersten Staffel wird genau diese Freundschaft auf eine harte Probe gestellt und besonders Rocco hat in beruflicher Hinsicht viel zu verlieren…..
Während in Staffel 2 der gravierende Vorfall im Freundeskreis den Vice Questore in Erklärungsnot bei seinen Vorgesetzten bringt und er durch die Ereignisse psychisch noch angeschlagener ist, als zuvor, kann er sich kaum auf seine Arbeit konzentrieren, weswegen er sein Team von zuhause „koordiniert“, was aber nicht lange gut geht..
Als im Verlauf der Reihe dann Rocco von seinen alten Freunden aus Rom Rocco kontaktiert wird, weil man einen aus ihren Reihen vermisst, spitzt sich die Lage zu….
Parallel zu den Kriminalfällen, taucht ein Nachbarskind in Roccos Dunstkreis auf, der Junge scheint viel allein zu sein, weswegen Rocco ihn unter seine Fittiche nimmt, was zu einer besonderen Freundschaft zwischen den beiden führt….
Auch die vier Folgen aus Staffel 2 haben es in sich, führen in seelische Abgründe und ohne Gewalt und Blutvergießen kommen die Ereignisse nicht aus, aber durch Roccos „Team“, das aus ganz besonderen Typen besteht, ist hier reichlich Situationskomik in die spannenden Fälle eingewoben, was gut passt.
Diese Serie hat etwas Sogartiges an sich, denn einmal angefangen, kann man nicht aufhören, weiterzuschauen, weswegen ich ein langes Krimi-Wochenende daraus gemacht habe.
Die Handlung basiert auf der Romanreihe des Bestsellerautors Antonio Manzini, der übrigens im Making of selbst zu Wort kommt, auch stehen beim Blick hinter die Kulissen die Darsteller Rede und Antwort…
Mario Giallini verkörpert die Figur des etwas grummeligen, ständig Zigarette rauchenden Vice Questore Rocco Schiavone mit einer Präsenz, die zu dieser Rolle passt und es gelingt ihm, dass man hinter seiner rauen Schale auch sein gutes Herz entdeckt.  Das ganze Schauspiel-Ensemble ist toll besetzt und man merkt ihnen die Spielfreude an.
Die schöne Landschaftkulisse bildet den passenden Rahmen für diese exquisite Krimi-Reihe, die man auf gar keinem Fall verpassen sollte, und ich hoffe, dass nach Staffel 3 es noch eine Fortsetzung  gibt!
Fazit: Die DVD-Box hat es in sich und bietet fesselnde, sehr sehenswerte Krimi-Unterhaltung auf hohem Niveau, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Bitte weiter so!
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Rocco Schiavone: Der Kommissar und die Alpen – Staffel 3

polyband

Vicequestore  Rocco Schiavone wurde aus Rom zwangsversetzt und arbeitet nun im Aosta-Tal in den italienischen Alpen. Er ist ein recht mürrisch wirkender Mann, der Ecken und Kanten hat, sein ein gutes Herz zeigt er nur wenigen.  Seine besten und langjährigen Freunde Sebastiano, Brizio und Furio sind etwas zwielichtig und welcher Arbeit sie nachgehen, bleibt eher im Verborgenen. Die Vier verbindet ein weit zurückliegendes wohlgehütetes Geheimnis und ihre tiefgehende Freundschaft, komme, was da wolle….
Schiavones Ermittler-Team setzt sich aus ganz besonderen „Typen“ zusammen, die Rocco’s Nerven oftmals strapazieren, weswegen er auch eine ganz besondere Sorte „Zigaretten“ raucht, die er auch dann und wann in der Questura bei offenem Fenster genießt….
Auf die einzelnen sehr spannenden Kriminalfälle, möchte ich hier gar nicht eingehen, denn sie haben es in sich und führen oftmals in seelische und auch soziale Abgründe, weswegen so manches Steinchen umgedreht werden muss, bevor sich eine Lösung findet.
Die dritte Staffel „Rocco Schiavone: Der Kommissar und die Alpen“ kann man sich ohne Vorkenntnisse anschauen, die in den vier je 90 minütigen Folgen erzählten Kriminalfälle werden abgeschlossen/gelöst. 
Die Vorgeschichte der zwei zuvor erschienen Staffeln wird durch Rückblenden oder „Erinnerungen“ für den Zuschauer in die Gesamthandlung eingewoben, so dass man das Geschehen verstehen und nachvollziehen kann. 
Allerdings kann ich nur jedem Krimi-Fan empfehlen, sich auch Staffel 1 und 2 anzuschauen, das lohnt sich auf jeden Fall!
Diese bzw. die gesamte italienische Krimi-Serie ist spannend aufgemacht, fesselt von der ersten Minute an und wurde in einer schönen Naturkulisse gedreht. Durch die mitwirkenden markanten „Rollen-Typen“ kommt Situationskomik auf und ein ganz besonderer Humor durchzieht die Gesamthandlung, was gut passt!
Das gesamte Schauspiel-Ensemble ist toll besetzt, allen voran Marco Giallini, der den etwas raubeinigen Vicequestore verkörpert,  der zwar sein Herz „verloren“, es aber immer noch auf dem rechten Fleck hat.
Neben den spannenden Kriminalfällen ist auch ganz besonderer Humor in die Serie eingewoben, den ich hier nicht missen möchte.
Zusammengefasst kann ich nur sagen: Hier passt alles wunderbar zusammen: Tolle Landschaftkulisse, exzellentes Schauspiel-Ensemble, spannende Kriminalfälle nebst wunderbarem Humor, so dass ich hier die volle Punktzahl vergebe und diese italienische Krimi-Reihe für unbedingt sehenswert halte!
Fazit: Unbedingt sehenswerte italienische Krimi-Reihe der Spitzenklasse! Bitte mehr davon!

