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Knives Out – Mord ist Familiensache

LEONIE VÖ 08.05.20

Schon allein die hochkarätige Besetzung von „Knives out – Mord ist Familiensache“,  die sich hier eingefunden hat, lässt auf gute Unterhaltung hoffen:
In einem prachtvollen Anwesen lebt der bekannte, erfolgreiche und mittlerweile gut betuchte Krimiautor Harlan Thrombey ( Christopher Plummer) nebst Familie, Haushälterin und einer Pflegerin, denn er feierte gerade noch seinen 85. Geburtstag! Am nächsten Morgen findet ihn die Haushälterin blutüberströmt tot im Obergeschoss…
Die alarmierte Polizei erscheint in Form zweier Ermittler sowie mit einen anfangs sich im Hintergrund haltenden mysteriösen Begleiter, der sich später als Privat-Ermittler Benoit Blanc (Daniel Craig) vorstellt, der von einem Unbekannten engagiert wurde, um zu klären, ob Harlan Thrombey ermordet wurde…
Die nach außen hin präsentierte familiäre Harmonie, ist nicht wirklich vorhanden, weswegen dann die Testamentseröffnung auch ganz anders ausfällt als erwartet….
Wer sich nun an die Buch- und Filmklassiker von Agatha Christie erinnert fühlt, ist hier genau richtig.
Das Landhaus ist zwar im Innern im alten Stil eingerichtet, die Handlung aber spielt in der Gegenwart und ist – wie bereits anfänglich erwähnt – schauspielerisch toll besetzt wie z.B. mit Jamie Lee Curtis als Tochter, Don Johnson als ihr Ehemann oder Toni Collette als Schwiegertochter von Harlan Thrombey.
Einen wichtigen Part übernimmt in Verlauf Harlan’s Pflegerin Marta (Ana de Armas), die durch eine besondere Eigenschaft bald von Benoit Blanc bei seinen Ermittlungen „hinzugezogen“ wird, um besser hinter die Fassaden der Verdächtigen – und da schließt er erst einmal niemanden aus – blicken zu können….
Mir hat dieser Kriminalfilm gut gefallen. Ich hatte die Idee, dass das Geburtstagskind hier seine Finger im Spiel hat, da er sich ja als Krimiautor hervorgetan hat, aber ob ich da richtig lag, wird hier nicht verraten, denn dazu ist dieser Film zu unterhaltsam und sehenswert. Denn bis zum Schluss rätselt man mit, was es mit dem Tod des Krimi-Autors auf sich hat. Böser Humor und Spannung sind ebenfalls durchgehend vorhanden, was sehr positiv ist. Nur Daniel Craig fand ich in der Rolle des Privat-Ermittlers Benoit Blanc fehlbesetzt. Im Gegensatz zu allen anderen hochkarätigen Darstellern sprang bei seinem Agieren der Funke nicht rüber, was schade ist, denn sehenswert und unterhaltsam ist die Agatha-Christie-Anleihe, Hommage  – oder was immer sich der Regisseur dabei gedacht hat – auf jeden Fall!
Hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack: Trailer
Fazit: Hochkarätig besetzter, sehenswerter Kriminalfilm, der mit bösem/schwarzem Humor angereichert ist!
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