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Elisabeth Herrmann: Versunkene Gräber

Versunkene Graeber von Elisabeth Herrmann

Die Geschichte beginnt mit einem Liebesbrief von einem Walter an eine Rosa. Der Brief ist auf Johannishagen 1945 datiert. Im weiteren Verlauf  werden immer wieder Briefe von Walter zwischendurch in die eigentliche Handlung eingewoben und bald erschließt sich auch dem Leser, was es mit diesen Briefen auf sich hat….
Berlin, zur Jetztzeit: Joachim Vernau sitzt mit seinem Freund und Anwaltskollegen Sebastian Marquardt in einem Lokal beim Essen. Dort kommt eine junge gutaussehende Frau auf die beiden zu. Sie will überraschender Weise zu Joachim Vernau und stellt sich als Zuzanna Markowska, Anwältin aus Polen, vor. Sie hat nur eine Frage: Wo ist Marie-Louise Hoffmann?
Die polnische Anwältin will mit der Sprache nicht so richtig heraus warum sie Marie-Louise eigentlich sucht und hinterläßt nur ihre Visitenkarte und die dringende Bitte, dass Marie-Louise sich umgehend bei ihr melden soll..
Nach einigem Hin- und Her steht fest, dass Vernaus Ex-Partnerin und Kollegin Marie-Louise, die er mittlerweile zwei Jahre nicht gesehen und gesprochen hat, nirgends auffindbar ist. Niemand kann sagen, wo sie sich aufhält bzw. kann Kontakt zu ihr herstellen.
Nachdem Vernau sich selbst davon überzeugt hat, dass Marie-Louise wie vom Erdboden verschwunden ist,  fährt er kurzerhand nach Polen um noch einmal mit der Anwältin Markowska zu sprechen.
Dort angekommen unterbreitet ihm  Zuzanna Markowska, wer ihr aufgetragen hatte, Marie-Louise ausfindig zu machen. Es ist niemand anders als sein guter alter Freund und Automechaniker Jazek Zielinski, denn der sitzt wegen Mordverdachts seit kurzem im Gefängnis. Seine Kooperation gegenüber seiner ihm zugeteilten Anwältin ist nicht sonderlich gut, aber er beteuert seine Unschuld.
Nachdem Joachim Vernau diesen Schock verdaut hat, macht er sich auf die Suche nach Marie-Louise, denn die soll in der besagten Tatnacht bei Jatzek gewesen sein…..
Mehr kann und darf man hier nicht verraten,  nur noch soviel: Die erste Spur auf der Suche nach Marie-Louise Hoffmann führt tatsächlich über „Versunkene Gräber:“, dann zu einem Weinberg und nicht zuletzt zu einer geschichtsträchtigen Vergangenheit, die hier geschickt in die Handlung eingewoben wurde.
Am Ende des Buches erzählt die Autorin, wie sie bei einer Polenreise auf die Idee zu diesem zum Teil unheimlichen, aber nicht weniger fesselnden und sehr spannenden Krimi gekommen ist.
Fazit: Unheimliche und spannende Kriminalgeschichte, die geschickt mit einem geschichtlichen Hintergrund kombiniert wurde, so dass man das Buch kaum aus den Händen legen kann.

Versunkene Graeber von Elisabeth Herrmann

Den Kriminalroman „Versunkene Gräber“ gibt es auch als vollständige Lesung  auf zwei MP3-CD’s. Max Hopp werden viele Zuhörer bestimmt an seiner markanten Stimme erkennen, denn er ist ja auch ein bekannter Schauspieler.  Leider hat er die Gesichte, die durch den Schreibstil der Autorin durchaus bildhafte Züge hat,  wirklich nur vorgelesen. Ohne Namen zu nennen, kenne ich andere Vorleser von Kriminalromanen, die durch Modulation der Stimme die Handlung richtig lebendig werden lassen, was ich hier bei den über 14 Stunden Spielzeit leider vermisst habe.
Fazit:  Schade, bei der Vertonung hätte man mehr aus der Geschichte herausholen können
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