 

 

 

 

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Gisa Pauly: Jeder lügt, so gut er kann

Prendo

Das Coverbild vonJeder lügt, so gut er kannist ansprechend.
Die 60jährige Anna aus Deutschland fährt mit ihrem kleinen weißen Fiat in Richtung Italien um sich einen Traum zu erfüllen, den schon ihre Eltern hatten, ihn aber wegen ihres untadeligen Lebenswandels selbst nicht verwirklichen konnten …
Nachdem Annas Ehemann verstorben ist, will sie einen Neuanfang starten und im italienischen Siena ein Hotel errichten, was bei ihrer Tochter Henrieke auf völliges Unverständnis stößt, hatte sie doch gehofft, ihre Mutter würde ihr und ihren Freund Dennis mit einer kräftigen Finanzspritze unter die Arme greifen. Doch Anna verlässt Deutschland und denkt gar nicht daran, dem „windigen Dennis“ mal wieder irgendein tolles Projekt zu finanzieren.
Doch bis das Hotel öffnen kann und alles so ist wie es sich Anna erträumt hat, ist noch ein weiter Weg, auf dem sie zwar Hilfe bekommt in Form ihres Nachbarn Konrad und seinem Sohn, der als Architekt die Umbaumaßnahmen für das Hotel leitet, aber ganz reibungslos geht das nicht von Statten.  Dann taucht völlig unverhofft Annas Tochter bei ihr auf und ins noch unfertige wird Hotel wird eingebrochen…
Nun kommt langsam Fahrt in die Handlung, denn dem sehr charmanten italienischen Commissario kann Anna nicht erzählen, was gestohlen wurde, dass ist ihr strenggehütetes Geheimnis und so lügt sie ihm vor, dass zwar alles durchwühlt, aber nicht gestohlen wurde…..
So zusammengefasst, klingt der Inhalt des Buches noch amüsant und und man hofft zu Beginn vielleicht auf eine mit italienischem Flair angehauchte Kriminalgeschichte oder einen heiteren Roman, worin sich eine Kriminalgeschichte versteckt.
Aber bei mir konnte dieses Buch nicht richtig punkten. Zwar passiert handlungsmäßig einiges, es tauchen viele Personen auf, so das reichlich Turbulenzen aufkommen, aber so richtig „rund“ ist die Story nicht.
In jedem „zweiten Satz“, der von Henrieke fällt, spielt sie auf das Alter ihrer Mutter an und meint, dies und das passt nicht zu ihr, was etwas „nervig“ ist. Die „vielen emotionalen Farben“, die hier im Text verarbeitet wurden, lenken eher vom Handlungsgeschehen ab, als dass sie die Szenen besser verständlich machen. Beim „Zwiegespräch“ zwischen Anna und demjenigen, der das Buch liest, hatte man teils das Gefühl, die Autorin rechtfertigt sich, warum sie den Teil der Handlung so abgefasst hat, was etwas eigenwillig ist. Das „besondere Feeling“ das herüberkommt, wenn ich die Geschichten der Autorin über „Mamma Carlotta“ lese, fehlt mir hier im Buch ganz und auch darüber können auch die schönen Augen des Commissario nicht hinweghelfen.
Ich würde lieber ein Buch mehr im Jahr mit „Mamma Carlotta“ und ihrem italienischen Temperament lesen, als noch einen Roman, der zwar in Italien angesiedelt ist, dem aber dem irgendwie der Pepp fehlt.
Fazit: Schade, mich konnte dieses Buch nicht recht begeistern, mir fehlte der „frische Wind von Sylt, wenn z.B. Mamma Carlotta ihr kriminalistisches Gespür einsetzt“!

 

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Gisa Pauly: Wellenbrecher

Piper Verlag

Das Cover des 12. „Mamma-Carlotta-Krimis“ ist wieder liebevoll gestaltet und passt zum Titel „Wellenbrecher“, der diesmal  nicht nur etwas mit dem Küstenschutz der Insel Sylt zu tun hat, sondern in das gleichnamige italienische Hotel „Frangiflutti“ in Wenningstedt führt, wo Mamma Carlottas Enkelin eine Ausbildung angefangen hat…
Im Verlauf des Geschehens verschwindet ein dort angestellter Kellner des Hotelrestaurants. KHK Erik Wolf übernimmt nebst seinem jungen Kollegen Sören die Ermittlungen.
Wie sollte es auch anders sein, wenn Mamma Carlotta auf der Insel weilt, passiert so einiges, wofür sie sich interessiert und wenn es nur der Inkognito-Besuch im neuen italienischen Hotel ist, wo ihre Enkelin an der Rezeption arbeitet. Als sich dann noch herausstellt, dass die Ehefrau des Hotelbetreibers Carlottas beste Freundin aus Kindertagen ist, ist die Freude groß, doch die währt nicht lange..,
Bald kursieren Gerüchte von gepanschtem italienischem Wein, der den Weg nach Sylt gefunden hat und eine Spur führt zu zwei guten (heimlichen) Freunden von Mamma Carlotta…
Nicht nur das die sonst recht zurückhaltende Nachbarin der Familie Wolf plötzlich Kontakt zu Mamma Carlotta aufnimmt und sich die Nächte mit ihr um die Ohren schlägt, sondern dass die von Kommissar Wolf nicht sonderlich geschätzte Staatsanwältin plötzlich Mamma Carlotta als Dolmetscherin avisiert und dann auch noch mit ihr einen „getarnten“ Ausflug in Carlottas Heimat unternimmt, bringt nicht nur das Gefühlsleben von Erik Wolf durcheinander, sondern verlangt auch von Mamma Carlotta reichlich viel ab……
Wie gewohnt heiter, aber nicht minder spannend erzählt Gisa Pauly diesen Kriminalroman. Auch sind am Ende des Buches wieder die passenden Rezepte von Mamma Carlottas verführerischen Mahlzeiten aufgeführt und regen zum Nachkochen an.
Ich habe das Buch und die turbulenten Ereignisse auf Sylt und diesmal auch in Italien genossen. Der Erzählstil ist angenehm, man hat sich schnell ins Geschehen eingelesen und möchte eigentlich bei Familie Wolf gern einmal zu Gast sein, denn die Kochkünste von Mamma Carlotta laden dazu ein.
Fazit: Im gewohnt heiteren, aber auch durchaus spannenden Erzählstil hat Mamma Carlotta hier wieder ihren Auftritt und ist diesmal sogar in geheimer Mission unterwegs, was zu reichlich Aufregung und Turbulenzen führt, die aber auf gar keinem Fall fehlen dürfen, machen sie doch auch diese Reihe aus! Bitte weiter so und mehr davon!

 

 

 

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Jane Corry: Lass mich los

Diana Verlag

Nach einer Pressemeldung 2015 im Daily Telegraph geht es erst einmal 15 Jahre in die Vergangenheit, wo die junge Anwältin Lily und der Künstler Ed gerade geheiratet haben.
Beruflich startet Lily gerade erst als Anwältin und ihr erster komplizierter Fall dreht sich um den wegen Mordes an seiner Freundin verurteilten und in Haft sitzenden Joe Thomas, der seine Unschuld beteuert und durch neue Beweise ein neues Gerichtsverfahren erwirken will.
Der erste Gang ins Gefängnis zu ihrem Mandanten fällt Lily schwer. Als sie Joe Thomas dann gegenübersitzt, umgibt diesen eine faszinierende Aura. Seine eigenwillige Art in Rätseln zu sprechen und sein gesamtes Auftreten erinneren Lily dann schmerzlich an jemanden aus ihrem näheren Umfeld…
Während sie sich in ihre Arbeit stürzt, gerät ihr Eheleben in Schieflage…
Im gleichen Haus wohnt die kleine Carla mit ihrer Mutter Francesca. Die Mutter ist alleinerziehend und Carla hat es schwer in der Schule, wo sie vielen Hänseleien ausgesetzt ist.
Im Verlauf der Handlung wird Carla die meisten Sonntage bei Lily und Ed verbringen. Ed hat eine künstlerische Ader und er ist von der kleinen Carla und ihrem Wesen fasziniert und er malt sie. Ein ganz besonderes Bild entsteht, das dann im weiteren Verlauf Ed zu einem gewissen Ruhm verhilft.
Irgendwann verschwindet dann Carla mit ihrer Mutter von der Bildfläche, Lily und Ed werden Eltern eines Sohns, der ihnen allerdings durch eine Erkrankung viele Sorgen bereitet und so vergehen die Jahre…
Im zweiten Teil des Buches sind zwölf Jahre vergangen und der Leser begegnet der jungen Carla, die sich auf den Weg nach London macht um ihr Jurastudium zu vervollständigen.
Carla ist eine Schönheit geworden und sie weiß um ihr Aussehen und die damit verbundenen Chancen zu nutzen…
Carlas, Lilys und Eds Wege kreuzen sich wieder, was allerdings im Verlauf schwerwiegende Veränderungen bei allen zur Folge hat und letztendlich wieder zu der Pressemitteilung im Jahr 2015 im Daily Telegraph führt…..
In unterschiedlichen, immer wieder wechselnden Sichtweisen von Lily und Carla wird diese Geschichte hier erzählt. Man hat während des Lesens die Mitwirkenden gut vor Augen, auch wenn keiner davon mir so richtig sympathisch ist, denn alle scheinen irgendwie Geheimnisse zu haben.
Auch als richtigen Psychothriller möchte ich „Lass mich los“  nicht unbedingt einordnen, sondern eher als gut gelungenes, packendes Ehedrama, was aber nicht weniger spannend und fesselnd erzählt wird. Zwar ist es stellenweise etwas „wackelig“ in der Handlung, da man den Verlauf manchmal erahnen kann, aber die Autorin kriegt immer wieder zu guter Letzt die Kurve, was mir gut gefallen hat. Das ganze Buch hindurch schwebt eine „Ungewissheit“ über dem ganzen Geschehen und man wartet eigentlich immer darauf, dass gleich etwas Schlimmes passiert, was ja dann auch tatsächlich mehrfach stattfindet….
Fazit: Ich habe dieses Buch gern gelesen, ungern aus der Hand gelegt, da die Handlung fesselnd war und ich kann nur hoffen, dass die Autorin weitere spannende Bücher dieser Art formuliert!

 

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Ursula Poznanski: Aquila

Nika studiert studiert seit kurzem im italienischen Siena und sie teilt sich mit Jenny eine kleine Wohnung. In der erwacht sie, noch in ihrer Kleidung, die sie trug als sie am Samstagabend ausging, allerdings ist sie jetzt durchnässt und verdreckt. Beim Blick in den Badezimmerspiegel  offenbart sich Nika im Gesicht ein langer frischer Kratzer. Erschrocken über ihren Anblick, aber noch vielmehr über die Worte die mit Zahnpasta dort geschrieben stehen: „Letzte Chance“ weicht sie zurück und sie will von Jenny wissen, was passiert ist. Doch Jennys Bett ist unberührt und auch scheint sie nicht zuhause gewesen zu sein.
Nika will ein Foto von der Botschaft auf dem Spiegel machen und sucht ihr Handy, aber es ist nicht da, genau wie ihr Schlüssel und ihr Pass. Während sie auf Jenny wartet, macht sie den Fernseher an,  zappt durch die Programme, bleibt bei einem Nachrichtensender hängen und erschreckt erneut, denn für sie ist heute Sonntag, doch aus der Berichterstattung geht hervor, das aktuell Dienstag ist. Nika kann sich nicht erinnern, wo sie in den letzten Tagen überall war, wie sie sich die Verletzung zugezogen hat und vor allen Dingen, warum sie sich nicht erinnern kann…
Jenny bleibt verschwunden. Nika findet in ihrer dreckigen Jeans einen von ihrer Hand geschriebenen Zettel mit merkwürdigen „Wegweisern, Anweisungen bzw. verschlüsselte Botschaften wie z.B.  
Das Blut ist nicht deines.
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
Halte dich fern von Adler und Einhorn …
Was es damit auf sich hat? Selberlesern ist hier angesagt: Denn das spannende Buch ist sehr gut geschrieben, anschaulich führt die Autorin Orte und Szenen dem Leser vor Augen, so dass man regelrecht mit auf der Suche nach des Rätsels Lösung ist und die hat es dann in sich!
Das im „Loewe-Verlag“ erschienene  Buch „Aquila“ hat mich von der ersten Seite an gefesselt und ich hatte Mühe es aus den Händen zu legen. Man macht sich mit Nika auf den Weg durch Siena, auf der Suche nach Antworten, was in den Tagen passiert ist. Auch kann ich mir ihre Hilflosigkeit gut vorstellen, wenn man mangels Sprachkenntnissen und dann auch noch mit einen „black out“ zurechtkommen muss. Die Ungewissheit, was mit Jenny passiert ist und die Frage was oder ob Nika mit ihrem Verschwinden etwas zu tun hat, bleibt über der ganzen Handlung unheilvoll schweben, was mir gut gefallen hat.
Da ich bereits mehrere spannende Bücher der Autorin wie z.B. zuletzt „Schatten“ gelesen habe, kann ich auch hier nur wieder meine unbedingte Leseempfehlung aussprechen.
Fazit: Spannung und fesselnde Ungewissheit bis zum Schluss machen diesen Page-Turner aus, der nicht nur Jugendliche begeistern wird!
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Arne Dahl: Hass

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Mit diesem Buch heißt es Abschiednehmen von der Opcop-Gruppe um Paul Hjelm!
Doch bevor es soweit ist, passiert noch eine Menge und aus vielen Handlungssträngen kristallisiert sich dann ein Horrorszenario, dass man nur hoffen kann, das es reine Fiktion ist, obwohl ich mir doch an manchen Stellen denken könnte, was Arne Dahl hier aufgeschrieben hat, könnte in absehbarer Zeit Forschern tatsächlich gelingen, denn wer weiß schon genau was in geheimen Forschungslaboren so alles herumexperimentiert wird und da ist die menschliche DNA sicherlich kein Tabu. Und auch wie in diesem Buch klar und deutlich wird, wenn Geld da ist und ein Käufer sich für ein Produkt interessiert, können so einige unvorstellbare Dinge passieren.
Ich weiß, dass ich hier in Rätseln spreche, aber ich will auf gar keinem Fall zu viel vom Inhalt des Buches „Hass“ preisgeben, denn dann nähme ich ja dem Leser die Spannung und den Genuss diesen fesselnden Thriller zu lesen.
Wer die vorherigen Bücher gelesen hat, der weiß dass in „Neid“ am Ende eine Bombe explodiert ist. Ein Handlungsstrang in diesem Buch ist jetzt die Aufarbeitung warum Donatella Bruno sterben musste und wer für das Attentat verantworlich ist.
Ein weiterer Teil befasst sich mit einem Hackerangriff auf eine Stockholmer Firma, die sich mit Genforschung befasst. Diese Ermittlungen führen einige Mitglieder der Opcop-Gruppe nach China, wo sie dann auf einen chinesischen Polizisten treffen, der etwas undurchsichtig ist und sie nicht genau wissen, inwieweit sie ihm trauen können.
Auf einer Südseeinsel taucht plötzlich eine Drohne auf, die den geheimen Unterschlupf zweier Bewohner auskundschaftet und dann alles in Schutt und Asche legt…..
Ein Teil der Gruppe befasst sich mit dem Verschwinden zweier Mitglieder und diese Ermittlungen führen zur italienischen Mafia und die hat anscheinend neue Strukturen um ihre Machtverhältnisse zu verbreiten und in einem abgelegenen, kaum bewohnten Teil Italiens kommt es dann zu einem Showdown, der schon ein wenig in Richtung Sci-Fi geht, da Paul Hjelm & Co.  es hier mit einem ganz speziellen Gegener zu tun bekommen…
Arne Dahl hat hier den Schlussakkord der Opcop-Gruppe mit einem spektakulären Showdown enden lassen und auch diesmal fügen sich viele kleine Teile zu einem großen Etwas zusammen, dass einem zu denken geben sollte und man nur hoffen kann, dies ist Fiktion und nicht der Realität entsprungen.
Fazit: Dieser Schlussakkord mit seinem spektakulären Showdown klingt noch lange nach, doch man kann sich ihm auch nicht entziehen, dazu ist dieser Thriller einfach zu fesselnd und diese Spanung sollte man unbedingt genießen.
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